Beitrag von Qf3
Hallo an alleDirk Jordan war lange Zeit Turnierdirektor der recht erfolgreichen Deutschen Schach Amateurmeisterschaft (DSAM, früher Ramada-Cup). Zuletzt hatte er die Senioren-Einzelmeisterschaft (DSEM) in Hamburg organisiert. Alles im Auftrag des Veranstalters, dem Deutschen Schachbund (DSB). Wie jetzt rausgekommen ist, hat Jordan ohne Kenntnis des DSB geheime Nebenabsprachen getroffen. Durch dieses Nebenabsprachen hat Jordan wohl Geld generiert, das aber nicht dem DSB, sondern einem ominösen Verein 64 felder e.V. zugute kam. Als Folge hat der DSB die Zusammenarbeit mit Jordan nun vor Kurzem beendet.Die DSAM (also der frühere Ramada-Cup) wird wohl nicht mehr von Jordan organisiert.Ein Interview des DSB-Präsidenten Ullrich Krause zum Thema:[Hier befand sich ein Link auf die Seite "https://de.chessbase.com/post/interview-mit-dsb-praesident-ullrich-krause". Der Link wurde vom Benutzer mit dem Titel "https://de.chessbase.com/post/interview ... ich-krause" versehen. Aus urheberrechtlichen Gründen ist es möglicherweise erforderlich, diesen Hinweis beizubehalten, da manche Benutzer die Quelle ihrer Zitate von anderen Internetseiten so gekennzeichnet haben. Dieser Hinweis wurde automatisch an Stelle des früheren Links platziert. Falls der Link unangemessen oder ohnehin unerreichbar geworden ist, kann die im Impressum genannte Adresse mit einer Bitte um Entfernung kontaktiert werden.]Einige hier haben vermutlich auch mal beim Ramada-Cup mitgespielt.Hättet ihr Jordan gern weiter als Turnierdirektor gesehen, weil er die Turniere immer gut organisiert hat oder seid ihr der Meinung, dass eine Zusammenarbeit mit Jordan nicht mehr möglich ist und die Trennung die einzig mögliche Konsequenz war? Oder wie ist da eure Meinung?Beitrag von ToBeFree
Das klingt alles sehr merkwürdig. :confused:Beitrag von Pantau
Mal aus meiner subjektiven Sicht zusammengefasst:- Jordan hat sich formal juristisch falsch verhalten, da er das Ganze unter der Fahne des DSB durchführte und der DSB das Ganze hätte absegnen müssen.- Er hat sich nicht persönlich bereichert. - der "ominöse Verein", an welchen das Geld ging, sorgt für die schachliche Früherziehung im Kindergarten!- Die Hotelbucher wurden nicht betrogen o.Ä., da sie 1. weder gezwungen waren, in dem Hotel zu nächtigen noch wurden ihnen falsche Tatsachen erzählt - sie bekamen ihr Zimmer zum vereinbarten Preis.- Denjenigen, welche bei diesen Turnieren im Hotel nächtigen statt außerhalb, kommt es auf die paar Kröten nicht an, das sage ich als Betroffener. Wenn man die gewaltigen Verdienste von Jordan berücksichtigt, hätte man das Seitens des DSB anders handhaben können. Z.B., dass es ab jetzt auch offiziell so läuft - dass das als Spende für das Kindergartenschach eingesetzt wird und zudem von den "besser Betuchten" Schachfeunden mitbezahlt würde, hätte man sogar als Werbung nutzen können und die Hotelbucher hätten sich dabei noch toll fühlen können.Statt dessen nun diese typisch deutche Art, das Ganze derart zu eskalieren, so als ob man Leute wie Jordan an jeder Ecke fände. Wie gesagt, nur meine subjektive Sicht auf die Dinge.Beitrag von ToBeFree
[QUOTE=Pantau;28831]Wenn man die gewaltigen Verdienste von Jordan berücksichtigt, hätte man das Seitens des DSB anders handhaben können. Z.B., dass es ab jetzt auch offiziell so läuft [...][/QUOTE]Selbst falls das die objektiv vernünftigste Lösung gewesen wäre, kam sie wahrscheinlich zu keinem Zeitpunkt in Betracht. Es würde mich zumindest sehr wundern, wenn der folgende Gedankengang passiert wäre:- "Oh, da fließt Geld ab. Das war mit uns nicht abgesprochen."
- ==> "Super. Wir machen das ab sofort offiziell."