Die Endspieltaktik ist eine Teilmenge des großen Felds der Schachtaktik, weist aber ein paar Besonderheiten auf.Es finden sich hier häufiger Motive wie Bauernumwandlung, Abwicklungen mittels Abtausch, Festungen, Patt, unzureichendes Gewinnmaterial.Ein ausgezeichnetes Buch zu diesem Thema ist der Klassiker von Nunn "Tactical Chess Endings" (1981) - "Taktische Schachendspiele" (Falkenverlag 1985).In diesem Thread können Beispiele zu taktischen Endspielverläufen dargestellt oder als Aufgaben eingestellt werden.Gerne wird in Endspielen aber auch unterschätzt bzw. nicht gesehen, daß es hier auch noch direkte Königsangriffe mit Matt als Ziel geben kann. Der König ist im Endspiel zwar eine bärenstarke Figur, aber immer noch verwundbar. Zudem spielen Zwischenschachs, die wichtige Tempi gewinnen, eine erhebliche Rolle im Endspiel."Die Macht des Königs im Schach" (Buchtitel von Mednis - de Gruyter 1985) ist also nicht unbeschränkt.Dazu ein kleines Beispiel aus Emms "1001 Schachaufgaben":[Event "Monaco rapid"][Date "2000.??.??"][White "Karpov"][Black "Shirov"][Result "0-1"][Annotator "Emms Dia. 816"][FEN "8/1p3p1k/6p1/P1Q3Kp/7P/3q2P1/5P2/8 b - - 0 1"]In dieser Spielszene hat nicht Shirov mit Schwarz am Zug mit dem Feuer gespielt, sondern der Karpovsche wurde im Spielverlauf etwas zu weit nach draußen gespült.Shirov dachte nun nicht mehr an die Untiefen eines Damenendspiels, sondern knöpfte sich den weißen König vor. Wie?
Beitrag von Kampfkeks
Lösungsvorschlag:[SPOILER][LEFT]1...Df3Droht mit f7-f6# also muß Weiß f6 decken:Auf 2.Dc3 oder 2.Dd4 folgt 2...Df5#.Auf 2.De5 folgt 2...f6+ 3.Dxf6 (erzwungen) Dg4#[/LEFT][/SPOILER]
Beitrag von zugzwang
Bestens Kampfkeks!Ich habe diese aufgabe eingestellt, weil ich mich auch beim 2. Mal in ihr verrannt habe habe, anstatt den nicht so fern liegenden Kandidaten zu finden.Eigentlich sollte mit einem Fehlversuch und Einblick in die Lösung für das 2. Mal nach ein paar Wochen alles klar sein.Neues Kampfbild:[FEN=zz01]8/R7/5k1p/6P1/7P/6n1/4r3/6K1 b - - 0 1[/FEN]Schwarz steht im Schach und Weiß droht trotz Materialnachteil ins Remis zu flüchten.Wie sollte Schwarz am Zug seine Überlegenheit trotzdem umsetzen?
Beitrag von ficus
[QUOTE=zugzwang;17709]Neues Kampfbild:[FEN=zz01]8/R7/5k1p/6P1/7P/6n1/4r3/6K1 b - - 0 1[/FEN]Schwarz steht im Schach und Weiß droht trotz Materialnachteil ins Remis zu flüchten.Wie sollte Schwarz am Zug seine Überlegenheit trotzdem umsetzen?[/QUOTE][SPOILER]Das sieht einfach aus, der König will nach h3/f3, um mit Tg2 matt zu setzen. Daher muss 1.-Kf5! 2.Ta4 (2.gxh6 Kg4! nebst Kh3, der h6-Bauer ist einfach zu langsam!) und jetzt wahrscheinlich 2.-h5! richtig sein. Das Endspiel muss dann einfach gewonnen sein![/SPOILER]
Beitrag von zugzwang
Einwandfrei, ficus!Die Stellung stammt aus Yildiz-Koneru 2009.Humpy tauschte die Bauern und mühte sich im T+S-T-Endspiel, das letztlich remis wurde.Auch starke 2600-GM sehen nach stundenlanger Schlacht und zusammenschrumpfender Restbedenkzeit die Motive nicht mehr klar. Mattsuche war anscheinend für einen Moment ausgeblendet, obwohl es im dann entstehenden Endspiel ja wieder Thema war.Nachtrag:Wie taktisch sind Abwicklungen?In der folgenden Stellung muß sich Schwarz am Zug entscheiden, was er aus dem Doppelturmendspiel am besten macht:[FEN=zz02]8/5p2/8/5R2/6P1/8/5rk1/r2RK3 b - - 0 1 [/FEN]
Beitrag von ficus
[SPOILER]Ich weiß nicht, ob noch etwas anderes geht, aber 1.-Tf1+ 2.Txf1 Txd1+ 3.Kxd1 Kxf1 mündet in ein klar gewonnenes Bauernendspiel (Schwarz schlägt den weißen Bauern auf einem Schlüsselfeld des eigenen Bauerns, weißes g5-g6 geht auch nicht, weil der weiße König abgeschnitten ist).[/SPOILER]
Beitrag von zugzwang
Das ist der Weg!Arthur Dake (US-Olympiasieger in den 30er) fand ihn gegen Sidney Bernstein nicht.[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Dake[/url]Hast Du vllt. auch Fundstücke, die in diesen Thread passen, ficus?
