Schachburg-Archiv: Benutzerthema „Online-Partien SchwarzerSpringer“

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Beitrag von SchwarzerRitter

Guten Abend,das ist eine Partie die ich gerade eben gespielt habe. 10 Minuten blitzen.Ich war schwarz.Zum Hintergrund: Ich wollte mich eigentlich mal ein bisschen mit Englisch versuchen. Aber das geht schlecht, wenn man schwarz ist. Also bin ich auf Sizilianisch ausgewichen, weil das scheibar ähnlich sein soll und man manchmal auch Sizilianisch mit vertauschten Farben spielt. Ich habe auf Wikipedia Eco-Codes gespickt. Aber scheinbar gibt es 3. Lc4 nicht. Das hat mich sehr aufmerksam gemacht und ich dachte mir, dass weiß irgendeinen Fehler gemacht haben muss. Aber mir ist nichts aufgefallen. Ich habe tatsächlich knapp 5 Minuten überlegt. Aber mir fiel kein Fehler auf und dann habe ich 3. ... a6 gespielt mit dem Plan 4. ... b5 um den Läufer zu befragen. Wahrscheinlich etwas viel Bauern Züge in der Eröffnung, wo besser die Entwicklung voran getrieben werden sollte. Obwohl ich sagen muss, dass ich in der Hinsicht letztendlich keinen Mangel mehr bei mir sah. Vielleicht hat da der gegner nicht sauber genug gespselt. Nunja zum Ende hatte ich einen bösen trick befürchtet. Der Gegner hatte noch etwa die fümnf Minuten Vorsprung und ich noch 25 Sekunden. Ich dachte mir erst, der zieht noch nicht, um mich über die Zeit zu haben, dass er einen Überraschungseffekt ausnutzen will, um mir zusätzlich Zeit zu stehlen. Ich versuchte mir dann verschiedenes auszurechnen in der Zwischenzeit und klickte meine Dame schon mal an um bald schnell ziehen zu können. Ich gebe zu ich rechnete auch etwas und kann verstehen, dass die Stellung weiß etwas eingeschüchtert hat. Aber ich hätte so oder so auf Zeit gespielt. 25 Sekunden. Naja, mein Gegner hat die Zeit ablaufen lassen.Ich denke mit 30. a4 und der Zeit im Rücken hätte er einiges erreichen können. Scheinbar hatte er das nicht gesehen, weil das was kam, ist doch eher, wenn man glaubt in einer aussichtslosen Stellung zu sein und man dem Gegner noch etwas ärgern will. Genau genommen ganz schlechter Stil. Aber ich will nicht klagen. Anders hätte ich recht wahrscheinlich auf Zeit verloren.Wenn euch etwas auffällt, kritisiert gerne meine Züge. Ich denke, dann lerne ich etwas.Konkret interessiert mich, was man auf 3. Lc4 spielen soll. Und ein bisschen, ob weiß ein bisschen recht hatte und ein Matt für Schwarz vielleicht erzwingbar ist.1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. Bc4 a6 4. a3 b5 5. Bd5 Qc7 6. Ng5 e6 7. Ba2 h6 8. Nf3 Nf6 9. O-O Bd6 10. Re1 Ng4 11. h3 Bh2+ 12. Kf1 Qf4 13. hxg4 Qxg4 14. Nxh2 Qh4 15. Kg1 Ne5 16. d3 h5 17. Qd2 Ng4 18. Nxg4 hxg4 19. Kf1 f5 20. Qg5 Qh1+ 21. Ke2 Qxg2 22. Be3 Rh2 23. Qxg7 Qf3+ 24. Kd2 Rxf2+ 25. Bxf2 Qxf2+ 26. Re2 Qf4+ 27. Kc3 b4+ 28. axb4 cxb4+ 29. Kxb4 a5+ 0-1

Beitrag von Kiffing

Auf 3. Lc4 bietet sich in dieser Variante 3. ...e6 an, mit der Idee, den Läufer später a tempo zu vertreiben, was gegenüber 3. ...a6 nebst ...b5 mehrere Vorteile hat. So hältst Du im Zentrum dagegen und spielst also mit um die Beherrschung des Zentrums. Und Du blockierst die Wirkungsdiagonale des Lc4, was bei 3. ...a6 nebst ...b5 nicht der Fall gewesen wäre, wenn er mit seinem Läufer nach a2 gegangen wäre. a2 wäre für den gegnerischen Läufer das natürliche Feld gewesen, weil der Läufer so ungestört seine Wirkung auf der so wichtigen Diagonale a2-g8 entfaltet hätte. Während die kurzschrittigen Springer die geborenen Infanteristen sind, die auch wegen ihrer Wirkung auf die umliegenden Felder von ihrem Blockadestützpunkt aus möglichst weit vorne eingesetzt werden sollten, stehen die Läufer im Hinterland am sichersten, denn sie sind dort ungestört und üben dort genauso gut ihren Druck aus. Man sagt z. B., daß ein Zentrum genauso gut kontrolliert wie besetzt gehalten werden kann. Ein Feld wird kontrolliert, wenn es von einer eigenen Figur bestrichen werden kann. Auch 7. ...h6 ist ein sehr lehrreicher Fehler. Du mußt nämlich bedenken, daß Du hier praktisch nur klein rochieren kannst. Und dann bildet der Bh6 eine Angriffsmarke für Deinen Gegner, der nun sehr gut hätte groß rochieren und dann die Angriffsmarke h6 mit h4-g4-g5 hätte aufrollen können. Dann wird die h-Linie geöffnet und Dein König schwebt in akuter Lebensgefahr. Bauern können nie zurück, deshalb sollte ein jeder Bauernzug gut überlegt sein. Ansonsten sprach nichts dagegen, den Be4 im 9.. Zug einfach einzukassieren. Danach hast Du Dich leider durch Deinen verfehlten Angriff ohne vernünftige Grundlage selbst umgebracht. Taktisch geschah dies durch ein Überlastungsmotiv Deiner drei aufeinander angewiesenen Figuren. Daß Du ihn danach weiter angegriffen hast, war allerdings, gerade bei dem vorliegenden Bedenkzeitmodus, praktisch die richtige Entscheidung, weil Du ihn so zur Nervosität und erhöhtem Bedenkzeitverbrauch verleitet hast, so daß Du Dich mit Deinem eigentlich bereits schon todgerittenem Pferd noch aufbäumen konntest.

Beitrag von ruf012

[FEN "r1bqkbnr/pp1ppppp/2n5/2p5/2B1P3/5N2/PPPP1PPP/RNBQK2R b KQkq - 3 1"]1. ... e5 2. d3 Be7 3. Nc3 d6Xe5

Beitrag von SchwarzerRitter

1. e4 e5 2. Nf3 d6 3. Bc4 h6 4. d4 exd4 5. Nxd4 Bd7 6. Qf3 Nf6 7. O-O Nc6 8. Be3 Ne5 9. Qe2 a6 10. Nc3 c5 11. Nf3 Nxc4 12. Qxc4 b5 13. Qd3 b4 14. Nd5 Bb5 15. Nxf6+ gxf6 16. Qd5 Bxf1 17. Rxf1 Qc8 18. Nh4 Ra7 19. Nf5 Qd7 20. c4 h5 21. b3 h4 22. h3 a5 23. Rb1 a4 24. Bd2 axb3 25. axb3 Ra2 26. Be3 Qe6 27. Qc6+ Qd7 28. Qd5 Ra6 29. Kf1 Qc6 30. Qd3 Kd7 31. f3 Rg8 32. Nxh4 Bg7 33. Nf5 Bh8 34. Bf4 Ra2 35. g4 Bg7 36. h4 Bf8 37. h5 Be7 38. Rd1 Rga8 39. h6 Qa6 40. h7 Ra1 41. Ke2 Rxd1 42. Kxd1 Qa1+ 43. Bc1 Rh8 44. Qd5 Qa7 45. Qxf7 1-0Hier mein Video Kommentar:[Hier befand sich ein Link auf die Seite "https://www.youtube.com/watch?v=w6RDXmTX5Eo". Der Link wurde vom Benutzer mit dem Titel "https://www.youtube.com/watch?v=w6RDXmTX5Eo" versehen. Aus urheberrechtlichen Gründen ist es möglicherweise erforderlich, diesen Hinweis beizubehalten, da manche Benutzer die Quelle ihrer Zitate von anderen Internetseiten so gekennzeichnet haben. Dieser Hinweis wurde automatisch an Stelle des früheren Links platziert. Falls der Link unangemessen oder ohnehin unerreichbar geworden ist, kann die im Impressum genannte Adresse mit einer Bitte um Entfernung kontaktiert werden.]Ja, insgesamt habe ich mich wahrscheinlich zu sehr auf die Idee mit dem schwachen Läufer versteift.Fritz empfiehlt zum Beispiel irgendwann die Drohung und den Druck auf d6 zu verwirklichen. Zum Beispiel im 40. Sxd6 Ich muss zugeben dort viel zu große Schranken im Kopf gehabt zu haben. Ich hätte mich einfach nicht getraut den Springer gegen den Läufer zu tauschen. Oder in 35. Lxd6. Ich hatte irgendwo ein bisschen die Sorge, dass der Vorteil sich verflüchtigt, wenn ich ich zu viele schwarze Bauern herausnehme. Im Grunde genommen muss ich sagen, hatte ich zwar den Vorteil, aber wusste dann doch nicht so richtig, wie ich ihn umsetzen soll oder war nicht genug dahinter her, sondern wollte ihn mehr konservieren. Aber am Ende hat es dann ja doch noch funktioniert.Aber ich finde insgesamt ist das ein sehr schönes Beispiel wie der Läufer schwach sein kann. Ich habe im Grunde gar nicht bemerkt, dass mir die Qualität gefehlt hat.Vielleicht können wir noch hier oder im Forum für Eröffnungen auch noch mal über die Philidor-Vertedigung sprechen. Manchmal überrumpelt mich Schwarz danach urplötzlich. Da sollte ich mir in Zukunft die Mühe machen das mal genauer zu analysieren, woran es lag. Aber insgesamt sieht mir das wirklich nicht nach einem glücklichen Start aus.LGSchwarzerRitter

