Schachburg-Archiv: Benutzerthema „Viktor - der neue Schachfilm“

schachburg.de

Beitrag von Kiffing

Die Schach-WM 1978 in Baguio (Philippinen) zwischen Anatoli Karpov und Viktor Kortschnoi, die ich im Forum bereits als [Hier befand sich ein Link auf die Seite "https://www.schachburg.de/threads/1613-Schach-WM-1978-Baguio-Duell-des-Hasses". Der Link wurde vom Benutzer mit dem Titel "Duell des Hasses" versehen. Aus urheberrechtlichen Gründen ist es möglicherweise erforderlich, diesen Hinweis beizubehalten, da manche Benutzer die Quelle ihrer Zitate von anderen Internetseiten so gekennzeichnet haben. Dieser Hinweis wurde automatisch an Stelle des früheren Links platziert. Falls der Link unangemessen oder ohnehin unerreichbar geworden ist, kann die im Impressum genannte Adresse mit einer Bitte um Entfernung kontaktiert werden.] thematisiert habe, stellte an Absurditäten wie feindliche Röntgenstrahlen, Parapsychologen, indische Gurus und ähnliche Entitäten sogar den Nervenkrieg in Reykjavik in den Schatten. In dem schon etwas älteren Schachfilm "Gefährliche Züge" kommt ein ähnlicher Handlungsverlauf mit einer ähnlichen Grundatmosphäre zwar vor, doch sind die Akteure der gezeigten Schach-WM andere. Realitätsgetreu, zumindest was das Grundthema angeht, werden die Vorfälle von Baguio nun in dem neuen Schachfilm "Viktor" abgebildet, er dürfte im Bereich der Schachspielfilme eine absolute Bereicherung darstellen.Einen ersten Ausschnitt davon gibt es in der Mediathek von Arte: [url]http://cinema.arte.tv/de/viktor[/url]Zusammenfassung: [url]http://cinema.arte.tv/de/viktor[/url]Wie gefallen euch die Schauspieler? Übrigens möchte ich betonen, daß ich das Ticken der Schachuhren sehr vermisse. Meine erste Katze dachte übrigens ähnlich, sie legte sich zum Schlafen immer neben eine tickende Schachuhr. :)

Beitrag von ToBeFree

Der Filmausschnitt gefällt mir, ist gut gemacht! Es ist bestimmt nicht leicht, Schachpartien realitätsgetreu und gleichzeitig spannend auch für Laien in einem Kinofilm darzustellen. Der Joghurt und die Reaktion des Gegners darauf geben der ganzen Situation dazu noch etwas Absurdes, Ironisches.Und die Schachuhr passt tatsächlich sehr gut in diese spannende Atmosphäre. Es hätte mich nicht erstaunt, wenn eines der Hauptkriterien für eine elektronische Schachuhr ein möglichst realistisches Ticken geworden wäre. Sogar elektronische Aufziehuhren zum natürlichen Erhalt des Tickens und Verzicht auf Batterien hätte ich mir vorstellen können. An diesen schönen Nebeneffekt des klassischen Zeitmessers haben die Hersteller aber anscheinend nie gedacht. In einigen Jahren empfinden die Schachspieler, die nicht mit tickenden Uhren neben dem Brett aufgewachsen sind, das Ticken einer solchen Uhr vielleicht sogar als störenden Nachteil der alten Technik. :-/

Beitrag von Babylonia

[QUOTE=ToBeFree;27596]Der Filmausschnitt gefällt mir, ist gut gemacht! Es ist bestimmt nicht leicht, Schachpartien realitätsgetreu und gleichzeitig spannend auch für Laien in einem Kinofilm darzustellen. Der Joghurt und die Reaktion des Gegners darauf geben der ganzen Situation dazu noch etwas Absurdes, Ironisches.Und die Schachuhr passt tatsächlich sehr gut in diese spannende Atmosphäre. Es hätte mich nicht erstaunt, wenn eines der Hauptkriterien für eine elektronische Schachuhr ein möglichst realistisches Ticken geworden wäre. Sogar elektronische Aufziehuhren zum natürlichen Erhalt des Tickens und Verzicht auf Batterien hätte ich mir vorstellen können. An diesen schönen Nebeneffekt des klassischen Zeitmessers haben die Hersteller aber anscheinend nie gedacht. In einigen Jahren empfinden die Schachspieler, die nicht mit tickenden Uhren neben dem Brett aufgewachsen sind, das Ticken einer solchen Uhr vielleicht sogar als störenden Nachteil der alten Technik. :-/[/QUOTE]Vielleicht sollte man bei Mannschaftskämpfen noch mal eine alte Schachuhr nur zum Ticken daneben stellen? Also ehrlich gesagt, so ein Nebengeräusch vermisse ich überhaupt nicht, wenn wir in unserem Verein mit unseren digitalen Schachuhren (die ich vorher eingestellt habe) Abendturniere spielen. "Angenehme Stille", würde ich eher sagen. Babylonia

Beitrag von Babylonia

Also es geht um Viktor Kortschnoi und Anatoly Karpov in diesem Film, ich habe mal auf den Link geklickt. Ich höre überhaupt keinen Ton, ich sehe nur den Stummfilm. Ich finde, dass die beiden Schauspieler den dargestellten Schachspielern überhaupt nicht ähnlich sehen! Ohne Ton ist das natürlich jetzt nicht interessant...Babylonia

Beitrag von Kiffing

Wieso hörst Du keinen Ton? Bist Du versehentlich auf den Lautsprecherbutton auf der Leiste unter dem Bild gekommen? Das ist der zweite von rechts.

Beitrag von Babylonia

[QUOTE=Kiffing;27606]Wieso hörst Du keinen Ton? Bist Du versehentlich auf den Lautsprecherbutton auf der Leiste unter dem Bild gekommen? Das ist der zweite von rechts.[/QUOTE]Ja, genau, mein Lautsprecher - Symbol rechts unten war deaktiviert. Inzwischen habe ich es wieder eingeschaltet. Babylonia

Beitrag von Babylonia

Inzwischen hatte ich die Chance, MIT Ton nach dem Filmausschnitt zu schauen. An schachlicher Ungenauigkeit fiel mir sofort auf, dass der Linkshänder, der den Karpov spielt, nach jeweils einem Schachzug seine Züge nicht aufschreibt. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass Herr Kortschnoi zu seinen Lebzeiten einen solchen Kinofilm nicht "abgesegnet" hätte. Dann geht es also um die ganzen "Mätzchen" von dem Parapsychologe-Hypnotiseur zum Joghurt Essen während der laufenden Partie bis zum Aufsetzen einer Sonnenbrille mit dunklen Gläsern, sodass der Gegner die Augenbewegungen nicht sehen kann. Gut finde ich, dass die Sprachen Englisch und Russisch im Original benutzt werden und man dazu die deutschen Untertitel liest. Babylonia