Schachburg-Archiv: Benutzerthema „Analyse Brett - wie groß - was hat sich bewährt?“

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Beitrag von neverlast

Hallo,zum Nachspielen von Beispielen aus einem Buch, hätte ich gerne ein gutes, nicht allzu großes Schachbrett. Wenn ich mir Zagreb Figuren (gewichtet) kaufe, die ca. 8cm Königshöhe und 3,2 Bodendurchmesser haben.... wirkt es auf einem 40x40mm Feld nicht gar gedrängt? Was meint ihr?Meine Angst ist dass die Figuren zu wuchtig/überdimensioniert wirken... oder ich ein Brett habe das zu gross ist für Arme und Tisch...Mein Computer/tastatur soll ja auch noch am Tisch Platz haben. :(Analysiert ihr Spiele auf einem kleinen Magnetschach - oder bei euch im Schachsalon am grossen Mahagoni-Brett? :D ? Oder alles am Computer?

Beitrag von ToBeFree

Hallo :)Für die 1. Schachbundesliga gibt es genaue Vorschriften zum Brett und den Figuren.[Hier befand sich ein Link auf die Seite "https://www.schachbund.de/turnierordnung.html". Der Link wurde vom Benutzer mit dem Titel "https://www.schachbund.de/turnierordnung.html" versehen. Aus urheberrechtlichen Gründen ist es möglicherweise erforderlich, diesen Hinweis beizubehalten, da manche Benutzer die Quelle ihrer Zitate von anderen Internetseiten so gekennzeichnet haben. Dieser Hinweis wurde automatisch an Stelle des früheren Links platziert. Falls der Link unangemessen oder ohnehin unerreichbar geworden ist, kann die im Impressum genannte Adresse mit einer Bitte um Entfernung kontaktiert werden.]Turnierordnung des Deutschen Schachbundes, 1. Schachbundesliga, Stand 23.06.2018:[QUOTE]5.2 Spielmaterial5.2.3Die Spielbretter müssen aus Holz bestehen. Die Feldgröße soll 58 mm betragen. An den Außenrändern muss das Brett eine Bezeichnung der Reihen und Linien tragen. Die Farbe der Felder muss dunkelbraun oder schwarz bzw. beige oder weiß sein. Beim Einsatz von elektronischen Brettern sind Abweichungen zulässig. Die Figuren müssen Staunton-Form haben. Die Königshöhe soll 9,5 cm betragen.5.2.4Spiele und Figuren müssen eine blendfreie (matte) Oberfläche haben.[/QUOTE]Diese Vorschriften haben sich im Profi-Turnierbetrieb bewährt und werden meist auch in den unteren Ligen beachtet. Auch die Schachbretter und Schachfiguren in unserem kleinen Verein waren vom DSB als "turniergeeignet" zertifiziert und haben daher wahrscheinlich genau diese Anforderungen erfüllt. Ich habe es immer als sehr angenehm empfunden, damit zu spielen; Abweichungen von dieser Norm fallen einem Turnierspieler möglicherweise ziemlich schnell negativ auf. Gerade bei der Figurform ist eine klare Unterscheidbarkeit zwischen Läufer, Dame und König erforderlich, die nicht bei allen Designs gegeben ist. Billige (oder übermäßig verzierte) Schachbretter und Schachfiguren sehen als Dekorationsobjekt vielleicht ganz nett aus, sind aber zum Spielen und Analysieren eher unpraktisch.Du möchtest das Schachbrett am Computer-Schreibtisch aufbauen? Ui. Bei mir wäre das definitiv nicht möglich, und auch nicht von mir gewünscht. Da du Beispiele aus einem Buch nachspielst, würde ich zu einem separaten Tisch an einem bequemen Leseort raten. Ein Computer-Arbeitsplatz erscheint mir zum Lesen von Schachbüchern und Nachspielen von Partien ziemlich ungeeignet.

Beitrag von Babylonia

Sehr interessantes Thema, Neverlast!Wenn ich für mich selber eine Turnierpartie nachspiele oder mit einem Schachbuch übe, dann sitze ich im Café oder in der Mediothek wegen der dortigen großen Tische. Zu Hause habe ich nur einen relativ kleinen runden Tisch. Mit einem kleinen Magnetschach käme ich überhaupt nicht klar. Mein Schachspiel habe ich beim Kaufhof gekauft in der Spieleabteilung. Es misst 30 cm x 30 cm und der König hat eine Höhe von 6 cm. Die Figuren sind aus Holz und das Brett sieht aus wie bei normalen Brettspielen, man kann es in der Mitte klappen. Das Ganze ist vom Gewicht her sehr leicht. Babylonia

Beitrag von neverlast

Danke für eure Antworten....es hilft mir schon einiges weiter. Ich habe nicht vor in Turnieren zu spielen... auch wenn Wien viel Tradition im Schach hat. :)"Ein Computer-Arbeitsplatz erscheint mir zum Lesen von Schachbüchern und Nachspielen von Partien ziemlich ungeeignet. " Als Anfänger der grade mal 2 Züge vage vorrausdenken kann....frage ich mich oft warum gewisse ausgedachte Züge nicht gut, & nicht in der Fach-Lektüre behandelt werden, daher der Computer, um schnell zu verstehen warum meine Intuitionen allzuoft mit Nachteilen behaftet ist.

Beitrag von ToBeFree

Ah, der Computer wird für die Analyse genutzt. Okay, dann ist das etwas anderes. Ich habe nur selbst die Erfahrung gemacht, dass ich Lesen und Computertätigkeit gerne vollständig trenne: Ersteres auf einem bequemen Sofa, und letzteres am Schreibtisch. :)Der Hinweis auf Turniere war auch eigentlich eher so gedacht, dass die professionellen Turniervorgaben sich eben mit der Zeit so ergeben und als sinnvoll erwiesen haben -- ganz unabhängig vom eigentlichen Turnierbetrieb.