Beitrag von Kiffing

[QUOTE=SchwarzerRitter]Vielleicht können wir noch hier oder im Forum für Eröffnungen auch noch mal über die Philidor-Vertedigung sprechen. Manchmal überrumpelt mich Schwarz danach urplötzlich. Da sollte ich mir in Zukunft die Mühe machen das mal genauer zu analysieren, woran es lag. Aber insgesamt sieht mir das wirklich nicht nach einem glücklichen Start aus.[/QUOTE]Wegen Philidor so fällt mir dazu immer als erstes eine berühmte Partie von Paul Morphy gegen zwei Adelige ein (Partie, siehe Anhang), die in der Schachgeschichte als eine seiner markanten Klassiker bekannt ist. Nach 1. e4 e5 2. Sf3 d6 3. d4 (3. d4 wird wesentlich öfters gespielt als Dein 3. Lc4) Lg4 4. dxe5 Lxf3 (erzwungen, sonst gewinnt Weiß einen Bauern) 5. Dxf3 dxe5 6. Lc4 Sf6 hatte Morphy, dem die schnelle Entwicklung stets wichtiger als schnöder Materialgewinn war, sich für 7. Sc3 entschieden und nach 17 Zügen einen herausragenden Sieg eingefahren. Hier hätte allerdings auch das „schnöde“ 7. Db3 mit Bauerngewinn wegen Gabel auf auf b7 und f7 seine volle Berechtigung gehabt. Dieselbe Idee wäre in Deiner Partie übrigens auch gegangen. Diese Partie zeigt also ganz gut auf, welche Möglichkeiten Weiß gegen dieses viel zu passive System hat (Philidor war ein sehr starker Spieler, allerdings wirkte er im 18. Jahrhundert, und seine im Sinne seiner Bauernstrategie [„Bauern sind die Seele des Spiels“] gespielte Idee eines darauffolgenden 3. ...f5 ist heute widerlegt) und zeigt Dir bereits einige Angriffsideen. Ich selbst gelange nach 1. e4 e5 2. Sf3 d6 3. d4 exd4 4. Sxd4 Sf6 5. Sc3 Le7 meist problemlos in Muster des Englischen Angriffs. Allerdings sollte man sich hier natürlich erst einmal auskennen. Der Englische Angriff entsteht meistens gegen Najdorf, aber ist auch aus anderen sizilianischen Systemen bekannt. Gegen Philidor hat Weiß meist gutes Spiel und kann in Ruhe, weil von Schwarz kaum unter Druck gesetzt, seine Position verstärken. Deine Partie zeigt übrigens deutlich, welche Fortschritte Du bislang gemacht hast. Das war mit Abstand die stärkste Partie, die ich von Dir bislang gesehen habe. :top: Allerdings solltest Du auch im Philidor auf Springergabeln achten. Du brauchst gegen Philidor Deinen weißfeldrigen Läufer als wichtige Angriffswaffe. [Event "Paris"][Site "Paris FRA"][Date "1858.??.??"][EventDate "?"][Round "?"][Result "1-0"][White "Paul Morphy"][Black "Duke Karl / Count Isouard"][ECO "C41"][WhiteElo "?"][BlackElo "?"][PlyCount "33"]1.e4 e5 2.Nf3 d6 3.d4 Bg4 {This is a weak movealready.--Fischer} 4.dxe5 Bxf3 5.Qxf3 dxe5 6.Bc4 Nf6 7.Qb3 Qe78.Nc3 c6 9.Bg5 {Black is in whats like a zugzwang positionhere. He cant develop the [Queens] knight because the pawnis hanging, the bishop is blocked because of theQueen.--Fischer} b5 10.Nxb5 cxb5 11.Bxb5+ Nbd7 12.O-O-O Rd813.Rxd7 Rxd7 14.Rd1 Qe6 15.Bxd7+ Nxd7 16.Qb8+ Nxb8 17.Rd8# 1-0

Beitrag von Zapp Brannigan

[quote]Vielleicht können wir noch hier oder im Forum für Eröffnungen auch noch mal über die Philidor-Vertedigung sprechen. Manchmal überrumpelt mich Schwarz danach urplötzlich. Da sollte ich mir in Zukunft die Mühe machen das mal genauer zu analysieren, woran es lag. Aber insgesamt sieht mir das wirklich nicht nach einem glücklichen Start aus.[/quote]Philidor ist nicht so eine schlechte eröffnung, wenn denn schwarz weiss was er tut. Das war gegen dich aber nicht der fall. Das ängstlichen zug 3...h6 wurde wohl aus angst vor Ng5 gespielt, aber die dame verteidigt ja sowieso das feld! du hast schön mit 4.d4 gekontert, nach exd4 wäre mein erster gedanke 5.0-0 oder 5.c3, den bauern opfern um weitere linien zu öffnen und entwicklungsvorteil zu bekommen. Habe die stellung dann in die engine eingegeben und die gibt mir recht :)Wenn man mit 6.Qf3 frech die dame früh ins spiel bringt sollte man aber auch auf weiter taktische möglichkeiten acht geben, 7.Qb3 ist ein schöner doppelangriff und gibt vorteil.Zurück zum Philidor, ich habe mal deine variante, die von Kiffing vorgeschlagene variante und einen vorschlag von mir angegeben. Das problem deiner variante (3...Bc4) ist, dass du nach Bc4 immer probleme hast mit Nxe4 gefolgt von der gabel d6-d5. Wenn du dem aus dem weg gehen willst musst du auf d4 verzichten und d3 spielen, was dann zu einem viel langsameren spiel führt.Das problem von Kiffings variante (6.Bf4) ist, dass sie, obwohl sie wahrscheinlich objektiv am stärksten ist, unglaublich kompliziert wird. Das ist um so schlimmer da schwarz diese stellungen oft aufs brett bekommt, weiss aber nur ganz selten. Sich da an alle taktischen finessen zu erinnern ist dann schon fast glückssache.Meine vorgeschlagene variante (6.Qf3), welche ich auch selber spiele, ist von der idee her sehr simpel, weiss will das läuferpaar gewinnen, und dann je nach schwarzer aufstellung lang oder kurz rochieren. Das läuferpaar ist natürlich kein gewinn-vorteil, aber doch einiges wert, und wird im endspiel noch viel spührbarer. Deshalb ist ein übergang ins endspiel immer sehr unangenehm für schwarz.[Event ""] [Site ""] [Date "????.??.??"] [Round ""] [White ""] [Black ""] [Result "*"] 1.e4 e5 2.Nf3 d6 3.d4 ( 3.Bc4 Be7 4.d4 ( 4.O-O Nf6 5.d3 ) 4...exd4 5.Nxd4 Nf6 6.Nc3 O-O 7.O-O Nxe4 8.Nxe4 d5 9.Bd3 dxe4 10.Bxe4 ) 3...exd4 4.Nxd4 Nf6 5.Nc3 Be7 6.Qf3 ( 6.Bf4 O-O 7.Qd2 d5 8.Ndb5 c6 9.Nc7 d4 10.Ne2 ( 10.Nxa8 dxc3 11.Qxd8 Rxd8 12.bxc3 Nxe4 13.Bxb8 Bf6 14. Bd3 Bxc3+ 15.Ke2 Bf5 ) 10...g5 11.Be5 Nbd7 12.Bxf6 Nxf6 13.Qxg5+ Kh8 14.Nxa8 Re8 ) 6...O-O 7.Nf5 Bxf5 ( 7...Nc6 8.Nxe7+ Qxe7 9.Bg5 Nd4 10.Qd3 Nc6 11.O-O-O ) 8.Qxf5 c6 ( 8...Nc6 9.Be3 Qc8 10.Qxc8 Raxc8 11.f3 a6 12.O-O-O ) 9.Bd3 Nbd7 10.Be3 b5 11.f4 Qc7 12.O-O *

