Hallo liebe Mitschachburger :DMich würde mal interessieren, wie euer Ansatz im Bezug auf das Eröffnungsrepertoire ist, spielt ihr zB "nur" jeweils eine Eröffnung vs 1.e4/1.d4 oder mehr? Spielt ihr mit Weiß ausschließlich 1.e4/1.d4 ... etc? Wenn ja/nein warum?Ich selbst spiele eigentlich ziemlich viel, mit Weiß wie mit Schwarz. Die Vorteile dieser Spielweise sind natürlich nicht von der Hand zu weisen: Erstens können sich so potentielle Gegner schlechter vorbereiten und zweitens lernt man so verschiedene Stellungstypen richtig zu spielen. Zwei Spitzenspieler die mir einfallen die dies so praktizieren sind Magnus Carlsen und Wasilli Iwantschuk.Ich denke auch, für ambitionierte Vereinsspieler ist es schädlich, immer nur den gleichen "Käse :D " zu spielen, wenn man sich wirklich verbessern will, muss man sehr viele verschiedene Stellungstypen gut spielen können.So das war mal meine Meinung zum Thema :DEdit: Wäre schön, wenn jemand eine Umfrage einfügen könnte :D
Beitrag von Kiffing
Also ich wäre hier wahrscheinlich das genaue Gegenteil, denn ich bleibe meinen Systemen treu, spiele etwa ausschließlich 1. e4 und habe auf zumindest jede Hauptvariante mein System. Natürlich hast Du Recht damit, daß die Vorteile nicht von der Hand zu weisen sind, „breit“ zu spielen. Allerdings hat meine Spielweise auch so ihre Vorteile. So kann ich mich auf das vergleichsweise Überschaubare konzentrieren, das ich spiele, kann mich also besser spezialisieren. Wichtig wäre mir also, das Wenige, das ich spielen möchte, gut zu beherrschen als viel zu können, das aber mangels Spezialisierung nicht wirklich gut. Außerdem kann so sichergestellt werden, daß so auch immer das drankommt, das ich gerne spiele. Wenn ich mehrere Spielmöglichkeiten auf einem Theoriezug hätte, dann würde darunter zwangsläufig auch das fallen, was vielleicht weit hinter meinem Favoriten liegen würde, vom Geschmacklichen her, vom Niveau her und von der Berücksichtigung meiner Gedächtnisleistung her (also die drei Kriterien nach Dworetzki, nach denen man sich ein Repertoire zusammenstellen sollte). So wie ich spiele, mag ich zwar berechenbar sein (was in meinem Amateurbereich eh noch nicht so wichtig ist) und auch nicht so ein breites Theorieverständnis haben. Aber ich weiß, daß ich das, was kommt, auch i. d. R. beherrsche und gerne spiele. Meine Denkweise ist jetzt sicherlich nicht allgemeingültig, sie stillt aber meine indiviuellen Bedürfnisse recht gut. PS.: Umfrage kommt! :)
Beitrag von MagnusFTW
[QUOTE=Kiffing;828]Also ich wäre hier wahrscheinlich das genaue Gegenteil, denn ich bleibe meinen Systemen treu, spiele etwa ausschließlich 1. e4 und habe auf zumindest jede Hauptvariante mein System. Natürlich hast Du Recht damit, daß die Vorteile nicht von der Hand zu weisen sind, „breit“ zu spielen. Allerdings hat meine Spielweise auch so ihre Vorteile. So kann ich mich auf das vergleichsweise Überschaubare konzentrieren, das ich spiele, kann mich also besser spezialisieren. Wichtig wäre mir also, das Wenige, das ich spielen möchte, gut zu beherrschen als viel zu können, das aber mangels Spezialisierung nicht wirklich gut. Außerdem kann so sichergestellt werden, daß so auch immer das drankommt, das ich gerne spiele. Wenn ich mehrere Spielmöglichkeiten auf einem Theoriezug hätte, dann würde darunter zwangsläufig auch das fallen, was vielleicht weit hinter meinem Favoriten liegen würde, vom Geschmacklichen her, vom Niveau her und von der Berücksichtigung meiner Gedächtnisleistung her (also die drei Kriterien nach Dworetzki, nach denen man sich ein Repertoire zusammenstellen sollte). So wie ich spiele, mag ich zwar berechenbar sein (was in meinem Amateurbereich eh noch nicht so wichtig ist) und auch nicht so ein breites Theorieverständnis haben. Aber ich weiß, daß ich das, was kommt, auch i. d. R. beherrsche und gerne spiele. Meine Denkweise ist jetzt sicherlich nicht allgemeingültig, sie stillt aber meine indiviuellen Bedürfnisse recht gut. PS.: Umfrage kommt! :)[/QUOTE]Das ist natürlich auch richtig, wie alles im Leben hat das hier auch zwei Seiten :DIch finde aber, dass wenn man sich wirklich verbessern will, über kurz oder lang kein Weg daran vorbei führt, mehrere Eröffnungen zu spielen/ gespielt zu haben.Mit der Zeit bekommt man so ein immer besseres (Positions-) Gefühl für Schach.Edit: Danke für die Umfrage :D
Beitrag von sorim
Angefangen habe ich auch wie Kiffing mit nur jeweils einem Zug für die entsprechende Variante. Aber dann passiert es, bei einem Turnier wurde meine Variante gleich mehrfach vom Gegner zerpflückt. Leider konnte ich mangels Zeit die Widerlegung nicht so schnell finden und jetzt mußte ich mit dieser Variante erneut antreten, mein Selbstbewußtsein war natürlcih im Keller und ich habe total verängstigt gespielt. Das Resultat kann sich jeder vorstellen.Mittlerweile habe ich für solche Fälle immer mindestens eine weitere Variante parat.