Wer von euch mußte schon einmal versuchen mit Springer und Läufer in einer Turnierpartie zu gewinnen und habt ihr das Matt auch geschaft?
Beitrag von Kiffing
Ich habe es noch nie auf dem Brett gehabt, aber hätte ich das auf dem Brett gehabt, hätte ich es nicht geschafft. Hab aber mal meinen Gegner füchsisch reingelegt. Ich habe eine verlorene Partie dergestalt abgewickelt, daß der Gegner nun Springer und Läufer hatte. Und mein Vertrauen, daß auch er das nicht könne, enttäuschte mich nciht, denn ich hielt das Match noch Remis. :D
Beitrag von Maschendrahtzaun
Ich hatte es noch nicht, und ich kann es auch nicht.Und ich glaube, es gibt auch wichtigere Dinge, die man können muss.Allerdings würde ich auch darauf vertrauen, dass mein Gegner das nicht hinbekommt, und evtl. ne Figur für nen Bauern Opfern, damit er es versuchen muss...;)
Beitrag von Kiffing
[QUOTE=Maschendrahtzaun;16879]Ich hatte es noch nicht, und ich kann es auch nicht.Und ich glaube, es gibt auch wichtigere Dinge, die man können muss.[/QUOTE]Da gebe ich Dir Recht, weil die Wahrscheinlichkeit, daß solch ein Endspiel auf das Brett kommt, nach einer umfangreichen Datenbankauswertung von Müller/Lamprecht in ihrem Werk Grundlagen der Schachendspiele nur 0,02% beträgt.
Beitrag von whiteshark
Mut zur Lücke! :pfeif:
Beitrag von hako
Man sollte das Grundmotiv kennen, sonst muss man halt versuchen den König an den Rand zu drängen (was schon schwer genug ist). In einer Turnierpartie würde ich als Verteidiger immer darauf spielen, weil es verdammt schwer ist, das Matt hinzukriegen.
Beitrag von Kampfkeks
Ich habe diese Konstellation noch nie auf dem Brett gehabt. Habe vorhin mal ein paar Stellungen gegen den PC ausprobiert, aber das Matt nicht hinbekommen. Früher oder später entwischt mir der König.Interessant ist, daß dieses Endspiel "rechnerisch" eigentlich leichter sein müßte, als mit einem Turm Matt zu setzen: S + L = 6 Punkte, wohingegen T = 5 Punkte. Mehr Firepower und trotzdem ungleich schwieriger.[Oh, habe erst jetzt gesehen, daß es speziell um Turnierpartien geht. Ich spiele aber nur online. Hab leider auch schon abgestimmt. Sorry. Wenn gewünscht, kann Beitrag/Stimme seitens der Mods natürlich gern rückgängig gemacht werden, sofern technisch machbar. Tut mir Leid.]
Beitrag von hako
Ich glaube bei solchen Sachen kannst du nicht vom Wert der Figuren ausgehen. 2 Läufer haben zusammen auch 6 Punkte und das Matt ist wesentlich einfacher. Mit 2 Springern hingegen (auch 6 Punkte) kannst du nicht Matt setzen.
Beitrag von ToBeFree
@Kampfkeks, es ist Moderatoren und Admins nur möglich, die Gesamtanzahl der Stimmen für die einzelnen Optionen zu ändern, nicht aber einzelne Abstimmungen rückgängig zu machen. ;)Was genau hattest du ausgewählt und was möchtest du stattdessen wählen? (--> PN) ^^
Beitrag von Kampfkeks
[QUOTE=ToBeFree;16940]Was genau hattest du ausgewählt und was möchtest du stattdessen wählen? (--> PN) ^^[/QUOTE]Ich habe "So etwas gab es bei mir noch nie" angekreuzt. Eigentlich hätte ich gar nichts ankreuzen dürfen, da ich keine Turnierpartien spiele. :ups:
Beitrag von ToBeFree
Du "darfst" generell immer etwas ankreuzen ;)In dem Fall ändere ich auch nichts, denn es stimmt ja, was du ausgewählt hast - in einer Turnierpartie ist es dir noch nie passiert. Wenn es dir einmal in einer Turnierpartie passieren sollte, sag Bescheid, dann ändere ich es wieder :D
Beitrag von Kampfkeks
[QUOTE=ToBeFree;16958]Du "darfst" generell immer etwas ankreuzen ;)In dem Fall ändere ich auch nichts, denn es stimmt ja, was du ausgewählt hast - in einer Turnierpartie ist es dir noch nie passiert. Wenn es dir einmal in einer Turnierpartie passieren sollte, sag Bescheid, dann ändere ich es wieder :D[/QUOTE]:top::top:
Beitrag von zugzwang
Das Endspiel hatte ich einmal in gemütlichen Hängepartiezeiten entstanden aus einer Konstellation L gegen L+S+Rand-B bei ungleichfarbigen Läufern.Ich machte mir keine allzu großen Sorgen, dieses bei der früher üblichen großzügigen Bedenkzeit bewerkstelligen zu können (und konnte ja auch noch am Abend vor Wiederaufnahme überprüfen, ob die Grundlagen noch richtig im Gedächtnis verankert waren). So wurde der Bauer nicht kunstvoll abgeschirmt und fiel für den gegnerischen Läufer im 83. Zug. Im 115. Zug gab der Gegner 1 Zug vor dem Matt auf.Das Abdrängen zum Rand ist kein großes Problem. Das Ansetzen des W-Systems zwecks Treibens des geg. K in die Läufer-Ecke schon eher. Hier kann man evtl. ein paar Züge verbaseln - besonders in Zeitnot (ohne Inkrement).In manchen Vereinen wurde dieses Endspiel im Jugendtraining bei 3-5 Minuten trainiert. Ich hatte es mir selbst in "Vorvereinszeit" angeschaut, weil es in einem Anfängerbuch ausführlich beschrieben war und dieses, damals einzige Schachbuch als komplett von A-Z durchgearbeitet wurde.Zur schachlichen Grundausbildung gehört mit L+L sowie L+S mattsetzen zu können (und auch unter 50 Zügen!), ob es nun häufig in der Praxis vorkommt oder nicht.Dieses Endspiel wird auch in den mir bekannten alten Anfängerbüchern gelehrt (z.B. Wolf Michael "So spielt man besser Schach" (Buch und Zeit 1983).Die zu lernende Figurenkoordination K+L+S ist eine Training über dieses Endspiel hinaus.In der 2. Bundesliga schaffte es vor nicht allzu langer Zeit ein Spieler unter Zeitdruck nicht, dieses Endspiel zu gewinnen. Ich glaube trotz Inkrement, was einem bekannten Großmeister in einer früheren Buli-Partie (?!) fehlte, so daß er in auch motorischer Hektik scheiterte.Ein Bildbeispiel bei knapper Bedenkzeit und vermutlich die anschaulichste Lektion zum Thema liefert folgender Link:[url]http://www.derwesten.de/blogs/schach/mit-springer-und-laeufer-den-garaus-machen-id6017567.html[/url]Schwitzen mit Springer und Läufer ist für beide Seiten immer angesagt!Bei einem Jugendmannschaftskampf in Urzeiten gewann Alexander von Gleich das Endspiel K+S+S gegen K+B. Das war schon beeindruckender - damals und vllt. auch heute ...