Beitrag von SchwarzerRitter

Online passt in diesem Fall nicht. Wertungspartie in Fritz9 gegen Stockfish 6.64Stockfish elo 1409 - SchwarzerRitter elo 13361:01. e4 {0} e5 {2} 2. Nf3 {0} Nc6 {15} 3. Bb5{0} a6 {6} 4. Ba4 {0} Nf6 {124} 5. O-O {0} Be7 {26} 6. Re1 {0} b5 {84} 7. Bb3 {0} d6 {8} 8. c3 {0} O-O {7} 9. h3 {0} Nb8 {30} 10. d4 {0} exd4 {60} 11. Nxd4 {72} c5 {20} 12. Nf5 {71} c4 {217} 13. Bc2 {69} Nc6 {92} 14. Bf4 {68} Ne5 {99}15. Nd2 {66} Qc7 {137} 16. Nxe7+ {65} Qxe7 {13} 17. a4 {64} Bb7 {98} 18. f3 {63} Nh5 {217} 19. Be3 {61} Qh4 {266} 20. Bf2 {60} Qf4 {110} 21. Be3 {59} Qh4 {76}22. Nf1 {58} Bc8 {149} 23. Qxd6 {56} Nxf3+ {86} 24. gxf3 {55} Bxh3 {39} 25.axb5 {54} Rad8 {28} 26. Qh2 {53} axb5 {74} 27. Qe5 {52} Ra8 {131} 28. Bc5 {51}Rfe8 {80} 29. Bf2 {50} Qd8 {124} 30. Qxh5 {49} Be6 {81} 31. Rxa8 {48} Qxa8 {25}32. Ne3 {47} Qc6 {50} 33. Nd5 {46} Bd7 {58} 34. Qh2 {45} Qg6+ {154} 35. Qg2 {44} Qh6 {37} 36. e5 {43} Qd2 {119} 37. Nf6+ {43} Kf8 {43} 38. Bc5+ {42} Re7 {39}39. Qxd2 {41} gxf6 {17} 40. Qxd7 {40} fxe5 {43} 41. Qxe7+ {39} Kg7 {14} 42.Qf8+ {38} Kf6 {145} 43. Qh6# {38} 1-0Ich würde im Nachhinein auf 12. ... c4 verzichten. Ich hatte das mit der Idee gespielt, dass 13. ... d5 folgt. Allerdings ist mir dann später aufgefallen, dass die Idee Unfug war. Mir gefiel der Zug eigentlich nicht, weil ich dachte die Bauern ständen vorher besser. Ich habe das nur gezoegen, weil ich der Meinung war 13. ... d5 könnte das aufwiegen. Aber insgesamt habe ich mich schon viel wohle mit der Eröffnung gefühlt. Danke dafür noch mal Kiffing. 9. ... Sb8 gefiel mir jetzt von den Fortsetzungen am besten, weil mir die Idee den c5 vorzustoßen gefallen hat.Das Opfern der Leichtfigur am Ende war nicht vollständig durchgerechnet. Ich habe ein bisschen gehofft, dass es funktioniert und mein Angriff auf die Rochade im Matt endet. 25. Lc2 wäre mir fast zum Verhängnis geworden. Ich habe mich erst gefreut die Leichtfigur zurück zu bekommen. Aber 25. ... Dxc2+ funktioniert leider nicht, weil ständig Grundreihenmatt droht.

Beitrag von Kiffing

Ah, ich sehe, Du hast Dich mit 9. ...Sb8 für das Breyersystem entschieden, das ist vollauf ok. Als nächsten Schritt solltest Du wissen, daß man im 10. Zug nicht den Bauern herausschlägt, weil Weiß so ein starkes Bauernzentrum bekommt (deshalb hätte er 11. cxd4 spielen sollen). Hier kannst Du aber gut mit 10. ...Sbd7 11. Sf1 c5 dagegenhalten, und um das Zentrum wird weiter gekämpft. 12. ...c4 fand ich jetzt nicht so schlimm. Immerhin gewinnst Du am Damenflügel Raum, und Du vertreibst a tempo seinen Läufer von der guten Diagonale gegen das schwache Feld f7. Für den Fall, daß Du in solchen Situationen einmal Weiß bist: eigentlich sollte Weiß praktisch immer mit dem Springer auf e7 nehmen, denn damit erzwingt Weiß einen dauerhaften, stabilen Vorteil durch den Druck auf den nun schwachen und durch den Schlagzug weiter geschwächten Bd6. Als Dein Gegner die Chance versäumte, hättest Du seinerseits 14. ...Lxf5 spielen müssen. So Züge wie 18. ...Sh5?! sollte man als Schachspieler auch nicht machen, weil Du Deinen Springer abseits stellst ohne damit etwas zu erreichen (der Bf4 behauptet auf h2 die Diagonale oder geht, wie im Spiel, auf eine ähnlich gute). Metaphorisch gesprochen, so hast Du damit Deine Schachgestalt auseinandergerissen. Dein Angriff im 22. Zug war zwar mutig, aber zu verpflichtend und inkorrekt. Nachdem der Gegner sich befreit hat, gewinnt er aufgrund des nach Deinen Opfern entstandenen Mehrmaterials.

Beitrag von SchwarzerRitter

Danke. So ähnlich hat die Analyses das jetzt auch kommentiert. Allerdings steht zum Beispiel nur "10. d4 letzter Buchzug" ohne einen Vorschlag zu machen, was man ziehen soll. Okay, im Grunde wäre mir geblieben die Stellung in der Datenbank zu suchen, um mögliche Fortsetzungen zu sehen. Aber mit dem Lxf5 ist deshalb interessant, weil ich da auch mindestens einmal drüber nachgedacht habe. Ich habe aber vermutet, dass man das nicht machen kann, weil der Läufer auf b7 gehört und da auch gebraucht wird. Weil es auf [Hier befand sich ein Link auf die Seite "https://de.wikipedia.org/wiki/Geschlossene_Verteidigung_(Spanische_Partie)#Breyer-System". Der Link wurde vom Benutzer mit dem Titel "Wikipedia" versehen. Aus urheberrechtlichen Gründen ist es möglicherweise erforderlich, diesen Hinweis beizubehalten, da manche Benutzer die Quelle ihrer Zitate von anderen Internetseiten so gekennzeichnet haben. Dieser Hinweis wurde automatisch an Stelle des früheren Links platziert. Falls der Link unangemessen oder ohnehin unerreichbar geworden ist, kann die im Impressum genannte Adresse mit einer Bitte um Entfernung kontaktiert werden.] heißt: "Im Breyer-System befreit Schwarz den c-Bauern und beabsichtigt den Springer b8 nach d7 zu ziehen, von wo aus er e5 nach der logischen Fortsetzung 10. d2-d4 unterstützt. Danach kann Schwarz … Lc8-b7 und … c7-c5 folgen lassen." war ich davon überzeugt, dass es zur Eröffnung gehört den Läufer zu flankieren und habe mich nicht getraut davon abzuweichen. Naja, das ist verschmerzbar. Vor allem wo ich es so wie so nicht mehr ändern kann. Ich fände jetzt eigentlich nur interessant wann ich den Zug gerne gespielt hätte.Der Engine schlägt ihn zum ersten mal statt des 12. ... c4 vor. Aber dann erklärt sich auch, warum weiß besser das Zentrum mit 11. cxd4 stärkt. Ab dem Moment bekommen die Züge ja eine gewisse Zwangsläufigkeit.12. ... Lxf5 13. exf5 d5 14. Sd2 Schwarz steht etwas besser13. ... Lxf5 14. exf5 d5 15. Sd2 ausgeglichene Stellung14. ... Lxf5!? ist interessant 15. exf5 d5 Schwarz steht etwas besserAber schlägt eben auch vor...13. Sxe7+ Dxe7 14. Lc2 Sbd7 Weiß steht etwas besser14. Sxe7+ Dxe7 15. Sd2 Se5 Weiß steht etwas besserMein eigentlicher Plan war ungefähr:13. ... d5 14. exd5 Sxd5 alles ist gut gedeckt und der Springer muss aus der Drohung ziehen... es folgt also 15. Sg3 und von da aus sieht es doch erst mal ganz gut aus für schwarz. Aber einerseits habe ich übersehen, dass dann der Läufer den Springer deckt und dann habe ich auch noch übersehen, dass nur scheinbar alles toll gedeckt ist:15. Sxe7+ Sxe7 16. Dxd8 Txd8 16. Txe7Überhaupt entstanden ist die Idee, weil ich erst dachte.12. ... d5 13. exd5 Lxf5. Aber da kam mir ja sofort 13. Lxd5 dazwischen. 13. Lxd5 Sxd5 14. exd5 Lxf5 naja, so funktioniert es aber, wobei Sxe7 die eigentlich ständige Bedrohung ist. Egal, ich kriege das jetzt nicht mehr richtig rekonstruiert. Auf jeden Fall dachte ich, dass ich nach Vertreibung des Läufers den Springer auf g3 zurück drängen könnte.