Beitrag von ficus
Hier eine eigene Partiestellung, die verdeutlicht, warum es wichtig ist, gewisse Motive zu kennen:[FEN=fdtr]6k1/6p1/1p2pn2/4R2p/3pP3/P2P4/5PPP/1r3BK1 b - - 0 32[/FEN]Schwarz am Zug
Beitrag von Kiffing
Oh, die ist nett, klein, aber fein. :)[SPOILER]Weil sonst nichts droht (es fehlt etwa der gefährliche Freibauer), habe ich mir gleich gedacht, daß es hier um die schwache Grundreihe gehen muß. Und, siehe da: 1. ...Sg4 2. Txh4 Se3!! 3. fxe3 dxe3 und Schwarz ist gegen das tödliche ...e2 machtlos[/SPOILER]
Beitrag von zugzwang
[QUOTE=ficus;17797]Hier eine eigene Partiestellung, die verdeutlicht, warum es wichtig ist, gewisse Motive zu kennen:...[/QUOTE]Stark, das Motiv aus einem WM-Kampf in der eigenen Partie verwertet!:app:
Beitrag von zugzwang
Um die von ficus eingeschlagene Richtung fortzuführen:[FEN=zz04]6r1/1p3k2/pPp4R/K1P1p1p1/1P2Pp1p/5P1P/6P1/8 w - - 0 1[/FEN]Weiß am Zug steht deutlich aktiver, doch sind viele Turmendspiele ja remis:jaja::rolleyes:.Was ist also zu tun und geht es gut aus?:denknach::grübel:
Beitrag von Kiffing
Da habe ich eine verwegene Idee:[SPOILER]1. Txc6 bxc6 2. Kxa6 Ke7 3. b5 cxb5 Die beiden Freibauern gewinnen gegen den Turm und den zum Schauplatz hatzenden König, etwa 4. c6! Kd6 5. Kb7 oder 4. ...Kd8 5. Kb7[/SPOILER]
Beitrag von zugzwang
Gibt es weitere Anmerkungen zu Kiffings Idee oder zu seiner Variante?
Beitrag von ficus
[QUOTE=Kiffing;17817]Da habe ich eine verwegene Idee:[SPOILER]1. Txc6 bxc6 2. Kxa6 Ke7 3. b5 cxb5 Die beiden Freibauern gewinnen gegen den Turm und den zum Schauplatz hatzenden König, etwa 4. c6! Kd6 5. Kb7 oder 4. ...Kd8 5. Kb7[/SPOILER][/QUOTE][SPOILER]1.Txc6! bxc6 2.Kxa6 Ke7 muss richtig sein, dann müsste aber 3.b7 Kd7 4.Kb6 nebst b5-c6 zumindest viel genauer sein (und m.E. auch gewinnen) als 3.b5. In Kiffings Variante hat Schwarz schon viel eher einen b-Freibauern; nach 5.Kb7 b4! (in beiden Varianten) sehe ich nicht, wie Weiß irgendeinen Bauern durchbringen will, der weiße König sieht auf b7 irgendwie leicht unglücklich aus...[/SPOILER]
Beitrag von zugzwang
Kiffings Idee ist gut und richtig.Ihre Umsetzung muß aber noch verbessert werden in der Fassung von ficus.Kiffings Variante ist aber schon wieder selbst interessant hinsichtlich der Frage, ob nach 3. b5 cxb5 Schwarz gewinnen kann. Schwarz hat aber einen klaren Gewinnweg nach 3. b5. Welchen?In der Partie[SPOILER]Mjagmasuren-MacGrillen Skopje 1972 folgte übrigens:1. Txc6 bxc6, 2. b7 Ke7, 3. Kxa6 Kd7, 4. Kb6, was in die Variante von ficus überleitet. Gegen b4-b5 nebst c6-c7 usw. ist keine erfolgreiche Verteidigung möglich. [/SPOILER]
Beitrag von zugzwang
Endspieltaktik und zugleich Endspielbasiswissen:Das Mehrmaterial am Zug gewinnt:[FEN=zz11]3k4/8/3K4/3B4/1R6/2r5/8/8 w - - 0 1[/FEN][FEN=zz12]5R2/8/5nr1/8/5k2/7K/8/8 b - - 0 1[/FEN]
Beitrag von Dragon
[SPOILER]beim ersten Lc6 Kc8 Ld7 Kd8 Tb8+ Tc8 Txc8Nebenvarianten gibt es keine [/SPOILER]
Beitrag von zugzwang
Noch nicht ganz, dragon.Es gibt da eine Störung von Schwarz, die Dich wohl zu einem neuen Anlauf zwingt.Was ziehst Du mit Schwarz auf 1. Lc6, um nicht gleich aufgeben zu müssen?1. Lc6 vergibt allerdings nicht den Gewinn, nur kommt man so ohne Mithilfe des Gegners noch nicht zum Erfolg.Kleine Zugabe: Schwarz am Zug ersparte sich mit feiner Idee eine Menge Endspielarbeit!EDIT: Arggh! Im Diagramm hat sich ein ärgerlicher Fehler eingeschlichen.Es folgt die korrigierte Diagrammfassung:[FEN=zz14]8/5k2/1p2p3/p2pPP2/P1b5/1n5r/1RK2R2/8 b - - 0 1[/FEN]
Beitrag von SiegerFCN
