Schachburg-Archiv: Benutzerthema „Schachjahr für Blübaum und Wagner“

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Beitrag von Kiffing

Zwei der Prinzen im deutschen Nachwuchs, die beiden 17jährigen Schachhoffnungen Dennis Wagner und Matthias Blübaum, absolvieren seit dem 1. Juli nach bestandenem Abitur ihr vom DSB unterstütztes Schachjahr.Bevor beide später (vermutlich) ihr Studium aufnehmen, werden sie sich ein Jahr nur auf Schach konzentrieren, also fokussiert Schach lernen und dabei an vielen Turnieren mitwirken. Das Ziel der beiden Supertalente ist ehrgeizig. Blübaum (2519) und Wagner (2499) haben sich [URL="http://www.chess-international.de/Archive/27254#more-27254"]das Ziel gesetzt[/URL], während ihres Schachjahres die 2600er Elo-Schallmauer zu durchbrechen. Das wäre in der Tat ein riesen Schritt, denn mit Elo 2600 ist dann als 18jähriger im Schach noch alles möglich.Sportlicher Leiter dieses Schachjahres ist kein geringerer als der neue Bundestrainer Dorian Rogozenko, der sich beim DSB neben seiner Arbeit als Bundestrainer der Talentförderung widmet.Was meint ihr, werden die beiden Prinzen ihr Ziel, während des Schachjahres die 2600 zu erreichen, schaffen?

Beitrag von zugzwang

Für Dennis Wagner bedeutet das ca +20 gegen gleich starke Gegner.Das ist in einem Jahr recht sportlich.Beide stagnierten die letzte Zeit auf (national) hohem und (international) trotzdem wenig aufregendem Niveau.Das Schachjahr ist daher ein sehr interessantes Projekt, was herauszukitzeln ist, wenn die Konzentration ganz dem Schach gehört und tatsächlich intensiveres Training plus Betreuung durch den Schachbund angeboten wird.Bin gespannt und wünsche dem Projekt guten Erfolg.(Manchmal ist der Weg schon ein lohnendes Ziel!)

Beitrag von Kiffing

Nachdem das Schachjahr nun sein Ende gefunden hat, ist es Zeit zu bilanzieren. Was hat es gebracht? Um es vorwegzunehmen. Das Ziel, die Schallmauer von 2600 Punkten zu durchbrechen, gelang Matthias Blübaum, der noch vor einem Monat erstmalig auf 2600 Punkten stand. Blübaum verbesserte sich innerhalb des Schachjahres insgesamt von 2510 auf 2589, während Wagner von 2425 auf 2572 vorrückte. Vielleicht bringt nach all der Büffelei das Phänomen des freien Kopfes beiden ja erstmal einen weiteren Schub. War das Schachjahr für beide nun ein Erfolg, was meinen die anderen?Mehr zum Thema: [url]http://de.chessbase.com/post/ein-erfolgreiches-jahr-geht-zu-ende[/url]

Beitrag von Birliban

" Der DSB beglückwünscht beide Spieler zu ihrer Leistungsentwicklung und geht fest davon aus, dass mit ihrem Schachjahr nur eine Etappe auf dem weiteren Weg nach oben zu Ende geht. " - Das ist sehr optimistisch formuliert. Da beide Spieler ab September ein Studium aufnehmen, wird die nächste Etappe auf dem weiteren Weg nach oben ungleich schwerer. Es liegt in der Natur der Sache, daß ein Studium in der Regel die ganze Person in Anspruch nimmt. Die Prioritäten sind damit klar gesetzt: Erst das Studium, dann das Schach.Vorbilder dafür gibt es nicht nur mit Niclas Huschenbeth oder Georg Meier, die neben ihrem Studium versuchen ihr "Hobby" Schach weiter zu vervollkommnen. Beide sind starke Großmeister, Georg Meier spielt sogar in der Nationalmannschaft. Die absolute Weltspitze werden beide dennoch nie erklimmen. Auch Matthias Blühbaum und Dennis Wagner wird das nicht gelingen.