Schachburg-Archiv: Benutzerthema „Dokumentarfilm über Magnus Carlsen“

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Beitrag von Kiffing

Schachfilme haben ja zur Zeit Hochkunjunktur, ich erinnere an Das Talent des Genesis Potini oder an Bauernopfer - Spiel der Könige. Nun ist in Norwegen ein weiterer Film mit Schachbezug entstanden, es ist ein Dokumentarfilm über Magnus Carlsen mit dem Titel Magnus - der Mozart des Schachs. Den Spitznamen "Mozart des Schachspiels" hatte der Weltmeister bereits in seiner Kindheit erworben, im Anklang an die spielerische Leichtigkeit, mit der er das Schachspiel behandeln konnte. Der Film scheint sehr gut gemacht worden zu sein und bietet eine Fülle an Material über den Träger der höchsten Elozahl aller Zeiten. Der junge norwegische Regisseur Benjamin Ree hatte die [URL="http://de.chessbase.com/post/magnus-der-mozart-des-schachs-ein-film-ueber-ein-phaenomen"]Möglichkeit[/URL], seinen prominenten Landsmann "auf Schritt und Tritt", und auch in "vertraulichen Situationen" (Johannes Fischer) zu begleiten und zu filmen. Insgesamt kam er so auf "über 500 Stunden Archivmaterial" (ebd.). Aber auch Carlsens Entwicklung hin zum Schachthron kommt natürlich nicht zu kurz. Im Herbst soll er bei uns in die Kinos kommen. Ich werde mir den Film unbedingt anschauen. Mehr Informationen zum Film: [url]http://www.chess-international.de/Archive/58814[/url]

Beitrag von Birliban

Zwei Rezensionen sind auch in der Deutschen Schachzeitung bzw. im Schachmagazin 64 zu finden. Wer mag, kann sich sogar noch für eine kostenlose Voraufführung (6. November, im Kant-KIno Berlin) bewerben. 200 Freikarten sind zu vergeben.[url]http://www.bdf-fernschachbund.de/news-pdf/magnus-schach-281016.pdf[/url][url]http://www.bdf-fernschachbund.de/news-pdf/magnus-schachmagazin64-261016.pdf[/url]

Beitrag von Kiffing

Ein Trailer ist auch schon da:[video=youtube;zbKucZtjShg][Hier befand sich ein Link auf die Seite "https://www.youtube.com/watch?v=zbKucZtjShg". Der Link wurde vom Benutzer mit dem Titel "https://www.youtube.com/watch?v=zbKucZtjShg" versehen. Aus urheberrechtlichen Gründen ist es möglicherweise erforderlich, diesen Hinweis beizubehalten, da manche Benutzer die Quelle ihrer Zitate von anderen Internetseiten so gekennzeichnet haben. Dieser Hinweis wurde automatisch an Stelle des früheren Links platziert. Falls der Link unangemessen oder ohnehin unerreichbar geworden ist, kann die im Impressum genannte Adresse mit einer Bitte um Entfernung kontaktiert werden.][/video]

Beitrag von Kiffing

Für den bekannten Schachjournalisten Stefan Löffler kranke der Film an einem [URL="http://www.faz.net/aktuell/sport/schach-wm/magnus-carlsen-tritt-bei-schach-wm-gegen-sergeij-karjakin-an-14522302.html"]Gegensatz[/URL] zwischen dem Carlsen im Film und dem Carlsen in der Realität. Der Film kommt deswegen bei ihm nicht gut an:[QUOTE]In einer Villa auf Long Island hat Carlsen mehrmals trainiert. Zeitweise spielte er mit dem Gedanken, in die Staaten zu ziehen, hat sich dann aber ein Haus in einem Vorort von Oslo gekauft. Pünktlich zum Titelkampf kommt diesen Freitag ein filmisches Porträt in die Kinos. „Magnus - Der Mozart des Schachs“ hat berührende Momente, etwa wie er als Siebenjähriger gedankenverloren in einem Blumenbeet liegt, während alle anderen ein Geburtstagsständchen singen. Wie er als 14-Jähriger vom Mobbing in seiner Schule berichtet und, als ihm die Tränen kommen, sein Gesicht abwendet.Wie er, fast 23 Jahre alt, ein norwegisches Kinderlied mitsingt und von seinem Vater ermahnt wird, sich zu bedanken, als er am Telefon die Glückwünsche der norwegischen Premierministerin zum WM-Titel entgegengenommen hat. Sensibel, von seiner Familie behütet, im Grunde immer noch ein Kind, so kommt Carlsen rüber. Für sein Image ist die Doku ein Eigentor.Der wirkliche Carlsen strotzt vor Selbstbewusstsein. Rückschläge steckt er weg, und Humor hat er auch. Gerade ist in Norwegen das zweite Donald-Duck-Heft herausgekommen, an dem Carlsen mitgeschrieben hat. Geld hat er nicht genommen. Seine einzige Gegenleistung sind Witze über Rivalen wie den Amerikaner Hikaru Nakamura, der im Comic zu Kvakkamura wird. [/QUOTE]Ich werde mir den Film trotzdem im Kino ansehen und hoffe, daß nicht zu aufdringlich mit Klischees gespielt wird.

