Schachburg-Archiv: Benutzerthema „Quo vadis, Chessmetrics?“

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Beitrag von blunder1

Historische Elozahlen sind bei Schachfans, die sich für Schachgeschichte interessieren, sehr beliebt und werden gerne zitiert.Dabei sind sie immer mit Vorsicht zu genießen: Allein schon die Tatsache, dass die heutigen Spitzenspieler objektiv betrachtet besser spielen (sie sind nicht talentierter, können aber bei ihrer Vorbereitung/ihrem Training auf viel mehr Kenntnisse und EDV zurückgreifen), macht solche Vergleiche schwierig.Einer der bekanntesten Statistiker, der historische Elozahlen ermittelt hat, ist Jeff Sonas mit seinem Projekt Chessmetrics.Seine historischen Elozahlen wirken auf mich nicht nur sehr hoch/inflationär, mir fällt immer mehr auf, wie fehlerhaft dieses Projekt ist.Hier erlaube ich mir zuerst ein Zitat aus meinem Thema [Hier befand sich ein Link auf die Seite "https://www.schachburg.de/threads/2579-War-Aljechin-ein-dominanter-Weltmeister". Der Link wurde vom Benutzer mit dem Titel "https://www.schachburg.de/threads/2579- ... eltmeister" versehen. Aus urheberrechtlichen Gründen ist es möglicherweise erforderlich, diesen Hinweis beizubehalten, da manche Benutzer die Quelle ihrer Zitate von anderen Internetseiten so gekennzeichnet haben. Dieser Hinweis wurde automatisch an Stelle des früheren Links platziert. Falls der Link unangemessen oder ohnehin unerreichbar geworden ist, kann die im Impressum genannte Adresse mit einer Bitte um Entfernung kontaktiert werden.] zu wiederholen:[QUOTE=blunder1;29472]Auf die 2860 von Jeff Sonas (Chessmetrics) will ich etwas näher eingehen.Jeff Sonas hat eine gewaltige Arbeit geleistet, die nicht ohne Meriten ist, aber auch eindeutige Schwächen aufweist. Die beiden Hauptpunkte sind meines Wissens: Eine derartig ermittelte Wertungszahl ist nur sehr beschränkt aussagekräftig. Aljechin hat seine Karriere über viel gespielt und „profitiert“ von den Unzulänglichkeiten von Chessmetrics.Wie schon in #13 erwähnt, hat Arpad Elo selber eine historische Zahl von 2690 für Aljechin ermittelt.[/QUOTE]Doch die Mängel von Chessmetrics reichen weiter: Bei allem Respekt vor ihrer bienenfleißigen Arbeit, Herr Sonas, das Ergebnis ist nur sehr, sehr bedingt aussagekräftig.