[SPOILER]Zur ersten Stellung schätze ich mal sollte dieser Zug gewinnen:1.Tb8+!? Tc8 2.Tb7! Tc3 (2. ...Ke8? 3.Th7! +- Td8+ 4.Ke6 +-) sollte wohl (falls die Stellung mal aufs Brett kommt) auch für Weiß gewonnen sein,ist natürlich viel schwerer als der simple Zug 1.Lc4!,der zu Matt führt: 1.Lc4! Kc8 (1. ...Ke8 2.Tb8#) 2.La6+ Kd8 3.Tb8+ Tc8 4.Txc8#Das zweite lass ich mal den anderen (falls die hier rein geguckt haben :P) und antworte sonst später.[/SPOILER]
Beitrag von zugzwang
@SiegerFCN:Richtig, was die "simple" Lösung angeht.Bei der "Quällösung" fällt mir aber als Verbesserung noch 2. ... Tc1 auf und jetzt kann man zeigen, daß man die schon von Philidor erarbeitete Gewinnführung komplett drauf hat.:troet:[SPOILER]Die Turmstellungen von Weiß auf der 4. und von Schwarz auf der 3. Reihe haben ihre besondere Bedeutung für dieses Endspiel. Weiß hat sich optimal aufgestellt und gleichzeitig die Position des schwarzenTurms verschlechtert, so daß der Läufer wirksam eingreifen kann.[/SPOILER].
Beitrag von Endspielprofi
[QUOTE=zugzwang;18432]Noch nicht ganz, dragon.Es gibt da eine Störung von Schwarz, die Dich wohl zu einem neuen Anlauf zwingt.Was ziehst Du mit Schwarz auf 1. Lc6, um nicht gleich aufgeben zu müssen?1. Lc6 vergibt allerdings nicht den Gewinn, nur kommt man so ohne Mithilfe des Gegners noch nicht zum Erfolg.Kleine Zugabe: Schwarz am Zug ersparte sich mit feiner Idee eine Menge Endspielarbeit![FEN=zz13]8/5k2/1p2p3/p2pPP2/p1b5/1n5r/1RK2R2/8 b - - 0 1[/FEN][/QUOTE][SPOILER]Ld3 Kd1 Th1 Tf1 Txf1# Ld3 Kc3 d4#[/SPOILER]
Beitrag von zugzwang
Entschuldige Endspielprofi, aber ich habe den Reiz der Aufgabe mit einem fehlerhaften schwarzen Bauern auf a4 verdorben. Richtig ist weißer Bauer auf a4 und erst dann hat die Aufgabe Stil.Gespielt bei den Jugend-WM (w) 2000 zwischen Dvorakova-Horn.
Beitrag von Endspielprofi
[QUOTE=zugzwang;18443]Entschuldige Endspielprofi, aber ich habe den Reiz der Aufgabe mit einem fehlerhaften schwarzen Bauern auf a4 verdorben. Richtig ist weißer Bauer auf a4 und erst dann hat die Aufgabe Stil.Gespielt bei den Jugend-WM (w) 2000 zwischen Dvorakova-Horn.[/QUOTE][SPOILER]Ld3 Kxb3 Lb1 Tf3 Txf3.[/SPOILER]
Beitrag von zugzwang
Dvorakova-Horn richtig gelöst von Endspielprofi.Auch wenn noch einige Aufgaben offen sind, weiter im Text:[FEN=zz15]8/kp6/4R3/1P2K3/8/3pp3/8/8 w - - 0 1[/FEN]Eine sehr schöne Endspieltaktik veröffentlicht von Kurt Richter mit Weiß am Zug.Wer sich an dieser Aufgabe etwas schwer tut,der versuche sich zuerst an diesem Turmendspiel, bei dem Joe Gallagher mit Schwarz gerade unvorsichtig Ta5 spielte.Weiß gewann jetzt mit einer Idee, die auch im 1. Beispiel zum Erfolg führt.[FEN=zz16]5K2/6pk/4R3/r5PP/8/8/8/8 w - - 0 1[/FEN]
Beitrag von Kiffing
[SPOILER]Sehr schöne Aufgaben, die auch ästhetische Ansprüche erfüllen. Aufgabe 1 ist dabei eine schöne Kombination aus Hinlenkung und Reti-Manöver:1. Kd6 d2/e2 2. Kc7 d1D/e1D 3. Ta6+ bxa6 4. b6+ Ka8 5. b7+ Ka7 6. b8D+ Ka6 7. Db7#Demzufolge ist die 2. Aufgabe:1. Th6+ gxh6 2. g6+ Kh8 3. g7+ Kh7 4. g8D# [/SPOILER]
Beitrag von zugzwang
:app2::top:Hey und sogar die Stappen von schwierig zu weniger schwierig durchlaufen!Das Motiv gehört definitiv in die Werkzeugkiste für die Endspielarbeit.Hier zur Abrundung eine kleine Abwandlung:[FEN=zz17]8/5Kpk/1R6/r5P1/8/8/8/8 w - - 0 1[/FEN]Weiß am Zug "löst" wie gehabt.Nachtrag: Das Turmendspiel entstammt Manik-Gallagher Pula 2003, wo Gallagher im Endpiel seine Mehrfigur einstellte und dann (vermutlich gefrustet) auch noch das Turmendspiel abgab.