Beitrag von Kiffing

Hab übrigens was gutes zur Breyervariante gefunden. Der Autor lobt: "Ein schlagendes Argument für diese Antwort auf die Spanische Herausforderung ist, dass man mit Sicherheit inhaltsreiche Stellungen aufs Brett bekommt, in denen das strategische Verständnis zählt."[url]http://de.chessbase.com/post/kommt-ihnen-das-spanisch-vor[/url]

Beitrag von SchwarzerRitter

Okay, werde ich mir mal anschauen. Die Partie in der Fritzsammlung, die sich der Engine momentan immer zum Vorbild nimmt ist die folgende... und ich war eigentlich drauf und dran, um Rat zu fragen, ob jemand eine Chance für Weiß sieht oder andern falls zu überlegen eine andere Variante zu üben. Es schien mir zwischen den Zeilen zu stehen, dass das Tschigorin-System mehr Sympathie genießt. Aber ich kann mich da irren. Ich habe jetzt zwei mal gegen 15. a4 gespielt und auch zwei mal mit 10. ... exd4 erwidert. Das zweite Mal 10. ... exd4 war darauf zurückzuführen, dass ich meine Notizen falsch gelesen habe und dann erst dachte, dass das die empfohlene Fortsetzung ist. Das habe ich mir jetzt erst mal dick mit Textmarker markiert, dass das nicht der beste Zug ist. Aber so langsam kenne ich die Zugfolge auch auswendig und dann brauche ich die Notizen nicht mehr.[Event "Portoroz op"][Site "Portoroz"][Date "1995.??.??"][Round "?"][White "Podkriznik, Gregor"][Black "Vasic, P."][Result "1-0"][ECO "C95"][WhiteElo "2240"][BlackElo "2135"][Annotator "Stockfish 7 64 (60s)"][PlyCount "107"][EventDate "1995.04.??"][EventType "swiss"][EventRounds "9"][EventCountry "SLO"][Source "ChessBase"]{C95: Spanische Partie (Breyer-Variante)} 1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 a6 4. Ba4Nf6 5. O-O Be7 6. Re1 b5 7. Bb3 d6 8. c3 O-O 9. h3 Bb7 10. d4 Nb8 11. Nbd2 Nbd712. Bc2 Re8 13. Nf1 Bf8 14. Ng3 g6 15. a4 exd4 16. cxd4 c5 {e4 ist bedroht.letzter Buchzug} 17. Bg5 {Schwarz hat eine gedrückte Stellung} h6 {Schwarzdroht Materialgewinn: h6xg5} 18. Bf4 {Jetzt hängt e5 in der Luft} Bc6 (18...cxd4 19. Nxd4 bxa4 20. Qd2 $11) 19. h4 (19. Qd2 $5 h5 20. Bg5 $16) 19... bxa420. h5 {Weiß hat eine aktive Stellung} Ng4 $2 (20... Nxh5 $142 {ist nochspielbar} 21. Nxh5 gxh5 $14) 21. hxg6 $18 fxg6 22. e5 dxe5 23. dxe5 Re6 24. Ng5Qe7 $2 (24... hxg5 $142 $5 25. Qxg4 Qe8 26. Bxg5 Rb8 $18) 25. Qxg4 (25. Nxe6$142 $5 {lässt dem Gegner kaum Chancen} Qxe6 26. Bxa4 Bxa4 27. Rxa4 Ra7 $18)25... hxg5 26. Bxg5 Qf7 27. Bf4 Bg7 28. Ne4 Nxe5 29. Bxe5 Rxe5 30. Nd6 Qd5 31.Rxe5 (31. Qxg6 $6 {ist minderwertig} Rg5 32. Qh7+ Kf8 $11) 31... Qxe5 32. Qxg6(32. Rd1 $142 {Weiß hätte nun das bessere Spiel} Rd8 33. Qc4+ (33. Qxg6 $6 {ist deutlich schlechter} Qf6 34. Qh7+ Kf8 $11) 33... Bd5 34. Rxd5 Qe1+ 35. Kh2$18) 32... Qf6 $16 33. Qh7+ Kf8 34. Nc4 (34. Nf5 Qg5 35. Qxg7+ Qxg7 36. Nxg7Kxg7 37. Bxa4 Bd5 $16) 34... Rd8 (34... Qf4 35. Bxa4 Bxg2 36. Kxg2 Qg4+ 37. Kh1Qf3+ 38. Kg1 Qg4+ 39. Kh2 Qf4+ 40. Kg1 Qg4+ 41. Kh1 Qf3+ 42. Kg1 Qg4+ $11) 35.Be4 (35. Qh5 Rd5 36. Qg4 Rd4 37. Qc8+ Rd8 38. Qxa6 Be8 $16) 35... Bd5 (35...Be8 $142 $11 {damit wäre Schwarz im Spiel geblieben}) 36. Bxd5 $16 Rxd5 37. Re1Qd8 (37... Qf7 $16) 38. Re3 (38. Qh3 $142 $18 {und die Waage neigt sichzugunsten von Weiß}) 38... Rd1+ $14 39. Kh2 Qc7+ 40. g3 Rd7 $4 (40... Qc6 $142{hätte die Partie gerettet} 41. Re4 Qh6+ 42. Qxh6 Bxh6 $11) 41. Qg6 (41. Qf5+$142 {und Schwarz kann direkt aufgeben} Rf7 42. Nd6 $18) 41... Rf7 42. Nd6 Qd743. Qxf7+ Qxf7 44. Nxf7 Kxf7 45. Re2 c4 (45... Bd4 {ändert nichts mehr} 46. g4$18) 46. Rc2 a3 (46... c3 {ist noch eine dünne Chance} 47. bxc3 a3 $18) 47.bxa3 c3 48. Re2 Bf8 49. a4 Ba3 50. Kg1 (50. Kg2 $142 $18 {ist genauer}) 50...Bc1 (50... Kf6 $18 {ist vielleicht ein Schwindelversuch}) 51. Rc2 Bb2 52. Kf1Ke6 53. Ke2 Kd5 54. Kd3 (54. Kd3 Ba3 55. Rxc3 $18) 1-0Meine sonstige Theorie sieht vor, dass Weiß 15. Ld2 ... spielt und die Partie dann remis ausgeht, aber das leben ist kein Wunschkonzert und auf Weiß habe ich keinen Einfluss. Unzicker gegen Portisch, 1966.Was mir extrem auffällt ist, dass ich erade noch das Material habe um die weiße Königsstellung zu zerschießen, aber dann fehlt einfach nach schub um den relativ schutzlosen König matt zu setzen. Irgendeine Figur, die die Dame deckt oder die gegen eine deckende Figur getauscht werden kann. Und nach dem meine Truppen dann am weißen Königsflügel aufgerieben sind, geht der Angriff auf meine Rochadestellung los.

Beitrag von SchwarzerRitter

1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 a6 4. Ba4 Nf6 5. O-O Be7 6. Re1 b5 7. Bb3 d6 8. c3O-O 9. h3 Nb8 10. d4 exd4 11. Nxd4 c5 12. Nf5 c4 13. Bc2 Nc6 14. Bf4 Ne5 15.Nd2 Qc7 16. Nxe7+ Qxe7 17. a4 Bb7 18. f3 Nh5 19. Be3 Qh4 20. Bf2 Qf4 21. Be3Qh4 22. Nf1 Bc8 23. Qxd6 Nxf3+ 24. gxf3 Bxh3 25. axb5 Rad8 26. Qh2 axb5 27. Qe5Ra8 28. Bc5 Rfe8 29. Bf2 Qd8 30. Qxh5 Be6 31. Rxa8 Qxa8 32. Ne3 Qc6 33. Nd5 Bd734. Qh2 Qg6+ 35. Qg2 Qh6 36. e5 Qd2 37. Nf6+ Kf8 38. Bc5+ Re7 39. Qxd2 gxf6 40.Qxd7 fxe5 41. Qxe7+ Kg7 42. Qf8+ Kf6 43. Qh6# 1-01. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 a6 4. Ba4 Nf6 5. O-O Be7 6. Re1 b5 7. Bb3 d6 8. c3O-O 9. h3 Nb8 10. d4 Nbd7 11. Nbd2 Bb7 12. Bc2 Re8 13. Nf1 Bf8 14. Ng3 g6 15.a4 d5 16. Bg5 Bg7 17. axb5 axb5 18. Rxa8 Qxa8 19. exd5 Bxd5 20. Nxe5 Nxe5 21.dxe5 Nd7 22. f4 Nb6 23. Ne4 h6 24. Bf6 Re6 25. Qe2 Bxf6 26. Nxf6+ Kg7 27. f5Rxf6 28. exf6+ Kh7 29. fxg6+ fxg6 30. Qe7+ Kg8 31. Qg7# 1-01. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 a6 4. Ba4 Nf6 5. O-O Be7 6. Re1 b5 7. Bb3 d6 8. c3O-O 9. h3 Nb8 10. d4 exd4 11. cxd4 c5 12. Nc3 c4 13. Bc2 Nc6 14. a3 h6 15. Bd2Nh7 16. Nd5 Bg5 17. Nxg5 Nxg5 18. f4 Ne6 19. Bc3 Qh4 20. Rf1 Ncxd4 21. Bxd4Nxd4 22. Qxd4 Bxh3 23. Rf2 Bg4 24. e5 Rae8 25. exd6 Re2 26. Rxe2 Bxe2 27. Ne7+Kh8 28. Nf5 Qg4 29. d7 Bf3 30. Ne3 Qh4 31. gxf3 Rd8 32. Nf5 Qf6 33. Re1 Qg6+34. Kf1 f6 35. Qb6 Rxd7 36. Ne7 Qxc2 37. Qb8+ Kh7 38. Qg8# 1-01. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 a6 4. Ba4 Nf6 5. O-O Be7 6. Re1 b5 7. Bb3 d6 8. c3O-O 9. h3 Nb8 10. d4 Nbd7 11. Nbd2 Bb7 12. Bc2 Re8 13. Nf1 Bf8 14. Ng3 g6 15.a4 exd4 16. cxd4 bxa4 17. Rxa4 c5 18. d5 Ne5 19. Nxe5 dxe5 20. Nf1 Nh5 21. Nd2Nf4 22. Nc4 Qg5 23. g3 Bc8 24. h4 Nh3+ 25. Kg2 Qf6 26. Qf3 Qxf3+ 27. Kxf3 Bd728. Ra5 Rab8 29. Kg2 Bb5 30. b3 Nxf2 31. Kxf2 Bxc4 32. bxc4 Rb4 33. Bd3 Reb834. Rxa6 Rb2+ 1-0Die letzte habe ich aufgegeben, weil ich bei Zug 27. gemerkt habe, dass ich einen Termin fast verschwitzt habe und ich auch dachte, dass die Stellung schon dort verloren war. Ab den Zug sind die Züge auch nicht mehr so ernsthaft wie zuvor gespielt. Als dann gar keine Zeit mehr wegen meines Termins war, habe ich aufgegeben und die Analyse lieber noch angemacht. Aber ich hatte so wie so nur noch unter 10 Minuten Bedenkzeit.

