Gibt es einen erkennbaren Zusammenhang zwischen guten Noten im Fach Mathe (Wahrscheinlichkeitsrechnung, Lösungen berechnen usw.) und Erfolge im Schachspiel? Wie sind eure Beobachtungen?
Beitrag von ToBeFree
Wenn du diese Mathebegabungen als "Intelligenz" bezeichnen willst, könnte dir vielleicht dieser Thread hier weiterhelfen:[url]http://schachburg.de/threads/61-Zur-Korrelation-von-Schach-und-Intelligenz[/url]:)
Beitrag von Kiffing
Das habe ich schon als Kind aufgeschnappt, daß gesagt wurde, daß ein guter Schachspieler auch gut in Mathe sein müsse. Und wie ich gemerkt habe, waren die guten Schachspieler auch meistens gut in Mathe. Allerdings gibt es auch Gegenbeispiele, und so ähnlich sind sich beide Disziplinen auch nicht, wie immer gemeint wird. So gibt es in Mathe viele Theorien und Leitsätze, und wenn man sich an diese hält, kommt man auch ans Ziel. In Schach dagegen kann man sich noch so gut an vorgegebene Leitsätze halten, richtig gut im Schach kann nur der werden, der die Ausnahmen versteht. Der Ansatz, im Schach alles einem konkreten Lehrgebäude zu unterwerfen, der von den Modernen, aber auch den Hypermodernen bis in die 20er Jahre praktiziert wurde, gilt heute als gescheitert. Heute steht im Vordergrund, daß Schach doch ein sehr konkretes Spiel ist, so daß der Lernende sich beim Nachspielen eher Anregungen als Leitfäden holen kann. Heute wird die Einzigartigkeit von Stellungen betont anstatt eine Stellung um jeden Preis in eine feste Theorie pressen zu wollen. So kann man am besten die einzelnen Nuancen und Feinheiten der Stellungen erkennen und daraus seinen Plan ableiten.