Beitrag von Kiffing
[QUOTE=zugzwang;18462]:app2::top:Hey und sogar die Stappen von schwierig zu weniger schwierig durchlaufen![/QUOTE]Danke, aber ich habe schon mit der Leichteren angefangen. :D
Beitrag von zugzwang
So soll es stappenmäßig auch sein. Und plötzlich ist manches gar nicht mehr so schwierig.Ohne Stappenhilfe jetzt mal dieses Doppelturmendspiel mit Weiß am Zug:[FEN=zz19]6k1/R5p1/4p1r1/5p1p/P5P1/3R1P1K/1r5P/8 w - - 0 1[/FEN]Wer ordnet die Gedanken in dieser auch im Endspiel angespannten Lage richtig?
Beitrag von Endspielprofi
[QUOTE=zugzwang;18459]Dvorakova-Horn richtig gelöst von Endspielprofi.Auch wenn noch einige Aufgaben offen sind, weiter im Text:[FEN=zz15]8/kp6/4R3/1P2K3/8/3pp3/8/8 w - - 0 1[/FEN]Eine sehr schöne Endspieltaktik veröffentlicht von Kurt Richter mit Weiß am Zug.Wer sich an dieser Aufgabe etwas schwer tut,der versuche sich zuerst an diesem Turmendspiel, bei dem Joe Gallagher mit Schwarz gerade unvorsichtig Ta5 spielte.Weiß gewann jetzt mit einer Idee, die auch im 1. Beispiel zum Erfolg führt.[FEN=zz16]5K2/6pk/4R3/r5PP/8/8/8/8 w - - 0 1[/FEN][/QUOTE][SPOILER]Th6 gxh6 g6 Kh8 g7 Kh7 g8D#Und bei der oberen Aufgabe Kd6 schwarz muss Kb6 spielen, sonst kommt Kc7 Ta6 bxa6 b6 Ka8 b7 Ka7 b8D#Txe3 und dann entweder d2 Td3 oder Kxb5 Kd5 Kb4 Kd4[/SPOILER]
Beitrag von zugzwang
:grübel:Wie läßt Weiß eigentlich in dieser Stellung seinen Materailvorteil wirken?[FEN=zz20]8/8/8/8/5K2/5N1p/6kP/8 w - - 0 1[/FEN]:denknach: Patt ist nicht Matt!Anwendung der Technik/Taktik in einer praktischen Partie:[FEN=zz21]8/8/8/8/2N2p2/3K1k1p/7P/8 w - - 0 1[/FEN]Weiß am Zug - raucht der Kopf, oder geht es locker-flockig. (bei mir heute nicht...!)Wer es nicht findet:donk:, aber neugierig ist, der behilft sich mit shredderchess.com Rubrik Endspieldatenbank ... :zerknirscht: .... :v:
Schwarz am Zug kann sich hier noch überraschend retten. Bitte bei der Lösung mehr als einen Zug angeben:[FEN=5]7k/6R1/7P/5KP1/5P1r/8/8/8 b - - 0 62[/FEN]
Super gelöst, ein klassischer Patttrick im Endspiel! :app2:
Beitrag von zugzwang
Endspieltheorie ist nicht nur trockenes Wissen und anschließendes Auswendiglernen von Muster und Verfahren. Das Verständnis von Wirkungen der Züge und kleine Unterschiede in der Stellung ist eine strategische Schulung für alle Partiephasen.Der das Endspiel "studierende" Betrachter wird ab und zu mit taktischen Kunstgriffen in der Menge belohnt, die überraschend und zugleich schön sind.Die Nacharbeitung "einfacher", gleichfarbiger Läuferendspiele führte mich zu folgenden Stellungen von Centurini, der große Verdienste bei der Erforschung dieses Endspieltyps hat.In beiden Stellungen ist Weiß am Zug. Einmal gewinnt er, und einmal schafft er es nicht, stellt aber unerwartete Probleme für die Verteidigung.Der kleine Unterschied in der Läuferpostierung wirkt sich aus. Stellung 1[FEN=zzb1]2k5/8/2K1P3/b7/8/6B1/8/8 w - - 0 1[/FEN]Stellung 2[FEN=zzb2]2k5/8/2K1P3/b7/8/8/7B/8 w - - 0 1[/FEN]
Beitrag von Dragon
[SPOILER]Stellung 1 e7 Ld7 e8L (La5 Ld7+ Kd8 Lh4#) Lg5 Lc7 Ld8 Ld7#In Stellung 2 geht La5 deshalb geht Lc7 mit matt nicht[/SPOILER]
Beitrag von zugzwang
Prima Dragon, nur ein kleiner Schreibfehler in Deiner Lösung, aber jeder weiß, welcher 1. Zug von Schwarz gemeint ist.[SPOILER]Einer der seltenen Fälle, wo die Umwandlung in einen Läufer der stärkste Zug ist und hier sogar endspieltheoretische Bedeutung erlangt.Dieses Motiv wurde natürlich in einigen Studien als "Schlußschmankerl" verarbeitet. Ich muß mal danach suchen[/SPOILER].In der 2. Stellung geht diese Idee nicht, wie Du zutreffend erklärt hast.Welche ähnliche Idee kann Weiß aber versuchen und Schwarz noch auf die Probe stellen. Die Verteidigung dagegen erfordert mehr Genauigkeit, als man denkt.