Beitrag von Birliban

Ab heute, 28. März 2017, ist der im November 2016 in den Kinos angelaufene Film Magnus – Der Mozart des Schachs auch auf DVD erhältlich. Die Firma NFP marketing & distribution GmbH vermarktet den Film. [url]http://www.nfp-md.de/medium/magnus.html[/url]Erhältlich ist die DVD unter anderem auch hier:[url]http://www.magnus-derfilm.de/[/url][Hier befand sich ein Link auf die Seite "https://www.weltbild.de/artikel/film/magnus-der-mozart-des-schachs_22478981-1". Der Link wurde vom Benutzer mit dem Titel "https://www.weltbild.de/artikel/film/ma ... 22478981-1" versehen. Aus urheberrechtlichen Gründen ist es möglicherweise erforderlich, diesen Hinweis beizubehalten, da manche Benutzer die Quelle ihrer Zitate von anderen Internetseiten so gekennzeichnet haben. Dieser Hinweis wurde automatisch an Stelle des früheren Links platziert. Falls der Link unangemessen oder ohnehin unerreichbar geworden ist, kann die im Impressum genannte Adresse mit einer Bitte um Entfernung kontaktiert werden.][url]http://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/magnus_der_mozart_des_schachs/EAN4009750229811/ID50970803.html[/url][Hier befand sich ein Link auf die Seite "https://www.jpc.de/jpcng/movie/detail/-/art/magnus-der-mozart-des-schachs/hnum/5383794". Der Link wurde vom Benutzer mit dem Titel "https://www.jpc.de/jpcng/movie/detail/- ... um/5383794" versehen. Aus urheberrechtlichen Gründen ist es möglicherweise erforderlich, diesen Hinweis beizubehalten, da manche Benutzer die Quelle ihrer Zitate von anderen Internetseiten so gekennzeichnet haben. Dieser Hinweis wurde automatisch an Stelle des früheren Links platziert. Falls der Link unangemessen oder ohnehin unerreichbar geworden ist, kann die im Impressum genannte Adresse mit einer Bitte um Entfernung kontaktiert werden.]

Beitrag von Mattmonster

der wird über all angeprisen ich finde nicht so gut auch wenn ich nicht genau sagen kann warum:verlegen:

Beitrag von Kiffing

Das Grundgefühl gegenüber dem Film ist bei mir ähnlich. Ich denke, das liegt daran, daß ein Genie zum Problemfall verklärt wird. Dabei gibt es dazu doch überhaupt keinen Anlaß. Dieser junge Mann ist gerade dabei nicht mehr und nicht weniger als Schachgeschichte zu schreiben, und als hätte dies alles keine Bedeutung, wird er auf seine angebliche Rolle als sozialer Sonderfall reduziert, siehe auch eines der Leitmotive des Films: "I´m very different from the rest of the class". Eine solche Herangehensweise wie in dem besprochenen Film könnte ich zwar noch verstehen, wenn es um einen Robert Fischer geht, der im Gegensatz übrigens zu anderen Schachmeistern, die i. d. R. an grundsätzlichen intellektuellen Fragen interessiert sind, auf allen anderen Gebieten hinterherhinkte, weil es in dessen Welt wirklich nur Schach gab. Aber Carlsen ist nicht Fischer. Ach ja, eigentlich wollte ich mir den Film ja trotzdem ansehen. :manga_embarrassed: