Schachburg-Archiv: Benutzerthema „Welcher Temperamentstyp hat im Schach am ehesten seine Vorteile?“

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Beitrag von Kiffing

Es gibt bei den Menschen bekanntlich vier Grundtemperamente, was natürlich nicht bedeutet, daß jedem Menschen nur ein Grundtemperamentstyp zugeordnet sei, sondern daß diese vier Temperamentstypen unterschiedlich im Menschen verteilt sind. Allerdings neigen viele Menschen zu einem bestimmten Temperamentstypen. Die vier Grundtemperamentstypen sind: Sanguiniker, Melancholiker, Phlegmatiker und Choleriker.Sanguiniker: unbefangen, lebhaft, viel EnergieMelancholiker: tiefsinnig, zweifelhaft, zur Depression neigendPhlegmatiker: träge, schwerfälligCholeriker: ungestüm, aufbrausendBezug zum Schach:Sanguiniker: der Energieüberschuß sollte ihm zum Vorteil gereichen, die Neigung zum Oberflächlichen könnte ihm aber Probleme bereitenMelancholiker: Er besitzt die Neigung zum Forschen und hat am ehesten die Möglichkeit, die Spieltiefe im Schach zu durchdringen. Seine Zweifel und sein Hang zur Depression könnten ihn aber im Wege stehenCholeriker: er hat eine große Willensstärke und Kraft. Er ist zu jedem Trainingsfleiß in der Lage und hat den Killerinstinkt. Allerdings könnten das schöpferische und künstlerische Moment beim Schach zu kurz kommen. Evtl. zu hohe Ergebnisorientiertheit.Phlegmatiker: Neigung zu Trainingsfaulheit, setzt sich zu wenig Ziele. Aber bei einem hohen Grad an Intuition ist ein „Czentovic-Wunder“ möglich. Geringe Ablenkungsgefahr.Wie seht ihr das? Natürlich könnt ihr meine persönlichen Einschätzungen und Bewertungen auch korrigieren.

Beitrag von zugzwang

Wenn ich das so lese, dann ahne ich, warum schach ein "Fehlerspiel" ist.Aus Temperamentssicht ist die Gattung Mensch nicht optimal auf die Anforderungen an den perfekten Schachspieler/schachspielerin ausgerichtet.Vor- und Nachteile bei jedem Typus. Vielleicht lebt deshalb dieses spiel auch noch nach Jahrhunderten und ist erst in einem engine-Zeitalter vom allmählichen Aussterben bedroht!?