Beitrag von Dragon
In dieser Stellung hat Weiß noch materiellen Vorteil, die Frage ist nun kann Weiß den noch ausnutzen, muss er remis versuchen zu halten oder kann er überhaupt noch etwas holen gegen den schwarzen? [FEN=1k6/R7/K7/8/8/8/2p5/8 w - - 2 1 ]1k6/R7/K7/8/8/8/2p5/8 w - - 2 1 [/FEN]
Beitrag von zugzwang
[SPOILER]Der recht hilflose Turm gibt zuerst ein (Rache)schach mit 1.Tb7+ Kc8 (1... Ka8, 2. Ta7+ bringt Schwarz nicht weiter), 2. Tb5 c1D, 3. Tc5+ Dxc5 patt.Bitte auf 2. ...c1T nicht automatisch mit 3. Tc5+ forsetzen!:danke:[/SPOILER]
Beitrag von Dragon
Super, richtig gelöst, allerdings ist auf [SPOILER]1.Ka8, ist Ta7 nicht so gut, Tc7! ist hier wohl der bessere Zug[/SPOILER]
Beitrag von Dragon
Hier kommt schon die nächste Aufgabe, hier kann weiß mit einen Trick es noch schaffen sich in dieser Auswegslosenstellung zu retten.[FEN=7K/8/k1P5/7p/8/8/8/8 w - - 0 1 ]7K/8/k1P5/7p/8/8/8/8 w - - 0 1 ][/FEN]
Beitrag von zugzwang
[QUOTE=Dragon;19703]Super, richtig gelöst, allerdings ist auf 1.Ka8, ist Ta7 nicht so gut, Tc7! ist hier wohl der bessere Zug[/QUOTE]Wesentlich besser, ist ja mehr als gruselig, was ich da zur Geisterstunde angegeben habe!:nervous::angryfire::nichtwahr:
Beitrag von Kiffing
Dein Beispiel nennt man einen "Prototypen" einer speziellen Gewinnidee. Ich hätte da einen ähnlichen Prototypen anzubieten:[FEN=1]8/5ppp/8/5PPP/8/k7/8/K7 w - - 0 2[/FEN]Wer will, kann die beiden Prototypen ja lösen, ich fürchte aber, daß sie hier jeder kennt. ;)Hier mal eine andere Aufgabe: Schwarz gewinnt. [FEN=2]8/8/1p1k4/5ppp/PPK1p3/6P1/5PP1/8 b - - 0 1[/FEN]
Beitrag von zugzwang
Zu Kiffings Aufgabe ein Hinweis auf das Burgarchiv zum Aufgaben-Thema:[url]http://www.schachburg.de/threads/875-Svacina-M%C3%BCller-Wien-1941[/url]
Beitrag von zugzwang
Tagesaktuelle Endspieltaktik aus der heutigen Spitzenpaarung:[FEN=zz45.1]8/7p/3N4/p1P1npk1/8/4N1PK/4b2P/8 b - - 0 1[/FEN]In einer sizilianischen Kampfpartie ergab sich folgende diese Endspielkonstellation.Schwarz am Zug zeigte einmal mehr, daß Endspiel mehr zu bieten hat als Bauernwettrennen. Eine kleine Tücke verhalf Gelfy gegen Naka zu einer rasch gewinnenden Abwicklung.:v:
Beitrag von Kiffing
Weiß am Zug macht in diesem Endspiel mit einem taktischen Verfahren alles klar. Könnt ihr den direkten Gewinnweg von Weiß finden?[FEN=13]2n1b3/5k2/1p4pK/2pN4/5PP1/1P2B3/P7/8 w - - 0 1[/FEN]
Beitrag von zugzwang
Die Idee [SPOILER]1. f5 gxf5, 2. g5 sieht unangenehm aus. Weiß droht Kh7 nebst g5-g6-g7-g8 und die schwarzen Figuren sind etwas verknotet. Auf 2. ... Kg8 kann 3. g6 Idee g7 nebst Sf6 und g7-g8 folgen. 2.... Ke6, 3. Sf4+ Ke5, 4. g6 Se7, 5. g7 Lf7 und hier blicke ich mit weiß nicht richtig durch. Also mal das Hilfsmanöver 2. ... Ke6 3.Sc7+ Ke7, 4. Sxe8 Kxe8, 5. g6 Se7, 6. Kh7 anrechnen. Schaut brauchbar aus. Der Tausch S gegen L geht auch auf 2. ... Kg8 mittels 3. Sf6+ [/SPOILER]Um diese Varianten dreht es sich bei mir. Angesichts der notorischen Zeitknappheit in den Endspielphasen wünschte ich mir mwehr Zeit zur Berechnung in der Praxis zu haben (oder besser trainiert zu sein). Nach Gefühl ohne Berechnung würde ich den gespoilerten Zug spielen. Wenn Remis mit gewissen Aussichten auf mehr abzusichern wäre, käme 1. Sxb6 nebst 2. Lxc5 in Betracht, weil der letzte sBauer auch bald abgetauscht ist. Schwarz dürfte aber Möglichkeiten zu Rückopfern erhalten und ggf. Ungleichfarbige behalten.
