Russland erinnert an den 70. Jahrestag in Stalingrad --------------------------------------------------------------------------------zitat:(FrankMayer,02.02.2013 , 21:14)[url]http://www.bild.de/politik/ausland/g...366020.bild.html[/url]Fortsetzung folgt!Frank Mayer(als Opfer des Gomorrah-Angriffes auf Hamburg am 25.7.43) Was ich bis heute noch nicht verstanden habe, als die Engländer zigtausende Flugzettel einen Tag vorher über ganz Hamburg flattern liessen, auf denen auf deutsch stand:"Hamburger, morgen werdet Ihr für ewig schlafen!"Ich hätte unter diesen Umständen mein Kind genommen und wäre irgendwie erst einmal aufs Land gefahren.....Aber bitte.....Ich war damals noch nicht 3 Jahre alt, als die ersten Bomben auf unser Mietshaus in der Hansastrasse fielen. Meine Mutter raste mit mir kleinem Jungen in den Keller, wo wir warteten, begleitet von anderen Mitbewohnern. Wir sassen auf Holzbänken und erlebten, wie die Fundamente des Hauses wackelten. Die Engländer warfen sogenannte Phosphor-Bomben, die bis zum Grund durchschlugen und dann von unten anfingen zu brennen.Als man kaum noch atmen konnte, griff meine Mutter zu 2 Handtüchern, machte sie vollkommen nass und deckte sie über unsere Köpfe.Es gelang uns, irgendwie durch ein Kellerfenster raus- und auf die Strasse zu kommen.Ich erwachte aus meiner Ohnmacht und sehe heute noch die brennenden und zusammenstürzenden Fassaden. G.s.D. war unsere Strasse ziemlich breit, so dass meine Mutter mit mir im Arm in der Mitte der Strasse in eine Richtung lief, wo scheinbar kaum Bomben fielen. Wir machten halt an einem Park unter einem Baum, wo sich viele Flüchtlinge versammelt hatten. Aber meiner Mutter war das zu unheimlich und wir liefen weiter. Kurz darauf wurde der Baum voll getroffen mit den darunter harrenden Leuten.Ich sehe heute noch, wie brennende Menschen in die Kanäle sprangen, dessen Wasser aber selbst schon fast kochte, so dass es keine Rettung gab.Irgendwie schlugen wir uns nach dem Harburger Bahnhof durch, wo hunderte verbrannte, schwerverletzte Leute herumlagen. Wie aus dem Schicksal entsandt, rollte plötzlich ein Soldatenzug mit Wehrmachtsangehörigen in Richtung der westlichen Front vorbei. Meine Mutter ergriff die Gelegenheit, lief neben dem langsam fahrenden Zug her und reichte mich den aus den Fenstern schauenden Soldaten ins Abteil. Dann hängte sie sich an eines der Fenster und schrie um Hilfe.Mehrere Soldaten zogen dann meine Mutter in den Zug zu mir.Irgendwelche Zugführer brüllten. "Zivilisten raus!" Als sie uns bemerkten, stellte sich ein Dutzend Soldaten vor aus und verweigerten den Gehorsam.So gelang es uns, dem Inferno zu entkommen.Frank Mayer