Ich gebe zu, daß die meisten Schachspieler eine Kombination mit einem Opfer verbinden dürften. Viele Schachspieler sehen das Opfer als eine notwendige Bedingung für eine Kombination an und als hinreichende Bedingung das Zusammenspiel der Kombination und einen positiven Zweck, den der Spieler mit der Kombination verfolgt.Doch muß ein Opfer wirklich zu einer Kombination gehören? Ich gebe zu, daß ein erfolgreiches Opfer sowohl kräftig als auch schön sein mag, doch ist neben dem positiven Zweck doch eher das "kombinierte" Zusammenspiel das Kennzeichen einer Kombination, macht diese also erst zu einer solchen.[FEN=1]r4rk1/pp3ppp/2p1p3/5b2/1bPPnB2/1P6/P3BPPP/2R1NRK1 b - - 0 15[/FEN]Ein Beispiel findet man hier aus meiner letzten Partie. Mein Gegner, Schwarz, ist am Zug und kann mit 15. ...Ld2! einen entscheidenden Schlag landen, mit dem er die Qualität gewinnt und damit die Grundlage für seinen Sieg schafft. Obwohl hier kein Opfer zu Tage tritt, ist der Zweck, nämlich der Qualitätsgewinn, evident, und wirken zur Erreichung dieses positiven Ziels Läufer und Springer zusammen. Wie denkt ihr darüber?