Beitrag von Kiffing
Gratulation: das ist die Lösung. Zur Erklärung:[SPOILER]Genau dieser angetäuschte Abtausch, dem Schwarz nicht ausweichen kann, führt zwangsläufig zum Sieg, weil die schwarzen Figuren so unglücklich postiert sind. Bspw. ist der Sc8 streng an den Bb6 gebunden, der auf gar keinen Fall fallen darf, denn dann fällt auch der Bc5. Hinzu ist das Umwandlungsfeld g8 ein vermintes Feld für den schwarzen König, weil dann die Springergabel auf f6 entscheidet. Mit anderen Worten: Nach 1. f5! gxf5 2. g5 läuft der weiße Bauer einfach durch, bis der Le8 ein Selbstmordattentat an ihm verübt. Und dann hat Weiß materiell natürlich gewonnen.[/SPOILER]
Beitrag von Kiffing
Aus der Partie Rubinstein vs. Lasker, Moskau 1925. Wie gewinnt hier Schwarz? Bitte bei der Lösung auch einige wichtige Nebenvarianten angeben. Ja, die Einsortierung in den Bereich: "Endspieltaktik" ist korrekt. :)[FEN=3]6k1/4bpp1/1nq1p2p/pp1b4/3P4/PPQ2BPP/1B1N1PK1/8 b - - 0 31[/FEN]
Beitrag von karpov84
Kannste mal bitte auflösen? Ich versteh die Taktik nicht...:(LG Bobby
Beitrag von Kiffing
Tip: [SPOILER]es ist eine forcierte Abwicklung in ein gewonnenes Endspiel. Bitte Abwicklung plus darauffolgenden Schlüsselzug finden :)[/SPOILER]
Beitrag von zugzwang
Ich habe nunmehr mehrmals und auch länger draufgeschaut und ein paar Varianten angerechnet. Schwacher Lb2 und a3, schwacher a5.Versuch:[SPOILER]1. ... Lxf3A. 2. Dxf3 Sd5 nimmt c3 unter Kontrolle und droht Dc2, sofortiges 2. ... Dc2 kann mit 3. Dc3 wohl noch abgefedert werden: 3. ... Dxc3, 4. Lxc3 Lxa3, 5. Lxa5 sieht haltbar aus. Nach 2. ... Sd5 ist die wD wegen der Diagonalwirkung der Dc6 Richtung Kg2 nach Abzug des Sd5 nicht frei in ihrer Bewegung. Das Eindringen mit Dc2 könnte entscheiden - Läuferverlust.B. 2. Sxf3 Dxc3, 3. Lxc3 a4 (Festlegung der a3-Schwäche und Auflösung der a5-Schwäche, 4. bxa4 (4. b4 Sc4 und zuerst der Ba3 und wohl auch der Bb4 gehen verloren) bxa4, 5. Lb4 (5. Lb2 Sc4 und der a3 geht verloren - das sieht gut aus) Lxb4, 6. axb4 a3, 7. Se1 a2, 8. Sc2 - das sieht verdächtig für Weiß aus, Randbauern sind Feinde des Springers, aber jetzt muß Verstärkung her, weil der Schwarze Springer den wS nicht allein vertreiben. Beidersetiger Königsmarsch ...?!!Gibt es eine schwarze Verstärkung zwischendurch? Kann S den Weg Sf3-e1-c2 verhindern? Nicht gleich a3 spielen, sondern erst 6. ... Sd5 mit Angriff auf den b4, 7. b5 a3, 8. Se1 Sb4, 9. b6 a2, 10. b7 (wAblenkungsmotive Sc2 kosten nur eine Figur) Sc6, 11. Sc2 - bisher alles Rechenarbeit, wieder Königsmärsche Richtung b7/a2, Lasker war Spieler und Mathematiker, Mathematiker sind zwar keine "Rechenknechte", aber rechnen können sie besser als ich - muß zu anderer Uhrzeit mal länger rechnen bzw. nach einer versteckten Idee fahnden - so long!.... [/SPOILER]
Beitrag von Kiffing
@zugzwang: Deine Ausführungen sind tadellos. [SPOILER]Nach der von Dir gefundenen Variante 1. ...Lxf3 2. Sxf3 Dxc3 3. Lxc3 a4! 4. bxa4 bxa4 5. Lb4 (in der Partie folge 5. Kf1, was aber noch schwächer ist) Lxb4 6. axb4 a3 7. Se1 a2 8. Sc2 entsteht eine theoretische Gewinnstellung für Schwarz und es entscheidet der von Dir auch genannte Königsmarsch. Schwarz gewinnt, weil der Sc2 gebunden ist und die schwachen weißen Bauern am Damenflügel leichte Beute für ihn sind. Es kann auf mehrere Schwächen spielen. Das von Dir genannte 6. ...Sd5 ist kongenial, nicht mehr und nicht weniger. Damit ist es keine Verstärkung. Die von Dir genannte Variante gewinnt auch so[/SPOILER]Hier ist