Beitrag von Babylonia
Das Endspiel K + L + S gegen KA scheint sehr selten zu sein, schreiben jedenfalls Jeremy Silman und Bruce Pandolfini, meine Endspiel Gurus in ihren Büchern. Ich habe in meiner ganzen Schachlaufbahn noch nie so ein Endspiel gehabt, unabhängig davon, ob es Turnierpartieen oder reine Übungsspiele ohne Rating waren. Babylonia
Beitrag von Qf3
ich beschäftige mich da lieber mit anderen sachen. z.b. theoretischen endspielen.so richtig theoretische turmendspiel-positionen hat man auch selten auf dem brett aber man lernt dadurch sehr viel über die möglichkeiten des turms im allgemeinen. hat also einen nutzen auch wenn man die konkrete situation nicht aufs brett bekommt.beim üben des mattsetzens mit springer & läufer sehe ich wenig generelle verbesserung des schachverständnis.man kann nicht alles trainieren und muss prioritäten setzen. wenn ich springer & läufer gegen könig aufs brett bekomme (vermutlich niemals), versuche ich es am brett zu finden. wenns nicht klappt, dann gibts halt nen remis. no drama.die frühere frauen-weltmeisterin anna uschenina hatte solche situation in einer wettkampfpartie.auch sie hats nicht geschafft; war aber nach der remis-reklamation sichtlich genervt.ihr versuch und ihre anschkießende reaktion sind momentan auf youtube zu sehen unter:[Hier befand sich ein Link auf die Seite "https://www.youtube.com/watch?v=YFF5ibgB6eA". Der Link wurde vom Benutzer mit dem Titel "https://www.youtube.com/watch?v=YFF5ibgB6eA" versehen. Aus urheberrechtlichen Gründen ist es möglicherweise erforderlich, diesen Hinweis beizubehalten, da manche Benutzer die Quelle ihrer Zitate von anderen Internetseiten so gekennzeichnet haben. Dieser Hinweis wurde automatisch an Stelle des früheren Links platziert. Falls der Link unangemessen oder ohnehin unerreichbar geworden ist, kann die im Impressum genannte Adresse mit einer Bitte um Entfernung kontaktiert werden.]
Beitrag von ToBeFree
Mir fällt gerade ein, in einem meiner ersten Mannschaftskämpfe hätte ich meinen Turm opfern können, um dieses Endspiel zu erreichen. Unerfahren und naiv fragte ich dann den gegnerischen Mannschaftsführer, ob Matt mit Läufer+Springer gegen König möglich sei. Der bestätigte mir das natürlich, ich hielt an meinem Turm fest, der letzte gegnerische Bauer zog irgendwann durch und die Partie war gelaufen. :rolleyes:
Beitrag von Sanpelg
[QUOTE=Qf3;25160]ich beschäftige mich da lieber mit anderen sachen. z.b. theoretischen endspielen.so richtig theoretische turmendspiel-positionen hat man auch selten auf dem brett aber man lernt dadurch sehr viel über die möglichkeiten des turms im allgemeinen. hat also einen nutzen auch wenn man die konkrete situation nicht aufs brett bekommt.[/QUOTE]Ich habe auch das Gefühl, dass die "Präzision" des eigenen Spiels zunimmt, wenn man Endspiele trainiert.
Beitrag von Pantau
Bei den "Vellmarer Schachtagen" im August dieses Jahres hatte in einer Runde die letzte Partie die noch lief das auf dem Brett. Der Turniersaal war bereits fast leer, aber weil die Partie im A-Turnier (bei den richtigen "Brocken") stattfand, wurde die Stellung an die Wand geworfen, was dazu führte, dass nach wenigen Minuten der Saal wieder voll war. Dem Spieler mit dem Läufer und Springer gelang das auch sehr elegant (war aber auch ein 2300er oder so) und dann gab es Applaus.;-)
Beitrag von hako
Man sollte das Motiv kennen wie man mit Springer und Läufer Matt setzt. Spricht König an den Rand drängen und mit dem W-Motiv in der Ecke Matt setzen.Es permanent am Brett zu üben würde ich auch nicht raten; dafür kommt es zu selten bis gar nicht aufs Brett.