Schachburg-Archiv: Benutzerthema „Jugend-WM in Brasilien“

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Beitrag von Kiffing

Für ein Forum mit so vielen jungen Gesichtern dürfte die Jugend-Weltmeisterschaft in diesem Jahr gewiß interessant sein. Gespielt wird in Brasilien vom 17. bis zum 27. November. Auf welchen Jungstar freut ihr euch am meisten? Wem drückt ihr die Daumen? Und wie schätzt ihr die Chancen der deutschen Teilnehmer ein, die im Trainingslager von Bad Soden derzeit konzentriert auf die große Herausforderung vorbereitet werden?

Beitrag von Maschendrahtzaun

Brasilien?Geht es um Fußball? :froh:Ganz ehrlich, wenn man sich die Deutschen Teilnehmer anschaut, sieht es nicht so rosig aus.Woran liegt das eigentlich?An der fehlenden Förderung kann es eigentlich kaum liegen, schließlich ist das Vereinsschach in Deutschland recht stark, soweit ich das beurteilen kann.Vielleicht an der gesellschaftlichen Stellung des Schachs, die in anderen Ländern deutlich positiver ist?

Beitrag von Kiffing

Kinder, die von klein auf fürs Schach gedrillt werden und nichts anderes mehr machen dürfen, sind bei uns eben höchst selten anzutreffen - zum Glück! Allerdings zeigt ein Magnus Carlsen, daß es auch alleine mit intrinsischer Motivation geht. Vielleicht ist vieles auch Zufall, wo und wann gerade ein neuer Weltstar geboren wird. Strukturen, die ihm anzubieten sind und wo er sein Talent entfalten kann, hat er in Deutschland ja. Wobei natürlich stetige Verbesserung der Strukturen weiter sinnvoll ist. Kasparov und Karpov wollen ja demnächst ein Trainingszentrum in Berlin errichten, das auch expandieren soll. Das wäre ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung: [url]http://www.berlinerschachverband.de/jugend/2011/06/Schachprojekt-von-Karpow-und-Kasparow-in-Berlin/[/url]

Beitrag von Maschendrahtzaun

Vielleicht ist es auch so, dass Talente, die es bei uns zweifelsfrei auch gibt, mit Beginn ihrer Pubertät durch gesellschaftliche, besonders in der Schule stattfindende, Normierungen von ihrem Hobby zumindest teilweise abgebracht werden, sodass sie sich ihm nicht mehr mit vollem Einsatz widmen und den Anschluss an die Spitze ihres jeweiligen Jahrgangs verpassen.Gedrillte Kinder will sicher niemand, aber dennoch kann man sich fragen, wie es kommt, dass Deutschland praktisch noch nie wirkliche Spitzenspieler hervorgebracht hat.Schließlich sind auch die momentanen Nationalspieler vor allem aus dem Osten zugewanderte Schachfreunde, die nicht in den Genuss der deutschen Jugendförderung kamen.Möglicherweise nicht ganz zu ihrem Unglück, wie zumindest die erzielten Ergebnisse vermuten lassen...:denknach:

Beitrag von tandem

Wenn ich ehrlich bin interessiert mich die Jugend-WM nicht wirklich. Aber ich stimme zu das Deutschland nicht die Talente hat, um bei der WM oben mitzuspielen.