Ein Problem, was mir letztens aufgefallen ist, ist die Zeiteinteilung. Ich selbst spiel überwiegend 2h+1h und 5min Blitz, aber bei anderen Bedenkzeiten verschätze ich mich schonmal gerne. Entweder komme ich in Zeitnot oder ich überlege zu wenig, weil ich denke, ich brauch die Zeit noch später.Daher hab ich mir einen kleinen Zeitplan gemacht, um eine grobe Einteilung zu haben.Blitzen (5min)
Eröffnung 1min
Mittelspiel 2min
Endspiel 2min
15min Schnellschach
Eröffnung 2 bis 3min
Mittelspiel 7 bis 8min
Endspiel 5min
30min Schnellschach
Eröffnung 5min
Mittelspiel 15min
Endspiel 10min
90min + 30min (Wuppertaler Stadtmeisterschaft)
Eröffnung 10 bis 15min (wenn ich mich denn daran halte)
Mittelspiel mindestens 45min
Endspiel übrigen Zeit + Restzeit
2h + 1h
Eröffnung 10 bis 20min
Mittelspiel so viel wie ich brauche (bin noch nie in Zeitnot gekommen)
Endspiel übrigen Zeit + Restzeit
So zumindest meine grobe Zeiteinteilung. Das heißt jetzt nicht, dass ich mich auf die Minute genau daran halte, aber es soll als eine grobe Stütze und Orientierungshilfe dienen, um nicht in Zeitnot zu geraten oder um Zeitnot zu vermeiden zu wenig zu überlegen.
Beitrag von SiegerFCN
Für die Eröffnung darfst du nie im Leben mehr als 5 Minuten (bei einer Turnierpartie) benötigen. Ich glaube Kasparov hat mal gesagt,dass man für die ersten 10 Züge nur 2 Minuten überlegen darf. Das heißt soviel,dass du viel von der Praxis im Eröffnungsbereich üben musst. Am besten bereitest du dich auf deinen Gegner vor,damit du siehst,was er spielt und du direkt mit deinen Eröffnungszügen antworten kannst.Im Mittelspiel solltest du viele Varianten bei möglichst vielen zügen berechnen. 45 Minuten sind dafür,wie du bei der Wuppertaler Stadtmeisterschaft als Beispiel geschrieben hast,zu wenig.
Beitrag von hako
Danke für das Feedback, 45min im Mittelspiel sind vielleicht wirklich etwas wenig, aber ich muss dazu sagen, dass ich im Mittelspiel einige Varianten überlege, wenn mein Gegner am Zug ist und sie, wenn ich dran bin, nur noch überdenken brauche. Ich muss an dieser Stelle mich vielleicht mehr zum länger überlegen zwingen (und Kondition verbessern ;)).2min für die ersten 10 Züge finde ich schon etwas wenig, aber wenn man die Variante in und auswendig kennt, ist das realistisch. Ansonsten trifft man immer auf Varianten, die man nicht im Detail kennt und dann sollte man während der Partie ruhig etwas mehr Zeit investieren.
Beitrag von hako
Mit der Eröffnung meinte ich die ersten 10 Züge
Beitrag von Dragon
Kommt auf die Eröffnung an 20 züge brauche ich nie für eröffnungen vielleicht ist das so in sizilianisch oder Caro-Kann das 20 züge typisch ist für eine eröffnung aber nicht in allen eröffnungen ist das der fall viele sind auch schon nach 10 züge.
Beitrag von hako
Die Übergänge sind da fließend. Du kannst teilweise auch nicht zwischen spätem Mittelspiel und frühen Endspiel unterscheiden.
Beitrag von Maschendrahtzaun
Ich halte allgemein nicht so viel davon, sich so einen starren Zeitplan zu erstellen. Man braucht eben partieabhängig verschieden viel Zeit. Wenn eine Theorievariante aufs Brett kommt, kann man die ersten zwanzig Züge schnell spielen. Wenn die Theorie(Kenntnisse) im dritten Zug enden, braucht man eben länger und kann auch schon mal ne halbe Stunde in die Eröffnung investieren.Es wäre doch jetzt fatal zu denken, dass man schneller spielen muss, um seinen Zeitplan einzuhalten.Was hat man davon, noch eine Stunde fürs Endspiel zu haben, wenn man vorher plattgeschoben wird?Und wenn du ohnehin nie in Zeitnot kommst, wozu brauchst du dann einen Zeitplan?