Beitrag von Kiffing

Als Gyula Breyer sein 9. ...Sb8 entkorkte, tat er das mit Blick auf die damals gängige Tschigorinvariante. Dazu muß man wissen, daß Breyer neben Grünfeld, Tartakower, Reti und Nimzowitsch zu den Hypermodernen gehörte, die im Schach eine Ausdrucksform im Zeitalter der zahlreichen avantgardistischen Strömungen in Musik, Kunst, Theater und Literatur gewesen war, die grundsätzlich nach neuen Wegen und Ausdrucksmöglichkeiten suchten und eine Auseinandersetzung mit der Klassik führten, die in den kulturellen Zusammenbruch Europas durch das millionenfache Gemetzel des Ersten Weltkriegen gemündet habe. In diesem Zusammenhang steht das Schlüsselzitat von Richard Reti: „Die neuen Ideen im Schach haben mit dem Expressionismus manche Ähnlichkeit. Unser Ideal ist nicht mehr das, was man naturgemäße Entwicklung nannte, wir glauben, daß in der Ausführung menschlicher Ideen tiefere Möglichkeiten verborgen liegen als in der Natur.“ Breyers neues Eröffnungssystem im Spanier schlug von daher auch im Schach wie eine Bombe ein und war für die klassisch geprägten Zeitgenossen eine Provokation. „Fortschritt durch Rückschritt“ spotteten sie mit Blick auf Breyers Springerrückzug, allerdings hatte sich Breyer bei seinem Verstoß gegen das klassische bzw. „natürliche“ Entwicklungsgebot etwas gedacht. Tatsächlich kann der Springer über d7 zurück ins Spiel geführt werden. Damit wollte Breyer das Problem vermeiden, das im Tschigorinsystem entsteht, nämlich daß der nach a5 entwickelte Springer ein wenig ungeschickt am Rande steht, und Schwarz Schwierigkeiten damit hat, den Sa5 zurück ins Spiel zu integrieren. Gegen die Tschigorinvariante strebt Weiß danach, den Sa5 einzusperren und damit vom Spiel auszuschließen, und selbst, wenn es Schwarz gelingt, seinen Sa5 zu befreien, muß er doch einige Tempi dafür investieren. Das ist die konkrete Begründung für die Breyervariante, die Gyula Breyer mit seiner neuen Eröffnungsidee im Sinn gehabt hatte.Zu Deinen konkreten Überlegungen, so muß Dir der Unterschied zwischen einer ausgeglichenen Stellung und einer Stellung, die nahezu zwangsläufig ins Remis führt, unbedingt klar werden. Denn sowohl nach 15. a4 als auch nach 15. Ld2 ist die Stellung zwar in der Tat ausgeglichen, aber noch lange nicht Remis. Tatsächlich ist der Ausgleich als Erfolg für Dich zu verbuchen, weil es für Schwarz, der durch das Minustempo benachteiligt ist, ein Erfolg ist, in der Eröffnungsphase auszugleichen. Und gerade in dieser Stellung geht das Spiel dann erst richtig los, und der bessere Spieler bzw. der, der besser gespielt hat, gewinnt bzw. sollte gewinnen. 15. ...Lg7 ist hier ein guter Zug, womit Du Deine Stellung am Königsflügel stabilisierst. Danach solltest Du am Damenflügel mit den typischen Aktionen ...c5 und ...Tc8 aktiv werden. Wenn Dir bei Königsangriffen der Nachschub fehlt, solltest Du vorher rechtzeitig genügend Figuren in den Angriff einbezogen haben, damit Dir so etwas nicht passiert.

Beitrag von SchwarzerRitter

Danke zunächst einmal. Mit der DVD bin ich hin und her gerissen, ob das Sinn macht. Mit den Videos auf Youtube über Schach kann ich meistens nicht so viel anfangen, aber ich schreibe das dem Medium zu. Ich habe den Eindruck Videos eignen sich für mich nicht so gut Schach zu lernen. Aber fast mehr schreckt mich der Preis ab. Es gibt unzähöige Eröffnungen und wenn ich das jetzt zu jeder Eröffnung machen wollte bis ich ein repertoire habe, weiß ich nicht genau, ob das für ein Hobby angemessen ist. Ein rauchender Freund hat mir dann zwar vorgerechnet wie viel er verraucht, aber trotzdem. Ich würde mich ja schon mal freuen, wenn ich überhaupt bis zur Breyer Variante am Brett komme. Ich kann eben gar nicht einschätzen, ab welcher DWZ es Sinn macht.Erstmal habe ich die Stellung ausspielen lassen und als nächstes werde ich das als Gedächtnisstütze für die nächste Wertungspartie mit Schwarz vorbereiten. Falls es abweichungen gibt oder danach weiter gespielt wird kann man immer noch nachdenken und Erfahrungen sammeln. Aber ich denke zumindest gegen den Engine genügt das. Anders sieht das sicher gegen echte Spieler aus, die dann verschieden reagieren. Es wird wohl sehr hilfreich sein zu versuchen nachzuvollziehen, was hinter jedem ZUg für eine Idee steckt.[Event "Stellung ausspielen (Stockfish764, Blitz"][Date "2016.03.11"][Result "1/2-1/2"][ECO "C95"][PlyCount "146"]1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 a6 4. Ba4 Nf6 5. O-O Be7 6. Re1 b5 7. Bb3 d6 8. c3O-O 9. h3 Nb8 10. d4 Nbd7 11. Nbd2 Bb7 12. Bc2 Re8 13. Nf1 Bf8 14. Ng3 g6 15.a4 Bg7 16. Bd3 c6 17. Bg5 h6 18. Bd2 Qc7 19. Qc1 Kh7 20. axb5 axb5 21. Be3 Rxa122. Qxa1 Ra8 23. Qd1 Kg8 24. Qd2 h5 25. Bg5 Ra2 26. Bb1 Ra1 27. Bh6 c5 28. Bxg7Kxg7 29. dxe5 Nxe5 30. Qf4 Nxf3+ 31. gxf3 Nh7 32. Kh1 Qe7 33. Rg1 Kh8 34. h4Qf6 35. Ne2 Kg7 36. Qg3 Nf8 37. Nf4 Qe5 38. Nd3 Qxg3 39. fxg3 Nd7 40. Bc2 Ra241. Bb1 Ra8 42. Kg2 Kf6 43. Rd1 Ke7 44. Kf2 Ra1 45. Bc2 Ra6 46. Ke3 Ra8 47. Nf4Bc6 48. Nd3 Ra7 49. Kf2 Bb7 50. Ke3 Ra5 51. Nf4 Ne5 52. Bd3 Ra2 53. Rb1 Bc6 54.Be2 Kd7 55. Kd2 Kc7 56. Kc2 c4 57. Rd1 Nd7 58. Bf1 Ra4 59. Be2 Nc5 60. Rf1 Ra261. Rd1 Ra8 62. Rf1 d5 63. exd5 Bd7 64. g4 Kd6 65. Re1 Nb3 66. Rf1 Rh8 67. Ng2Bc8 68. Ne3 Re8 69. Nxc4+ bxc4 70. Bxc4 Nc5 71. b4 Nd7 72. gxh5 gxh5 73. Bb5Re5 1/2-1/2

Beitrag von Zapp Brannigan

Das preis-leistungsverhältnis bei chessbase-DVDs ist nicht immer sehr gut. Es gibt sehr gute autoren, wie z.bsp. Bologan und Gustafsson, welche viel vorbereitet haben und wo man für die 30€ auch wirklich viel material bekommt, da ist der Preis durchaus angemessen. Und dann gibt es autoren wie Martin, welcher einfach 20 partien ziemlich schlecht kommentiert. Eine DVD welche nur das Breyer System behandelt würde ich nicht kaufen, das kommt einfach zu wenig aufs brett als dass es für dich sinn macht. Wenn schon solltest du eine repertoir-DVD kaufen, dann hast du zumindest alles abgedeckt. Online gibt es das aber auch gratis, z.bsp. die serie von Chessexplained:[Hier befand sich ein Link auf die Seite "https://www.youtube.com/playlist?list=PLEEA03DA1247EC963". Der Link wurde vom Benutzer mit dem Titel "https://www.youtube.com/playlist?list=P ... A1247EC963" versehen. Aus urheberrechtlichen Gründen ist es möglicherweise erforderlich, diesen Hinweis beizubehalten, da manche Benutzer die Quelle ihrer Zitate von anderen Internetseiten so gekennzeichnet haben. Dieser Hinweis wurde automatisch an Stelle des früheren Links platziert. Falls der Link unangemessen oder ohnehin unerreichbar geworden ist, kann die im Impressum genannte Adresse mit einer Bitte um Entfernung kontaktiert werden.]oder die serie von katar auf chessvideo.tv:[url]http://www.chessvideos.tv/forum/viewtopic.php?t=5921[/url]Ob der Breyer der richtige spanier ist für dich musst natürlich du wissen, ich würde eher etwas spielen was positionell weniger anspruchsvoll ist, z.bsp. der offene oder ein Bc5-system.

Beitrag von SchwarzerRitter

Ja, ich habe jetzt erst mal Fritz 15 und Anand Vol 1 und Turniererfolg mit Kindermann bestellt. Ich hatte noch 20 andere Artikel im Einkaufswagen, aber die Lieferung ist in Deutschland immer portofrei und ich neige zurzeit zu Kaufsucht und verstehe das eigentlich gar nicht.

Beitrag von SchwarzerRitter

In dem einen Video habe ich die Cordel-Variante gesehen. Die gefällt mir besser, weil es offener und übersichtlicher wirkt. Aber hier habe ich zu spät rochiert. Wie auch vor kurzen gegen den Russen, der mir auch wegen dem was ich als Offenheit und Übersichtlichkeit empfinde gefiel. Das einzige, was mich zweifeln lässt, ist, dass Stellungen die ich durch aus noch als ausgeglichen empfinde von den Engine schon als klar besser für meinen Gegner eingeschätzt werden. Das ist vielleicht einfach Unerfahrenheit. Gut, ja als unten die Dame loslegte, bemerkte ich, dass es eng wird mit der Rochade, aber ich hätte nicht so weit gesehen, dass mir das sogar letztendlich das Genick bricht.1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 Bc5 4.O-O Nd4 5. Nxd4 Bxd4 6. c3 Bb6 7. d4 c6 8. Ba4 d6 9. Na3 Be610. d5 Bd7 11. Nc4 Bc7 12. dxc6 Bxc6 13. Bxc6+ bxc6 14. Qa4 Qd7 15. Rd1 Nf6 16.Nxe5 dxe5 17. Rxd7 Kxd7 18. Be3 Bb6 19. Qb3 Rhf8 20. Bxb6 axb6 21. Qxb6 Rfb822. Rd1+ Ke7 23. Qc5+ Ke8 24. Qxc6+ Ke7 25. Qd6+ Ke8 26. a4 Rd8 27. Qxe5+ Kf828. Rxd8+ Rxd8 29. Kf1 Re8 30. Qc5+ Kg8 31. e5 Ne4 32. Qc6 Nd2+ 33. Ke2 Rd8 34.Qc7 Rf8 35. Kxd2 h6 36. a5

Beitrag von Kiffing

Spanier mit ...Lc5 wie die Cordelvariante neigen leider dazu, daß Weiß, wie gesehen, jederzeit die Option mit c3 und d4 hat und so a tempo den Läufer vertreibt. Im Gegensatz zu den von mir vorgeschlagenen geschlossenen Systemen, zu denen die Breyervariante gehört, hatte ich mit Weiß ein wesentlich leichteres Spiel, während ich bei den geschlossenen Systemen eher ausgeglichen stehe und beide Parteien ab dem ca. 20. Zug gleichermaßen um das Spiel kämpfen. Die geschlossenen Systeme im Spanier sind so ziemlich das solideste System, was es gibt, zudem steht Schwarz hier solide ohne in das Extrem der Passivität zu verfallen wie bspw. in der Philidorvariante. Ein böses Beispiel, wie Weiß die Position des Lc5 ausnutzen kann ist der überraschende Figurenverlust nach der Pointe 1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lb5 Lc5 4. c3 d6? 5. d4 exd4 6. cxd4 Lb4+ 7. Kf1!! +-.Gut, hier kann man argumentieren, Schwarz braucht hier nicht 4. ...d6? zu spielen, und schon alleine, damit Du diesen Zug nicht spielst, habe ich Dir diese Eröffnungsfalle gezeigt. Trotzdem ist dieses Manöver c3 nebst d4, was zwar für Weiß im Spanier typisch ist, wegen des gleichzeitigen Tempogewinns durch den Angriff auf den Lc5 hier besonders gefährlich für Schwarz, und Weiß kann hier sehr schnell das Zentrum beherrschen und dort seine Zentralbauern mit Figurenunterstützung gefährlich nach vorne werfen. Schwarz wird zur Verteidigung verdammmt. Das zeigt auch sehr gut Deine Partie, das Problem bei der Cordel-Variante ist, daß hier Kleinigkeiten ausreichen können, daß Schwarz an die Wand gedrängt wird, und als Anfänger, der weder in dieser Eröffnung noch im allgemeinen Spiel mit den Feinheiten vertraut ist, wirst Du diese Fehler machen. In den ultrasoliden geschlossenen Systemen, von denen die Breyervariante zusätzlich eines der stärksten Systeme ist, werden auch kleine Fehler nicht sofort zur Katastrophe führen. Aber gut, wenn ein Anfänger zehn Schachspieler nach Eröffnungen fragt, die er spielen soll, wird er auch zehn verschiedene Antworten bekommen. Das liegt in der Natur der Sache. ;)

Beitrag von SchwarzerRitter

Schwarz1. e4 e5 2. d4 exd4 3. c3 dxc3 4. Bc4 cxb2 5. Bxb2 Nc6 6. Nf3 Bc5 7. Bxf7+ Kxf7 8. Qd5+ Ke8 9. Qxc5 Qe7 10. Qxe7+ Ngxe7 11. O-O Rg8 12. Nc3 b6 13. Nb5 Kd8 14. Ng5 h6 15. Nf7+ Ke8 16. Nxh6 gxh6 17. Nxc7+ Kd8 18. Nxa8 Ba6 19. Rfd1 Bb7 20. Nxb6 axb6 21. Bc1 Ne5 22. f3 Nxf3+ 23. Kh1 Bxe4 24. Rf1 Nh4 25. Rf2 Nxg2 26. Kg1 Ne3+ 0-1weiß1. e4 d5 2. exd5 c6 3. dxc6 Nxc6 4. Nf3 a6 5. d4 Bg4 6. Be2 e5 7. c4 exd4 8. Nxd4 Bxe2 9. Qxe2+ Nge7 10. Nxc6 bxc6 11. O-O g6 12. Qe5 Rg8 13. Nc3 Bg7 14. Qe3 Ra7 15. Qxa7 1-0schwarz1. e4 e5 2. d4 exd4 3. c3 dxc3 4. Bc4 d6 5. Nf3 Nf6 6. O-O Be7 7. e5 dxe5 8. Qb3 O-O 9. Nxe5 Be6 10. Bxe6 fxe6 11. Qxe6+ Kh8 12. Nf7+ Rxf7 13. Qxf7 Qf8 14. Qb3 b6 15. Nxc3 Nc6 16. Nb5 Qd8 17. Bf4 Rc8 18. Rad1 Bd6 19. Bxd6 cxd6 20. Nxd6 Rc7 21. Nf7+ Rxf7 22. Rxd8+ Nxd8 23. Rd1 Rf8 24. Qa3 Re8 25. Qxa7 Nd5 26. Qd7 Nf6 27. Qxd8 Rxd8 28. Rxd8+ Ng8 29. Rb8 g6 30. Rxb6 Kg7 31. Rb7+ Kh6 32. a4 Nf6 33. a5 Ne4 34. a6 Nd6 35. a7 Nxb7 36. a8=Q Nc5 37. Qf8+ Kg5 38. Qxc5+ Kf6 39. Qd6+ Kf5 40. f4 Ke4 41. Kf2 h5 42. Ke2 h4 43. Qe5# 1-0weiß1. e4 d5 2. exd5 c6 3. dxc6 Nxc6 4. Nf3 e6 5. Bb5 Bd7 6. O-O a6 7. Ba4 b5 8. Bb3 Bd6 9. d4 h6 10. d5 Nce7 11. dxe6 Bxe6 12. Bxe6 fxe6 13. Nc3 Qc7 14. g3 Rd8 15. Qe2 e5 16. Ne4 Qc4 17. Nxd6+ Rxd6 18. Qxc4 bxc4 19. Nxe5 Nf6 20. Bf4 O-O 21. Ng6 1-0Im dritten Spiel habe ich es versucht vorsichtiger anzugehen, weil mir noch in Erinnerung war, dass sich im ersten ein Fehler eingeschlichen hatte. Scheinbar hatte ich dann zu wenig Biss. Mir ist auch während des Spiels klar geworden, dass ich das erste eigentlich besser zu erst analysiert hätte, aber naja, wenn man Online eine Revanche nach der anderen macht ist das nicht immer möglich. Im vierten Spiel hat er seit der Bauerngabel patzig die Zeit auslaufen lassen. Ich denke, dass er es mir durch einen ernsthafteren Versuch hätte schwieriger machen können. Aber vermutlich war schon nicht mehr viel zu retten.SchwarzerRitter

Beitrag von SchwarzerRitter

[White "Unbekannt"][Black "SchwarzerRitter"][Result "1-0"][ECO "A34"][PlyCount "73"]1. c4 c5 2. Nf3 Nf6 3. d4 Nc6 4. Nc3 d5 5. e3 cxd4 6. Nxd4 e5 7. Nxc6 bxc6 8.g3 e4 9. Be2 Bd6 10. cxd5 cxd5 11. Bb5+ Bd7 12. O-O Bxb5 13. Nxb5 Be5 14. f4Bxb2 15. Bxb2 Rb8 16. Bxf6 Qxf6 17. Nc7+ Kd7 18. Nxd5 Qd6 19. Nc3 Rb2 20. Qxd6+Kxd6 21. Nxe4+ Ke6 22. Nc5+ Ke7 23. Rfd1 Rc8 24. Nd3 Re2 25. Rdc1 Rcc2 26. Rxc2Rxc2 27. Nb4 Re2 28. Nc6+ Kd6 29. Nxa7 Rxe3 30. a4 Kc5 31. Rb1 Ra3 32. Rb5+ Kc433. a5 Kd4 34. Re5 f6 35. Nb5+ Kd3 36. Nxa3 fxe5 37. fxe5 1-0Nach 14. f4 Lxb2 15. Lxb2 Tb8[FEN=1r1qk2r/p4ppp/5n2/1N1p4/4pP2/4P1P1/PB5P/R2Q1RK1 b k - 0 16]1r1qk2r/p4ppp/5n2/1N1p4/4pP2/4P1P1/PB5P/R2Q1RK1 b k - 0 16[/FEN]Gibt es für solche Fehlkonstruktionen einen Namen und Übungen? Ich dachte, dass ich durch den Spieß oder die Fessel den Bauern gewinne. Aber der Spieß war wirkungslos wegen 16. Lxf6.

Beitrag von Kiffing

Ich würde hier einfach von einem Rechenfehler im 2. Halbzug sprechen. Um taktisch sicherer zu werden hilft einfaches Taktiktraining, und konkret auf Dein eigenes Beispiel bezogen: die gegnerischen Möglichkeiten zu berücksichtigen.

Beitrag von SchwarzerRitter

Okay, es war halt richtig ärgerlich.Da hätte ich dann lieber zähneknirschend den Läufer tauschen sollen (14. ... Ld6) oder aber sehen, dass ich en-passant (14. ... exf3) schlagen kann, was aber noch unwahrscheinlich ist.

Beitrag von SchwarzerRitter

Wer anderen eine Grube gräbt... Scheinbar fällt man onlin mit Schäfermatt nicht oft genug auf die Nase.[Site " Chess.com"][Date "19.09.2016"][White "SchwarzerRitter"][Black "Unbekannt"][Result "1-0"]1. e4 e5 2. Nf3 Qf6 3. d4 d6 4. dxe5 dxe5 5. Bg5 Qe6 6. Qd8# 1-0

Beitrag von ruf012

#(4 5 6) D(3. f7-f6) Xe5, 3. f7-f6 versorgt den Brennpunkt e5 #(7 11 12 14 17 19.(1 3) 23 ) D(2. d7-d6) Xe5, d7-d6 versorgt den Brennpunkt e5 #(19.(2 4) 20) /B.s(e7 zX1.e5) , nach 1.e7-e5 kann ein zukünftiger Brennpunkt auf e5 entstehen

Beitrag von SchwarzerRitter

[Event "Schacharena "][Site "?"][Date "2016.11.18"][White "Gegner"][Black "Schwarzer Ritter"][Result "0-1"][PlyCount "24"]1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bc4 Bc5 4. c3 Nf6 5. b4 Bb6 6. b5 Na5 7. Na3 Nxc4 8.Nxc4 Nxe4 9. Nfxe5 Nxf2 10. Qe2 Qe7 11. Qxf2 Bxf2+ 12. Kxf2 O-O 0-1Die Analyse der Partie hat mich gruseln lassen. Das ist wieder ein typisches Spiel, wo ich mir später die Augen gerieben hätte wie das denn passieren konnte, wenn der Gegner seine Chancen wahr genommen hätte. Während der Partie habe ich mich großartig gefühlt, aber jetzt frage ich mich, ob ich überhaupt Schachspielen sollte. :confused2::wink2:[Site " Chess.com"][White "Schwarzer Ritter"][Black "Gegner"][Result "1-0"][TimeControl "30 Minuten"]1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 Nge7 4. Nc3 a6 5. Ba4 b5 6. Bb3 h6 7. O-O Ng6 8. d3 Bc5 9. Be3 Nd4 10. Nxd4 exd4 11. Qf3 O-O 12. Bxh6 gxh6 13. Qh5 Kg7 14. Nd5 c6 15. f4 cxd5 16. Bxd5 Rb8 17. Rf3 Rb6 18. Rg3 Kh7 19. Rh3 Nxf4 20. Qf5+ Ng6 21. Rf1 d6 22. Qxf7+ Rxf7 23. Rxf7+ Kh8 24. Rxh6+ Kg8 25. Rxg6+ Kh8 26. Rh6+ Kg8 27. Rd7+ 1-0Das ist auch ungenau, aber dafür sehr ästhetisch. :froh: Ich war mir nur nicht sicher, ob man aus ästhetischen Gründen 27. Td7 oder 27. Ta7 ziehen sollte. Mit Turm a7 hätte mein Gegner vielleicht nicht aufgegeben. 27. Td7 kann man ziehen, um zu zeigen, dass man gesehen hat, dass durch den Abzug auch die Dame hängt und 27. Ta7 würde verdeutlichen können, dass man weiß, dass man die Dame nicht gewinnen muss. Das würde vielleicht besser zum Rest der Partie passen, wo ich so viel Material geopfert habe. Ich habe den Abzug gesehen und der war mir auch schon länger bewusst. Ich habe aber erst gezogen als ich das Matt gesehen habe, weilich die ganze Zeit da stand und dachte, dass willst du nicht durch Damengewinn und materielles Übergewicht gewinnen. Das muss doch schöner gehen.

Beitrag von SchwarzerRitter

Ich wollte mich online mal im Königsgambit und der Philidor-Verteidigung versuchen. Eigentlich kann ich beiden Eröffnungen nichts abgewinnen, aber vielleicht kann man etwas dabei lernen.Die erste Partie musste ich leider auf Zeit gewinnen.:froh:[Event "Königsgambit Versuche"][Site "Chess.com"][Date "2017.01.23"][Round "?"][White "SchwarzerRitter"][Black "Online, chessCom"][Result "1-0"][ECO "C30"]1. e4 e5 2. f4 Nc6 3. fxe5 Nxe5 4. Nf3 d6 5. d4 Qh4+ 6. Nxh4 1-0

Beitrag von SchwarzerRitter

Vorschau: 26. ... cxd4? Finde den besten Zug für Weiß.[FEN=r4bnr/1bknq3/1p5p/pP1pPQpB/P2p1p2/2N2N1P/3B1PP1/2R2RK1 w - - 0 27]r4bnr/1bknq3/1p5p/pP1pPQpB/P2p1p2/2N2N1P/3B1PP1/2R2RK1 w - - 0 27[/FEN][Event "Arena 30 Min"][Site "?"][Date "2017.05.05"][Round "?"][White "SchwarzerRitter"][Black "Online, Arena"][Result "1-0"][ECO "A40"][PlyCount "59"]1. d4 f6 2. c4 g6 3. e4 c6 4. Nc3 Na6 5. Nf3 e6 6. Be3 Bh6 7. Qd2 Bf8 8. e5 f59. Bg5 Qc7 10. a3 Bg7 11. b4 h6 12. Be3 b6 13. b5 Nb8 14. Qb2 Bb7 15. Be2 Bf816. O-O d5 17. Rac1 Qe7 18. a4 g5 19. Ne1 f4 20. Bh5+ Kd7 21. Bd2 Kc7 22. Nf3a5 23. Qc2 c5 24. cxd5 exd5 25. Qf5 Nd7 26. h3 cxd4 27. Nxd5+ Kd8 28. Nxe7 Nxe729. Qf7 Bd5 30. Qe8# 1-0

Beitrag von ToBeFree

Hehe, schön :)

Beitrag von SchwarzerRitter

Herrlich vor einem Monat hätte ich wahrscheinlich sogar den Namen gewusst, aber ich habe nichts behalten.18. Sd2... Schwarz am Zug, Matt in 3[FEN=r6r/pppk4/8/2b3p1/5n2/P2P4/1PPN1PPP/R4RK1 b - - 0 1]r6r/pppk4/8/2b3p1/5n2/P2P4/1PPN1PPP/R4RK1 b - - 0 1[/FEN][Event "?"][Site "?"][Date "????.??.??"][Round "?"][White "Gegner"][Black "SchwarzerRitter"][Result "1-0"][PlyCount "45"]1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bc4 Bc5 4. O-O d6 5. a3 Nf6 6. d3 Be6 7. Bxe6 fxe6 8.Bg5 h6 9. Bxf6 gxf6 10. Nh4 f5 11. Qh5+ Kd7 12. exf5 Nd4 13. fxe6+ Nxe6 14. Nf3Nf4 15. Nxe5+ dxe5 16. Qxe5 Qg5 17. Qxg5 hxg5 18. Nd2 Rh7 19. Ne4 Bd6 20. Nf6+Kc6 21. Nxh7 Rh8 22. Rae1 Rxh7 23. g3 1-0

Beitrag von Kiffing

Das war ein "vergebener Schönheitspreis", um einen Ausdruck von Artur Jussupov zu gebrauchen. Ich würde mich von solchen verpaßten Chancen aber nicht entmutigen lassen. Es ist im Schach nun einmal so, daß der Fortschritt im Schach, vor allem ab einem gewissen Niveau, eher schleppend vorangeht. Mit der Zeit, die man in Praxis und z. B. im Taktiktraining verbringt, kommt aber allmählich die Sicherheit, und dann findest Du solche taktischen Lösungen im Schlaf. Also auf zur nächsten Chance, die Du dann nutzen kannst!

