:top:Was meint ihr? Kann man auch ohne Verein im Schach stark werden? Ich z.B. habe sehr lange zu Hause nur Schach gespielt und spiele jetzt glaube ich 1 Jahr im Verein oder so :D Aber als dann mein Bruder (ToBeFree) schon lange im Verein war bekam ich auch die Lust, mich dort, im SC Tornado Wuppertal 1991 anzumelden^^Verschoben aus [url]http://www.schachburg.de/threads/650-Ab-welchem-Alter-Schach[/url], weil neues ThemaKiffing
Beitrag von Kiffing
Denke nicht, denn nur im Verein kann man sich ernsthaft mit Gleichstarken und Stärkeren unter ständigen Wettbewerbsbedingungen messen. Schach auf dem Fernschach ist da doch eher nur Gimmick. Im Verein dagegen hast Du lauter Leute um Dich herum, die Dir dabei helfen können, das Schach mehr oder weniger professionell anzugehen, nur da hat man wirklich den Ansporn, wirklich etwas zu tun. Man tut sich da etwa mit Gleichaltrigen zusammen, dann sieht man, wieviel die trainieren, was die trainieren (man erhält dadurch Anregungungen), und so will man es ihnen dann nachmachen. Schach ohne Verein bleibt halt Hobbyschach.
Beitrag von SeeFree
Ja aber man hat dann schonmal einen Fortschritt gemacht wenn man in einen neuen Verein kommt und dort schon etwas Erfahrungen mit Schach gemacht hat und vielleicht sogar schon sehr gut spielen kann :) Es gibt ja auch Tuniere die öffentlich sind, wo jeder kommen darf der will ahb ich mal gehört. Und wenn man das schon lange gemacht hat dann ist es im Verein sofort schon leichter.
Beitrag von Mufasa
Na klar kann man auch "stark" werden ohne jemals einen Verein besucht zu haben. Der Verein dient hierzulande in den meisten Fällen mehr dem geselligem Zwecke, als denn der guten Schachförderung! Richtig strukturiertes Training wird oftmals gar nicht angeboten, bzw ist die Nachfrage danach unter dem normalem Schachspieler sowieso gar nicht allzu groß.Das Angebot an guten Büchern, mit denen man "autodidaktisch" ordentlich vorankommt dürfte ausreichend sein - nebenher kann sich jeder mit dem nötigen Kleingeld einen Trainer leisten (was auch mit Verein ab einer gewissen Region evtl. hilfreich wäre), bzw im Internet/Schachcafe unzählige Trainingspartien absolvieren (da kommt der Spielabend vom Lernfaktor eh nur bedingt ran). Ein weiterer Punkt, der dich ohne Verein stark werden lässt sind die zahlreichen offenen Turniere (bis auf Verbandsmeisterschaften sind ja alle für jeden Hobbyspieler zugänglich!) und hierüber holst du dir genügend Wettkampfhärte ab. Willst du deinen Fortschritt in einer Zahl messen lassen und nicht nach jedem Turnier die Auswertung notieren, so ist es durchaus möglich sich billig (20-30 Euro im Jahr reichen dafür locker aus) bei irgendeinem Verein passiv anzumelden und schon ist deine DWZ in der Datenbank sichtbar - ohne dass du auch nur einmal den Vereinsabend besucht hast ;)... die Elo dürfte so oder so einsehbar sein (da kommt es auf den Vereinsstatus eh nicht an).Und was kann man im Verein jetzt noch haben um stark zu werden, was ohne nicht geht?! Um es ehrlich zu sagen, mir fällt leider nichts ein...@Kiffing: selbst wenn es im Verein ein regelmäßiges echtes Training gibt, so ist ab einer gewissen Spielstärke irgendwann logischerweise Schluß, denn die wenigsten Trainingsabende können sich einen IM oder GM als Trainer leisten (der 21er (und wieviele Vereine haben schon das Glück dass ein >21er das Training leitet :() kann dem 2000er zwar durchaus auch noch was beibringen, wirklich weiter kommt er damit ohne eigenes zutun allerdings nicht mehr... des Weiteren werden die Trainingsgruppen an der Spitze immer kleiner und wegen dem Inhalt muss man gezwungenermaßen irgendwann aufsplitten)
Beitrag von Kiffing
Es gibt allerdings eine beträchtliche Menge an "weichen Faktoren", die neben den ebenfalls vorhandenen "harten Faktoren" für den Verein sprechen. Man kommt unter Leute, die dasselbe Hobby mit einem teilen, erhält einen Informationsgewinn durch Austausch über Bücher, Trainingstechnik, Varianten usw. und spornt sich gegenseitig an, besser zu werden. Zieht der Freund etwa knapp an einem vorbei, dann ist man meist dazu motiviert, es ihm gleich zu tun. Abgesehen davon, sind die zahlreichen Blitzpartien, die man im Verein spielt, nicht nur reines Vergnügen, sondern dienen auch dazu das Gelernte zu verfestigen, womit im Besonderen gerade eingeübte Eröffnungsvarianten gemeint sind. Auch kann man hier gut in der Eröffnung experimentieren. Der Ligabetrieb selbst, den nur ein Verein einem bieten kann, ist zudem für Motivation und Praxis nicht wegzudenken.