der Spielfilm der wegen der famosen Endspielbehandlung Laskers berühmten Partie:[Event "Moscow"][Site "Moscow URS"][Date "1925.11.16"][EventDate "1925.11.10"][Round "6"][Result "0-1"][White "Akiba Rubinstein"][Black "Emanuel Lasker"][ECO "D47"][WhiteElo "?"][BlackElo "?"][PlyCount "114"]1. d4 d5 2. c4 c6 3. e3 Nf6 4. Nc3 e6 5. Nf3 Nbd7 6. Bd3 dxc47. Bxc4 b5 8. Be2 a6 9. O-O Bb7 10. b3 Be7 11. Bb2 O-O 12. Ne5c5 13. Bf3 Qc7 14. Nxd7 Nxd7 15. Ne4 Rad8 16. Rc1 Qb8 17. Qe2cxd4 18. exd4 Rc8 19. g3 Qa8 20. Kg2 Rfd8 21. Rxc8 Rxc822. Rc1 Rxc1 23. Bxc1 h6 24. Bb2 Nb6 25. h3 Qc8 26. Qd3 Nd527. a3 Nb6 28. Kh2 Bd5 29. Kg2 Qc6 30. Nd2 a5 31. Qc3 Bxf3+32. Nxf3 Qxc3 33. Bxc3 a4 34. bxa4 bxa4 35. Kf1 Bxa3 36. Ke2Kf8 37. Kd3 Nd5 38. Be1 Bd6 39. Kc4 Ke7 40. Ne5 Bxe5 41. dxe5Kd7 42. Bd2 h5 43. Bc1 Kc6 44. Ba3 Nb6+ 45. Kd4 Kb5 46. Bf8Nc4 47. Kc3 g6 48. f4 Ne3 49. Kd3 Nd5 50. Ba3 h4 51. gxh4Nxf4+ 52. Ke4 Nh5 53. Kf3 Kc4 54. Bb2 Kb3 55. Ba1 a3 56. Kg4Kc2 57. Kg5 Kd3 0-1
Beitrag von zugzwang
[QUOTE=Kiffing;20756]@zugzwang: Deine Ausführungen sind tadellos. [/QUOTE]Danke, aber im Gegensatz zu Lasker habe ich nicht das Wissen um die Einschätzung der Endstellung, sondern nur eine Vermutung, die durch das Wissen um die Aufgabenstellung positiv beeinflußt ist.Zudem habe ich eine andere potentielle, wenn auch nicht ausreichende Springerverteidigungsroute nicht gesehen und angegeben. Es geht auch Sf3-d2-b3 anstat Sf3-e1-c2. So etwas kannschnell schiefgehen:nono:, wenn man es nicht im Blick hat!:zwinker:
Beitrag von Kiffing
Man sagt gemeinhin, daß das Endspiel am ehesten von den drei Partiephasen mit der Mathematik zu vergleichen ist. Denn hier sind die zu erlernenden Themen am konkretesten und können am einfachsten angewandt werden. Zudem geht es hier viel um konkretes Berechnen von Zügen, das Exaktheit verlangt.Eine sehr lehrreiche Endspielstellung ergab sich in der 9. Partie des WM-Qualifikationsviertelfinales 1971 zwischen Larsen und Uhlmann, den das Spitzenbrett der "übrigen Welt" im jüngst zurückliegenden Wettkampf gegen die UdSSR mit 5:5-3:5 für sich entscheiden konnte. Wie kommt der Däne hier zum Sieg? [FEN=12]8/8/p2n3p/P1B1k3/1P2p3/6K1/5P2/8 w - - 0 59[/FEN]
Beitrag von ToBeFree
[SPOILER]1.Lxd6+ Kxd6 2.Kf4...Nun hat Schwarz drei Möglichkeiten: Mit dem König den Bauern verteidigen...2.... Kd5 3.b5 (axb5 4.a6; wenn der schwarze König hinterherläuft, verliert er seinen eigenen Bauern bzw. f4 ist schneller) Kc5 4.Kxe4...mit dem König direkt in Richtung b4 laufen:2.... Kc6 3.Kxe4 Kb5 4. f4 (läuft einfach durch)...oder versuchen, den h-Bauern schneller durchzuziehen:2.... h5 3.Kxe4 h4 4.Kf3 h3 5.Kg3 Kc6/h2 (egal; weißer König schlägt den Bauern und ist schneller oder läuft mit dem a-Bauern durch)[/SPOILER]:)
Beitrag von Kiffing
Sehr richtig. Die "Werkzeuge" waren hier Abwicklung, Quadrat und Wanderndes Quadrat bei isolierten Freibauernpaaren, Durchbruch und natürlich Rechnen. :top:
Beitrag von Kiffing
Und weiter im Text. Wie gewinnt Schwarz hier?[FEN=17]5k2/6pp/8/5p2/8/2pn1P2/1pN1Kb1P/1R6 b - - 0 38[/FEN]
Beitrag von zugzwang
Zu #58:Wie Schwarz hier gewinnt, weiß ich nicht.Aber sowohl in Blitz- als auch Turnierpartie spielte ich hier schnell ohne weitere Berechnung[SPOILER]1. ... Se1 - arbeitet gegen den Blockeur und nach z. B. 2. Sb4 (2. Sxe1 Lxe1, 3. Kd3 Ld2 sieht traurig für W aus) dann 2. ... Lh4[/SPOILER]. Für meinen Geschmack steht W dann gebunden und S kann den K heranführen. Mehr rechnete ich in der Diagrammstellung jedenfalls nicht.
