Jeder, der regelmäßig Turniere spielt oder mal gespielt hat, hat sicherlich schonmal diese Erfahrung gemacht. Beim Schach kann der Adrenalinspiegel steigen! Man kann es gerne versuchen zu leugnen. "Schach ist ja nur ein Denksport!" Aber dafür sehe ich zu viele nervöse Hemden beim Schach während der Partie :)Approps WÄHREND der Partie:Ich meine hier nicht die Anspannung vor einem Turnier oder die angeregten Kalkulationen zwischen den Runden nach dem Motto "Reicht das Remis, um den Ratingpreis noch zu kriegen?". Ich möchte auf das WÄHREND der Partie hinaus.Wann wird man nervös? Naja, zum einen wenn man schlechter steht. Gegen den IM kann man sich die Niederlage sicherlich verzeihen, aber beschimmt nicht gegen den Jungen mit 200 DWZ weniger. :niemals2: Man kann ebenso gut sehen, wie die Anspannung zunimmt, bei Spielern, die grade besser stehen. Jetzt gilt es "nur noch" zu gewinnen, aber die Angst doch den falschen Zug zu machen und wiedermal alles zu vergeigen steht dem ein oder anderen Schachspieler in so manchen Mannschaftkämpfen sichtlich ins Gesicht gemeißelt. :smile:Wie geht man jetzt damit um? Oder muss man damit umgehen oder gar gegensteuert? Manche Menschen arbeiten unter Druck am besten! Andere sind dann zu gar nichts mehr zu gebrauchen. Wieder andere sind sichtlich ruhig; man sieht es ihnen nicht an ob der Druck sie gerade im innerlichen Dauerschach hält oder er ihnen komplett egal ist. Ist ja nur ein Spiel, es muss SPASS machen. Vielleicht keine schlechte Einstellung, um die Nerven zu behalten. Oder eventuell doch? Nimmt man das Spiel um den Abstieg nicht ernst genug und strengt sich deshalb nicht genug an oder verliert man eben WEGEN des Druckes?Fragen über Fragen und das lustige ist es gibt keine Antwort darauf :sp_laugh: :troet:Gib mir die Anzahl der Menschentypen - die Schach spielen - auf diesem Planeten. Dann weißt du wie viele Konzepte du brauchtst, um alle Fragen zu beantworten. Pro Typ nämlich eins!Aber dennoch macht es Spaß sich darüber in Feierlaune den Kopf zu zerbrechen ;)
Beitrag von Kiffing
Druck an sich ist nichts Schlechtes, es kommt aber darauf an, den Druck entsprechend zu kanalisieren, d. h. in die richtigen Bahnen zu lenken, so daß sich der Druck produktiv nutzen läßt. Der vielbeschworene Flow wäre sicherlich das Maximalziel dieses mentalen Trainings im Schach. Immer mehr Schachtrainer bieten für die Profischachspieler, aber selbst für ambitionierte Amateure, deshalb Mentaltraining an. GM Stefan Kindermann propagiert z. B. das mentale Training und kennt sich dort sehr gut aus: [url]http://de.chessbase.com/post/gm-stefan-kindermann-autor-coach-schachlehrer[/url]
Beitrag von ToBeFree
Ich habe gemerkt, dass Kälte im Raum sowie die Aussicht auf einen Figurengewinn/-verlust meinen Kreislauf auf Hochtouren bringen; mir schlägt in besonders spannenden Situationen tatsächlich "das Herz bis zum Hals". ^^