Schachburg-Archiv: Benutzerthema „Wie seid ihr zum Schach gekommen?“

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Beitrag von Kiffing

Schach ist in Deutschland ja Randsportart, so daß eine Vereinszugehörigkeit keine Selbstverständlichkeit ist. Wie habt ihr es also dennoch zum Schachverein gebracht? Ich selbst bin mit acht Jahren in einen Schachverein eingetreten. Ich hatte davor Schach einfach nur als Spiel gesehen und war ganz überrascht, daß es für dieses Spiel Sportvereine gibt. Meine Mutter hat mich dann darauf aufmerksam gemacht, daß in derselben Straße, wo ich damals wohnte, ein Schachverein stand. Also bin ich da hingegangen. :D

Beitrag von Dragon

Bei mir hat es in der schule begonnen 2 Klasse da bot die Schule eine Schach AG an und ich wollte mal wissen wie Schach denn überhaupt geht. Nach der 2 Klasse gab es diese AG nicht mehr und erst in der 5 Klasse gab es an der schule wieder eine Schach AG. Jemand aus meiner Klasse bekam mit das ich dort drin bin (Schachbrille97) und fragte mich ob ich mal in sein verein kommen möchte tja so schnell geht es dann.

Beitrag von ToBeFree

SeeFree hat von seiner Schule Werbung für unseren Schachverein erhalten und sie achtlos weggeworfen. Ich habe den Werbezettel dann zufällig entdeckt, habe mir den Verein angesehen und bin beigetreten. Irgendwann folgte dann sogar SeeFree. :D

Beitrag von hako

Hab meinen Verein über die Wuppertaler Feriensportkurse kennen gelernt. :)

Beitrag von ToBeFree

[QUOTE=hako;16366]Hab meinen Verein über die Wuppertaler Feriensportkurse kennen gelernt. :)[/QUOTE]So habe ich die ESG kennengelernt und bin nicht beigetreten. :D

Beitrag von hako

Mir hat es da, wie man sieht ganz gut gefallen :lol: :lol:

Beitrag von whiteshark

So in etwa: [defekter Bildlink entfernt] :lach:

Beitrag von SeeFree

[QUOTE=ToBeFree;16354]SeeFree hat von seiner Schule Werbung für unseren Schachverein erhalten und sie achtlos weggeworfen. Ich habe den Werbezettel dann zufällig entdeckt, habe mir den Verein angesehen und bin beigetreten. Irgendwann folgte dann sogar SeeFree. :D[/QUOTE]Genau, so kam ich dann später auch dazu ;)

Beitrag von cherry

Bei uns gab es in der Schule einen Projekt-Tag, wo man alle möglichen Aktivitäten als Tagesprojekt wählen konnte. Ich habe mich damals für Schach entschieden.

Beitrag von koepper

Ich habs als Kind gelerrnt, aber erst mit 14-15 Jahren mit einem Schulfreund gespielt. Der hatte sogar schon ein Schachbuch. Dann hat dieser Freund mich mit in unsere Dorfkneipe geschleift, dort wurde Schachclub gegründet. Zu diesem Anlass hat der langjährige Stadtmeister der Nachbarstadt Simultan gespielt. Mich hat das nicht groß interessiert, aber wegen meines Kumpels habe ich mitgespielt und den Meister tatsächlich geschlagen (ich glaube er ist in eine Gabel gelaufen - ist schon über 40 Jahre her). sofort hat der Verein der Nachbarstadt um mich geworben, dabei hatte ich nur Glück in dieser Partie. Aber das Feuer war entfacht. Hätte ich die Partie verloren, so wie die meisten anderen damals, wäre ich vielleicht nie beim Schach hängengeblieben.

Beitrag von Kiffing

[QUOTE=koepper;18713][...]ist schon über 40 Jahre her)[/QUOTE]Hehe, ja, ich erinnere mich. Man sagt ja, daß Schach damals überwiegend, und auch in Mannschaftskämpfen, in Kneipen gespielt wurde, wo man dann natürlich Bier trank und dabei rauchte, am Brett wohlbemerkt. Heute hat sich das alles natürlich professionalisiert, und Kneipen wären für die meisten Vereine ohnehin nicht mehr machbar, weil die meisten Vereine ja auch Jugendliche anziehen möchten, die in einem bisher nie gekannten Maße in die Vereine strömen. Das alte Vorurteil, Schach sei nur was für "alte Männer", rührt ja noch aus dieser Zeit. Ansonsten empfinden es auch die meisten Schachspieler so, daß von dem Schachspiele eine gewisse Magie ausgeht. Wer einmal aktiv Schach gespielt hat, der mag zwar irgendwann für eine Zeitlang aufhören. Aber irgendwann kommt er immer in Caissas Schoß zurück. ;)