Beitrag von Kiffing
Sehr richtig. Das Motiv der zwei verbundenen Freibauern, die sich ab der drittletzten Reihe alleine gegen den Turm behaupten können. :app2:
Beitrag von Kiffing
Weiß am Zug:[FEN=31]1r4k1/1p3pbp/1P1P4/p1P2p2/4p3/8/1P2B1PP/3R3K w - - 0 33[/FEN]
Beitrag von zugzwang
Thema: "Jugendspieler" mit Talent eifert einem Feuerwerker nach.(Half das Wissen um den Vorgänger (die Vorgänger - es gibt sicher noch andere Beispiele, die Leute mit besserem Gedächtnis aufsagen können - gewisse Ähnlichkeit auch zu einer Kramnik-Barejew-Partie - @Kiffing siehe Grabinski/Wolokitin)Wer Analogien entdeckt, darf sie aufdecken oder auch spielen.
Beitrag von Kiffing
Als Klassiker zu diesem Thema hatte ich Topalov - Shirov, Linares 1998 vor meinem geistigen Auge.
Beitrag von hako
Rein aus Intuituon: [SPOILER]1.Ba6falls er den Läufer schlägt, können Turm und Läufer das Trio nicht aufhalten.Wenn Schwarz nicht schlägt, schlägt Weiß b7[/SPOILER]
Beitrag von Kiffing
Genau, die Macht der verbundenen Freibauern. Als hilfreiche Richtlinie gilt: zwei verbundene Freibauern können sich alleine gegen den Turm durchsetzen, sofern beide die 6. Reihe erreicht haben. :)
Beitrag von zugzwang
[QUOTE=Kiffing;23161]Als Klassiker zu diesem Thema hatte ich Topalov - Shirov, Linares 1998 vor meinem geistigen Auge.[/QUOTE]Hier hast Du es beschrieben:[Hier befand sich ein Link auf die Seite "https://www.schachburg.de/threads/1436-Endspielmagie-durch-ein-überraschendes-Figurenopfer". Der Link wurde vom Benutzer mit dem Titel "https://www.schachburg.de/threads/1436- ... gurenopfer" versehen. Aus urheberrechtlichen Gründen ist es möglicherweise erforderlich, diesen Hinweis beizubehalten, da manche Benutzer die Quelle ihrer Zitate von anderen Internetseiten so gekennzeichnet haben. Dieser Hinweis wurde automatisch an Stelle des früheren Links platziert. Falls der Link unangemessen oder ohnehin unerreichbar geworden ist, kann die im Impressum genannte Adresse mit einer Bitte um Entfernung kontaktiert werden.]
Beitrag von Kiffing
Schwarz am Zug:[FEN=17]8/4r1kp/1p4p1/2p2p2/8/PPRnP1K1/3NR1PP/3r4 b - - 0 0[/FEN]
Beitrag von Birliban
[SPOILER]Hier geht’s sehr forciert zu Werke, so daß man, bis auf Weiteres, nur “gerade aus“ rechnen muß: 1...Td2: 2.Td2: Te3:+ 3.Kh4 Kh6 Ein stiller Zug, der laut 4...g5 # droht. 4.g3 g5+ 5.Kh3 Sf4 #. Dieser Winkelzug ist in der Vorausberechnung nicht leicht zu finden. Bei Schwarz hängt nun alles, aber Weiß ist hin und her gefesselt und außerdem – schachmatt.Fazit: Ein scheinbar leichter Schlüsselzug 1...Td2: macht die Aufgabe dennoch schwer, solange man in der Vorausberechnung den stillen Zug 3...Kh6 nicht erspäht und den Winkelzug 5...Sf4# nicht findet.[/SPOILER]
Beitrag von Kiffing
Korrekt! :app2:
Beitrag von Kiffing
Mit welcher Kombination gewinnt Weiß, und wie lautet das Endspielmotiv?[FEN=14]8/8/R4p2/6p1/3b2P1/2pk1K2/P3r3/2R5 w - - 0 1[/FEN]
Beitrag von ruf012
[SPOILER]Brennpunkt Xe2 mit X0/KBrennpunkt Xc3 mit X0/KBrennpunkt Xd4 mit X0/Kzusammen Überlastung des schwarzen Königs LX0/K 1.Tc3 Lc32.Td6 Ld4 3.Td4 Kd44.Ke2 [HR][/HR]Bauernendspiel mit entferntem Freibauern a2 am Damenflügel, Freibauer.m mit Befragung der schwarzen Bauern am Königsflügel, T-K/BBn wiederum eine Überlastung des schwarzen Königs L/K4.. Ke45.a4 Kd4 6.Kf3 Ke5 7.a5 Kd58.a6 Kc6 9. Ke4 Kb610. Kf5[/SPOILER]
Beitrag von Kiffing
Gründlich die Aufgabe gelöst und alle Feinheiten herausgearbeitet. :app2: