Schachburg-Archiv: Benutzerthema „Schachbegriffe in der Alltagssprache“

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Beitrag von Kiffing

Mich würde einmal interessieren, welche Begriffe aus dem Schach es in die Umgangssprache gebracht haben. Bspw. wurde der Bowling-Begriff: "Strike" als Jubel ja auch in die Alltagssprache übernommen.Mir fallen dabei folgende Begriffe ein:Rochade: Personalwechsel, wenn bspw. zwei Minister ihre Position tauschen, im Fußball auch ein SpielzugBauernopfer: wenn man eine Person entläßt, um aus einer Affäre mit heiler Haut herauszukommen bzw. um den Druck abzumildernjmd. Schach Matt setzen: jemanden besiegenFallen euch noch mehr Begriffe ein?

Beitrag von Dragon

hmm also ich bekomme das nicht so mit das jemand schachbegriffe im alltag verwendet

Beitrag von hako

jmdn schach setzen: jemanden auf trapp haltenansonsten fällt mir ein Mythos aus dem Alltag ein, der im Schach Verwendung gefunden hat:Sizilianisch, das zweischneidige Schwert bzw Damoklesschwert - so hat man mir die Eröffnung zumindest beim ersten Mal vorgestellt und ein wenig erklärt :D

Beitrag von Kiffing

Sizilianisch mit einem Damoklesschwert zu vergleichen, halte ich für ein bißchen gewagt. Nach der griechischen Sage konnte das Opfer es nicht beeinflussen, wann das Damoklesschwert auf ihn herabstürzte und ihn tötete. Es konnte jederzeit passieren. Da hat man beim Schach, auch beim Sizilianisch, zum Glück mehr bzw. überhaupt Einflußmöglichkeiten.

Beitrag von hako

auch wieder wahr

Beitrag von ToBeFree

Wie wäre es denn mit "Zugzwang"? Das Wort wurde sogar 1:1 ins Englische übernommen^^

Beitrag von Kiffing

Stimmt, jemanden in Zugzwang setzen, ist ein super Beispiel! :top:

Beitrag von ubuntu

jemanden in schach halten ist die wohl häufigste redewendung mit schachbezug ;)

Beitrag von ToBeFree

Das "Patt" bzw. die "Pattsituation" kommt auch manchmal in Medien vor, glaube ich.

Beitrag von Kiffing

Ja, ist richtig. Im Kalten Krieg sprach man auch von einem "atomaren Patt".