Beitrag von Mufasa
Ich wollte auch keineswegs "gegen den Verein" sprechen, ein Schachverein ist wichtig und hat sicherlich auch seine nicht zu unterschätzenden Aufgaben was die schachliche Entwicklung angeht. Für Anfänger stimme ich dir da voll und ganz zu - da kommt man unter "Gleichgesinnten" einfach schneller voran als daheim "einsam" mit dem Schreibwerk. Wenn jedoch diese Basis durch z.B. Schulschach-AGs und dergleichen oder einen früheren Trainingsbesuch bereits vorhanden ist lässt sich darauf auch recht gut ohne aufbauen, denn ab einer gewissen Spielstärke ist im Verein meistens eh Schluß und will man dann weiter kommen muss man sich selber ans Werk machen! Ich gehe mal davon aus dass du bei euch das Jugendtraining leitest!? Dies kann ich mir sehr gut vorstellen, das klappt mit Sicherheit ordentlich und du kannst dein bereits erlangtes Wissen gut weitergeben - doch wenn es dann mal einen Jugendlichen wie z.B. yury gibt wirds schwierig ihn noch zu fordern und gleichzeitig den Rest der Truppe nicht zu vernachlässigen. Dann kümmert sich entweder jemand anderes im Verein um ihn und gibt Einzeltraining oder er bildet sich selbst weiter - und genau dies meinte ich, die normalen "Lehrressourcen" sind dann schlicht aufgebraucht und die kleineren/schwächeren Vereinen können mit den Bedürfnissen nicht mehr mithalten - traurig aber oft wahr! So ein Talent/stärkerer Spieler könnte nun im Prinzip also hergehen und nur noch für sich trainieren/spielen & würde mit großer Wahrscheinlichkeit immer noch in der Spielstärke steigen - alles ab nun ganz ohne Verein! Die meisten schätzen dann neben den von dir genannten Punkten noch den geselligen Teil des "Trainingsabends", doch rein zur schachlichen Verbesserung bräuchten sie diesen nicht mehr...Der Ligabetrieb bringt einem wenn man deutlich stärker als der Rest ist in den seltensten Fällen noch etwas, da man nicht die Gegner bekommt die einen richtig fordern und die man bräuchte um weiter voran zu kommen. Zudem kann man eine Liga-/Teamsituation auch jederzeit außerhalb des Vereins erleben - es gibt etliche Mannschaftsturniere an denen auch Spaßmannschaften teilnehmen können, dies sind dann zwar meist Eintagesturniere doch geben tut es sowas schon und auch reine Spaßligen sind in Zukunft nicht auszudenken (gibt es beim Fußball und in vielen anderen Sportarten schließlich auch schon lange!).
Beitrag von Kiffing
Ja, ist richtig, ich leite bei uns das Jugendtraining. Den Gedanken des Splittings hatten wir auch schon. Im Prinzip bräuchten wir Trainer für drei Gruppen, für so Supertalente wie yury eine Gruppe, dann eine Gruppe um ToBeFree, Schachbrille97, Dragon und co. und eine Gruppe für Anfänger wie z. B. Stern2000 oder SeeFree. Allerdings haben wir dafür derzeit nur einen, der das Training gibt, nämlich mich, und so läuft das eben auf so eine Art "Einheitsschule" hinaus, so daß die Starken und die Schwachen dem Training gleichermaßen fernbleiben. Denn wir haben im Verein wirklich relativ viele Jugendliche, die ungefähr ein Level sind und als hoffnungsvoll und ambitioniert einzuschätzen sind, die aber noch lange nicht an ihrem Zenit angelangt sind und demzufolge derzeit als Gruppe Mittel angesehen werden müssen. Weil das sozusagen die "breite Masse" ist, richte ich mein Training auch darauf ein.Wobei ich denke, daß die Gruppe Stark bei uns das geringere Problem darstellt. yury kommt manchmal, wenn auch selten, zum Training, und es ist tatsächlich so, daß er auch von meinem Training, weil ich mein Training immer aus hochwertigen Büchern von Spitzenautoren gebe, noch profitieren kann. Das ist bei der schwachen Gruppe allerdings überhaupt nicht mehr der Fall. Diese Gruppe, ausschließlich Kinder, verstehen nur Bahnhof, langweilen sich und nehmen nicht mehr am Training teil. Da bräuchten wir wirklich einen zusätzlichen Trainer für...
Beitrag von SeeFree
[QUOTE]so Supertalente wie yury[/QUOTE]Wie wärs denn wenn yury einfach ein Training für Anfängr gibt? Ich finde diese Idee klasse :) Aber: [QUOTE]yury kommt manchmal, wenn auch selten, zum Training[/QUOTE]-Das ist glaube ich dann das Problem. :(Oder vielleicht wäre ToBeFree dafür auch ein guter Trainer? Denn der kommt ja eigentlich immer. :D Denn ToBeFree ist für uns (Anfänger) so wie Kiffing für Sabbelbacke (Marius)^^ Um Anfänger zu trainieren ist ToBeFrees Wissen über Schach super! :)
Beitrag von ToBeFree
[QUOTE=SeeFree;13102]Denn ToBeFree ist für uns (Anfänger) so wie Kiffing für Sabbelbacke (Marius)^^[/QUOTE]Nicht wirklich.
Beitrag von SeeFree
:lach: Ja ok aber trotzdem könnte man ja vielleicht so etwas einbauen, dass du Training gibst.
Beitrag von Dragon
lol aber dann könnte ToBeFree doch garnicht mehr training mitmachen das wäre doch auch dumm da müsste man wirklich eher yury fragen