Hallo liebe Schachfreunde,ich bin neu hier und möchte direkt eine Frage loswerden. In der Englischen Eröffnung, mit der Carls-Bremen Variante, nach den Zügen 1.c4 e5 2.Sc3 Sf6 3.g3 d5 4.cxd5 Sxd5 5.Lg2 wird am häufigsten mit Sb6 beantwortet. Daher meine Frage: Was ist die Absicht hinter diesem Zug? Offensichtlich verliert er ein Tempo und macht die Diagonale für den weißen Läufer frei. Wie steht es dabei auch mit dem zweit häufigsten gespielten Zug Le6 oder wie der Computer empfehlen würde Sf6?Vielen Dank im Voraus für alle hilfreichen Beiträge
Beitrag von Zapp Brannigan
Naja, der springer hängt ja erst mal, da muss was gemacht werden. Sf6 macht nicht so viel sinn, weil schwarz später gerne f5 oder f6 spielen möchte. Sb6 verhindert ein weisses d4, was normalerweise zum plan gehört... Le6 ist taktisch möglich, aber wohl strategisch gefährlich wenn weiss im richtigen moment das zentrum mit d4 sprengt.Es gibt 3 verschiedene zugfolgen, g3 im englischen zu bekommen:A) 1.c4 e5 2.g3B) 1.c4 e5 2.Sc3 Sf6 3.g3 C) 1.c4 e5 2.Sc3 Sf6 3.Sf3 Sc6 4.g3Jede zugfolge hat ihre vor- und nachteile, (A) ermöglicht c6, (B) ermöglicht 3...Lb4 was hier stark ist weil c6 gespielt werden kann, (C) ermöglicht 4...d5 5. cxd5 Nxd5 6. Bg2 Bc5 , was in der letzten zeit sehr beliebt wurde. Die meisten repertoir-bücher empfehlen (A), das kann aber zu problemen führen falls man 1.c4 Sf6 2.Sc3 spielt, weil da 2...e5 zu (B) transponiert.