Beitrag von zugzwang

Die Erinnerungen sind unscharf.Ein Schulkamerad und wir haben wohl so etwas wie a2-a4, h2-h4, Ta1-a3 usw. gespielt.Vermutlich waren wir glücklich unsere Figuren überhaupt zum Laufen zu bekommen.Mein Vater hatte ein kleines Schachspiel und ein Schachlehrbüchlein, gespielt hat er aber nicht, wußte aber wohl die wichtigsten Regeln.In einem Urlaub wurde ich von einem anderen Kind dauernd mit Schäfermatt usw. besiegt. Das wird vllt. verursacht haben, mal das Buch zu lesen.Das Interesse war geweckt. Etwas Schach in Schule (Schulturnier) und Kirchengemeinde. Schach der Großmeister im Fernsehen. WM 1978. Erste Schachcomputer ab 1979, 1980.Auslöser mich intensiver mit Schach zu befassen, war Doc Hübner 1980.Dann gab es Zeitungsberichte in der Lokalpresse über den Bundesligaaufstieg von Lasker-Steglitz. Das war nicht weit weg.Verräucherter Spielsaal im 1. Stock, viele ältere Leute, doch halt, auch einige in meinem Alter. Generell viel Betrieb an den Spielabenden, kein Vergleich mit heute.Der kleine Junge mit Nickelbrille, gegen den ich beim ersten Besuch spielen sollte, wurde ein paar Jahre später deutscher Jugendmeister, Bundesligaspieler, GM und Mannschaftsmeister in D und Schweiz.Er hat mich damals schon zusammengeschoben und steckte den Kopf wieder in den Informator, was mir erst später ein Begriff wurde.Sweschnikow-Variante war damals en vogue. Ich spielte 3. Lb5 Rossolimo, was ich aus einem Zeitungsausschnitt einer Barendregt-Partie kannte.Die Niederlagen fielen anscheinend nicht zu schlimm aus, jedenfalls begann damals das richtige und andauernde Schachfieber. In Berlin hatte Schach zu der Zeit eine erneute Blüte. Lasker, Kreuzberg, Zehlendorf schafften es in die 1. BL. Stars wie Spassky, Tal, Miles, Hort, Nunn, Chandler und später viele andere waren zu sehen zusammen mit der nationalen Spitze und Nachwuchstalenten wie Hertneck und Hickl."Berliner Sommer" noch mehr Schach - herrlich.

Beitrag von koepper

Eine große Rolle hat zu meiner Zeit zweifellos Bobby Fischer gespielt mit seinem Kampf gegen Spassky.

Beitrag von AIL

Ich habe zu Weihnachten 2012 mein erstes Smartphone bekommen. Ich dachte mir ich brauche ein gutes Spiel dafür, vielleicht ein Roguelike und so installierte ich "Legends of Yore". War dann bei meinem 3. Anlauf relativ weit und bin dann plötzlich an irgendwas gestorben, ohne zu wissen an was.War dann sauer und wollte das nicht mehr spielen und dachte vielleicht sowas wie Final-Fantasy. Das war mir aber zu teuer.Dann fiel mir ein: Es gibt ja noch Schach!Das stellte sich dann schnell als eines der besten Apps für das Smartphone heraus. Ich hab das ständig gespielt und wurde auch immer besser.Naja und nach einem Monat hab ich dann Mal geschaut, obs am Ort auch einen Schachverein gibt.Dort werde ich ab der nächsten Saison dann in der 4. Mannschaft spielen. ^^

Beitrag von ToBeFree

Irgendeine bestimmte Schach-App? :)Mir gefällt z.B. die Stockfish-App auch für Spiele zu zweit, wenn mal kein Schachbrett in der Nähe ist.^^

Beitrag von AIL

Naja, hatte damals einfach eine, die "Chess Live" hieß. Aber mittlerweile benutze ich fast nurnoch Droidfish.

Beitrag von Schlaffi

Mein Opa kam nach 8 Jahren Kriegsgefangenschaft aus Russland nach Hause, dort hat er Schachspielen gelernt. Ich habe ihn schon totkrank erlebt und habe zwischen meinen 6-8 Lebensjahr mit ihm gespielt, dann ist er gestorben.In der Pubertät war es noch mal kurzzeitig aktuell. Und vor 6 Jahren habe ich mässig aber regelmässig angefangen zu spielen, aber mit einer 2jährigen Pause dazwischen.