Beitrag von SchwarzerRitter

Auf Lichess gespielt. Es gibt dort die eigentlich nette Funktion, dass man die Partie analysieren kann und dann versuchen kann seine Fehler zu korrigieren. Leider habe ich gemerkt, dass ich manchmal nicht einmal einen Ansatz habe. Manchmal verstehe ich noch nicht einmal die Lösung. Bei dieser Partie war es zum Beispiel so. Das frustriert mich ehrlich gesagt.[Event "Rated Classical game"][Date "2017.07.29"][White "Weisser Gegner"][Black "SchwarzerRitter"][Result "0-1"][UTCDate "2017.07.29"][Variant "Standard"][TimeControl "900+15"][ECO "A35"][Opening "English Opening: Symmetrical Variation, Two Knights Variation"][Termination "Normal"]1. c4 c5 2. Nc3 Nc6 { A35 English Opening: Symmetrical Variation, Two Knights Variation } 3. a3 e5 4. e4 g6 5. d3 Nh6 6. Nge2 f5 7. Ng3 f4 8. Nge2 d6 9. Nd5 Be6 10. Nec3 Nd4 11. h3 Ng8 12. Qa4+ Bd7 13. Qd1 Bc6 14. b3 Nf6 15. Bb2 Bh6 16. Nb5 Nxb5 17. cxb5 Bxd5 18. exd5 Nxd5 19. b4 cxb4 20. axb4 Qb6 21. d4 e4 22. Bc4 Nxb4 23. Ba3 d5 24. Bxb4 dxc4 25. Bc5 Qxb5 26. Rb1 Qa5+ 27. Bb4 Qg5 28. Qg4 Qxg4 29. hxg4 Bg7 30. Bc3 O-O-O 31. Rd1 Rd5 32. O-O Rhd8 33. f3 e3 34. Ra1 a6 35. Kh1 Bxd4 36. Bxd4 Rxd4 37. Rfe1 R8d5 38. Ra4 Rc5 39. Rb1 e2 40. Rab4 Rd1+ 41. Rxd1 exd1=Q+ 42. Kh2 Kc7 43. Kh3 Qg1 44. Rb1 Qxb1 45. Kh4 h6 46. g5 h5 47. g3 Qh1# { Black wins by checkmate. } 0-1Die Fehler und Patzer waren (die Ungenauigkeiten habe ich weg gelassen, weil die auch nicht später im Training benutzt werden und weil die Engine sie später manchmal selber noch korrigiert):18. ... Sxd5?[SPOILER]Richtiger Zug: 18. ... f3, Ich habe keine Ahnung warum oder wie man darauf kommen könnte.[/SPOILER]20. ... Db6?[SPOILER]20. ... f3 Noch mal das gleiche vermutlich.[/SPOILER]22. ... Sxb4?[SPOILER]22. ... Sf6 Warum? Obwohl ich ahnte, dass der Springer ziehen muss, hatte ich keine Ahnung, warum ausgerechnet dort hin.Ich wollte vorher den Bauern selber nicht schlagen. Mein Springer hat jetzt aber die Gabel und es ist nur ein Abtausch. Ich verstehe den Fehler nicht und noch weniger verstehe ich warum der Springer auf f6 gut steht.[/SPOILER]26. ... Da5+?[SPOILER]Gut den verstehe ich im Nachhnein schon, weil nach 27. Tb4 b6? Was ich gedacht hätte, was geht, bekommt Weiß Initiative, wenn 28. Dc2 bxc5 29. Dxe4+! folgt.Wenn man das bemerkt hätte, hätte man einen anderen Zug gesucht und wäre dann vielleicht auf: 26. ... Dc6 gekommen.[/SPOILER]27. ... Dg5??[SPOILER]27. ... Dd5 Es wirkt auf mich eben fast gleichwertig.Der vorgeschlagene Zug ist etwas defensiver während der Buchzug aggressiver den Bauern g2 bedroht.[/SPOILER]31. ... Tc5?[SPOILER]31. ... c3 Okay, das ist leicht. In der Situation würde ich sagen, habe ich nicht nach einen besseren Zug gesucht. Ich wollte nur der Regel entsprechen: Türme hinter die Freibauern.[/SPOILER]

Beitrag von Kiffing

Das war eine klassische Kampfpartie. Auf 18. ...f3 kann man kommen, indem man sich klarmacht, daß dieser Zug zwei wichtige Funktionen erfüllt. Er macht dem Lh6 die Diagonale frei, macht ihn also stark, und dieser bestreicht schön die Felder vor dem gegnerischen König, engt ihn also ein. Die gegnerische Königssicherheit ist gefährdet. Das ist sie zudem durch einen weiteren Vorteil von 18. ...f3. Nimmt der Bg2, dann ist der übliche Schlupfwinkel über die kleine Rochade zerstört, und wenn Weiß Dich auf g2 schlagen läßt, ist er das genauso, ebenso nach 18. g3 mit Keilbildung auf f3. Die Dd1 darf nicht schlagen, weil sie dann vom Königsschutz abgelenkt wäre, wonach stark 18. ...Da5+ kommt. 22. ...Sxb4 würde ich nicht als Fehler sehen. 26. ...Dc6 ist ein starker Multifunktionszug, der defensiv wirkt, indem der Vormarsch des d-Bauern erst einmal blockiert ist, und offensiv durch die Doppeldrohung ...e4 mit Abzug auf g2 und ...b6, so daß Du nach dem Abzug des Lb4 eine schöne Drehscheibe zum Manövrieren für Deine Schwerfiguren hast, während der Lb4 später auf c3 nur noch ein großer Bauer ist. Nach 27. ...Dd5 steht die Dame zentral, was meist schon per se gut ist. Hier verhindert sie das nach 27. ...Dg5 durchaus mögliche 28. Da4+ b5 29. Da6 und die Dg5 muß zurück nach d5 zur Verteidigung - Du verlierst zwei Tempi. 31. ... ist dagegen jetzt nicht so das Problem.Ansonsten sieht das frühe schwarze Hebelmanöver schon nach sechs Zügen verdächtig aus. Das hätte Weiß mit 7. h4 ausnutzen können. Da der Lf8 an den Sh6 gebunden ist, kannst Du Dich nicht so schnell befreien und die so früh vorgerückten schwarzen Bauern können in der Folge zur Zielscheibe werden. So wird der Jäger zum Gejagten. Magst Du eigentlich verschachtelte Strukturen? Statt 3. ...e5 (Weiß bekommt das starke Feld d5 geschenkt, während das Feld d4 wegen des Be2 noch kein Äquivalent ist) hätte ich 3. ...e6 mit Spiel auf d5 für natürlicher gehalten.

Beitrag von SchwarzerRitter

18. ... f3 19. Dxf3 Da5+! hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Sondern wegen 19. Dxf3 hätte ich 18. ... f3 nie gezogen.

Beitrag von Kiffing

Je mehr Du Taktiktraining machst, desto mehr wirst Du während den Partien auf solche Möglichkeiten aufmerksam. Generell gilt Taktiktraining als der Trainingsbereich im Schach, bei dem der Spielstärkezuwachs am schnellsten ist. Deswegen wird Anfängern beim Training auch immer das Lösen von Kombinationsaufgaben empfohlen.

Beitrag von SchwarzerRitter

[Event "?"][Site "?"][Date "2017.09.30"][Round "?"][White "SchachArena"][Black "SchwarzerRitter"][Result "1/2-1/2"][PlyCount "34"]1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 a6 4. Bxc6 bxc6 5. Nxe5 Bc5 6. d4 Bb6 7. O-O c5 8.d5 Nf6 9. Nxf7 Kxf7 10. e5 Ne8 11. c4 Rf8 12. Qh5+ Kg8 13. Bg5 g6 14. Qh4 c615. Bxd8 cxd5 16. Bxb6 dxc4 17. Bxc5 Rf7 1/2-1/2Autsch. Eigentlich stand ich nach dem Springer doch besser, obwohl mich Abtauschvariante zuletzt immer ratlos macht. Ich will nämlich das vorbereite Tchigorin-System spielen.

Beitrag von Kiffing

Hast du denn die verpasste weiße Chance 8. dxc5 Lxc5 9. Dd5 gesehen? Danach hättest du einen Turm verloren und auch die Alternative 8. ...De7 9. Dd5 c6 10. Dxf7+ Dxf7 11. Sxf7 Kxf7 12. cxb6 verliert drei Bauern. Ansonsten halte ich das Springeropfer im nächsten Zug für berechtigt. Dein Gegner kontrolliert das Terrain weit in dein Lager hinein, deine Königssicherheit ist mehr als gefährdet und du kannst den Damenausfall nach f3 oder h5 nicht verhindern. Dein Gegner hat das mit seinen langfristigen strukturellen Vorteilen im Zentrum schon sehr stark gemacht, die bei Königsangriffen meistens vernachlässigt werden, weil es dort meistens um schnelles Tempospiel geht. Hier konnte er sich mitten im Königsangriff solche stabilisierenden Züge wie 11. c4 leisten, weil du dich aus dem Prokrustesbett nicht mehr befreien konntest. Für mich fing das Problem im 4. Zug an. Hier engt 4. ...dxc6 dich nicht so ein und Sxe5 ist wegen ...Dd4 keine Drohung. Deswegen ist das auch Theorie.