Hier die Abschlusstabelle dieses Turniers:Spieler Spiele Punkte ELO1 Magnus Carlsen 9 7.5 28452 Fabiano Caruana 9 6 28193 Viswanathan Anand 9 4.5 27744 Maxime Vachier-Lagrave 9 5 27735 Lewon Aronjan 9 4.5 27636 Peter Svidler 9 4.5 27357 Arkadij Naiditsch 9 5 26958 Francisco Vallejo Pons 9 4 26939 Georg Meier 9 2 262810 Vincent Keymer 9 2 2516Gratulation dem souveränen Sieger Magnus Carlsen! Babylonia
Beitrag von Pantau
Vincent Keymer übrigens hat fast auf den Punkt mit der Turnierleistung seiner aktuellen Elo gespielt, also wird sich an dieser kaum etwas ändern.
Beitrag von Babylonia
[QUOTE=Pantau;29347]Vincent Keymer übrigens hat fast auf den Punkt mit der Turnierleistung seiner aktuellen Elo gespielt, also wird sich an dieser kaum etwas ändern.[/QUOTE]Das heißt, in diesem Turnier hat Vincent nicht die erhoffte 3. GM - Norm erspielt? Babylonia
Beitrag von Pantau
Wohl nicht, leider nein. Dafür wäre glaube ich eine Turnierleistung von 2600 erforderlich gewesen. Aber laut seines Trainers Péter Lékó vor dem Turnier wurde das auch nicht primär angestrebt. Es sei vielmehr eine langfristige Steigerung seiner Spielstärke geplant, und nicht möglichst schnell GM zu werden. Offenbar besteht zwischen beiden Anforderungen ein gewisser Zielkonflikt im Training, aber das kann ich leider nicht beurteilen.
Beitrag von Babylonia
Das finde ich völlig vernünftig, es eilt ja für Vincent Keymer nicht, GM zu werden.Babylonia
Beitrag von blunder1
Die Herangehensweise von Leko und Keymer ist interessant. Alexander Nikitin und der ganze junge Kasparow sind anders vorgegangen: Zuerst keine zu starken Turniere (nicht gleich gegen Karpow spielen), um Misserfolge wie zahlreiche Niederlagen zu vermeiden, doch schrittweise mit zunehmender Spielstärke Kasparows den Schwierigkeitsgrad steigern.Welche Vorgehensweise die bessere ist? Ich habe keine Ahnung.
Beitrag von Kiffing
Ich halte Keymers und Lekos Vorgehensweise für besser, denn fortan werden Keymer nun andere Gegner in der Regel leichter fallen, nachdem er sich mit den stärksten Spielern der Welt gemessen hat. Dass er auch gegen "schwächere" Gegner die volle Konzentration beibehält, halte ich für gegeben. Mit 14 Jahren sollte man noch keine Motivationsprobleme haben. Zudem dürfte er mit den Anforderungen gewachsen sein, da er nun die Raffinesse des Spiels besser versteht. Leko selbst spricht ja auch von einer riesen Erfahrung, die Keymer in Karlsruhe gesammelt hat. Dies zeigte sich schon während des Turniers, als Keymer nach vier Startniederlagen auf einmal begann, fast schon regelmäßig seine gute Spielanlage in zählbare Resultate umzuwandeln. Übrigens zeigt sich an Keymers guter Eröffnungsbehandlung die Handschrift seines Trainers, der fast immer auch in seinen Spielen gut aus den Startlöchern kommt.
Beitrag von blunder1
In ihrem Buch Von London bis Elista beschreiben GM Barejew und Lewitow u.a. Kramniks WM-Wettkampf gegen Peter Leko (Brissago 2004).Zu Leko: "Peter Leko begann seinen Weg im Schach mit dem Etikett "Wunderkind", was dem begabten und hart arbeitenden ungarischen Jungen die Türen zu starken Turnieren öffnete. Erfahrene Schachspieler teilten den Enthusiasmus der Organisatoren nicht und beeilten sich nicht damit, vor ihm am Brett zu katzbuckeln, das Erste was Leko also lernte, war, wie man um Ausgleich kämpft und eine schlechtere Stellung verteidigt. Er gewöhnte sich so sehr daran, sich zu verteidigen, dass er bald den etwas beleidigenden Spitznamen "der Ausgleicher" erhielt - [...]. (S. 195-196)Lekos beste Jahre waren 2002-05. Ich habe mich nie des Eindrucks erwehren können, dass er aufgrund seines zu sicherheitsbetonten Spiels sein Potential nicht ganz ausgeschöpft hat.