Schachburg-Archiv: Benutzerthema „Umfrage unter Schachspielern: Rechtshänder? Linkshänder? oder Beidhänder?“

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Beitrag von Babylonia

Es ist ja bekannt, wieviel Prozent weibliche Schachspielerinnen es gibt. Zur Händigkeit von Schachspielern kenne jedoch keine Erhebungen. Daher will ich mal selbst eure Händigkeit erfragen. Meine Vermutung: Allgemein gibt es ca. 15 % Linkshänder, ich würde diesen Prozentsatz auch unter Schachspielern erwarten. Dann bitte ich um rege Beteiligung! :wink2:Babylonia

Beitrag von Fiona

Das würde mich in der Tat auch interessieren. Ich bezweifele allerdings, dass hier eine statistisch aussagekräftige Menge an Umfrageteilnehmern zusammenkommt. Außerdem ist es, so denke ich, wahrscheinlicher, dass sich Linkshänder an dieser Umfrage beteiligen als Rechtshänder, weil sie sich vermutlich bei diesem Thema eher angesprochen fühlen. Also ich prognostiziere aus diesem Grund einen weit überdurchschnittlichen Linkshänderanteil im Vergleich zum allgemeinen Durchschnitt :grin: Trotzdem kann ich mir gut vorstellen, dass es tatsächlich mehr Linkshänder im Schachsport gibt. Es wurde ja oft genug bewiesen, wie verschieden die Gehirnhälften je nach Händigkeit genutzt werden. Ich gehöre zu den RechtshändernFiona

Beitrag von Babylonia

Danke für deinen interessanten Beitrag, Fiona! Das würde für mich schon etwas aussagen, wenn 20 Forumuser diese Umfrage beantworten würden. In einem anderen Forum behauptet man, Linkshänder seien eher künstlerisch und gefühlsmäßig orientiert, man spricht dort den Linkshändern das Rationell-Analytische ab. Merkwürdigerweise steckt man Rechtshänder nicht in irgendeine Schublade. Und zu Beidhändern kenne ich überhaupt keine Aussagen, außer, dass es in der Wissenschaft eine Lehrmeinung gibt, die behauptet, dass es keine Beidhänder gäbe. Die Händigkeit ist auch eine Frage der Selbstdefinition, ich selbst bin linkshändig und auch teilweise beidhändig. Für mich hat aber meine Linkshändigkeit Vorrang. Auch, wenn die Stichprobe nicht so groß sein wird, das kann schon interessante Ergebnisse bringen!Babylonia

Beitrag von Zapp Brannigan

[quote]Linkshänder seien eher künstlerisch und gefühlsmäßig orientiert, man spricht dort den Linkshändern das Rationell-Analytische ab.[/quote]Den quatsch habe ich auch schon gehört, trifft aber zumindest bei mir nicht zu.Als linkshänder hat man den vorteil, dass man die uhr fast immer an die richtige seite des Brett stellen kann, wenn man schwarz hat kann man ja eh wählen und wenn man weiss hat wählt der gegner, welcher in der regel rechtshänder ist ebenfalls die gute seite :)Ich bin eindeutig nicht beideshänder sondern linkshänder, würde aber sagen dass beide Arme etwa gleich stark sind. Die computer-maus bediene ich aber mit rechts und könnte es jetzt auch nicht mit links. Bei den beinen spring ich mit rechts ab, z.bsp. Volleyball-Smash oder Basketball-Layup, ist aber wohl auch gewohnheitssache, zumindest im Volleyball springt man ja immer mit dem fuss vis-à-vis des armes, mit welchem man smashen will, ab.Ist links/rechts-händer eigentlich vererbbar? Mein Vater ist linkshänder, ich bin es, mein Sohn auch...

Beitrag von Babylonia

Danke für deinen Beitrag, Zapp! Das mit den Schachuhren ist praktisch bei den analogen Schachuhren, bei meinem Schnellschachturnier hatte niemand etwas dagegen, wenn ich mir die Schachuhr jeweils auf die linke Seite stellte. Bei uns im Verein benutzen wir aber die digitale DGT 2010, und die muss bei unseren Turnieren immer an einer festgelegten Seite stehen, die kann man dort nicht wegnehmen und auf die andere Seite hinstellen. Doch, die Wissenschaft sagt, dass die Händigkeit vererbt wird. In meinem Fall sind waren zwei Großeltern und ein Onkel Linkshänder, meine Geschwister und Eltern sind aber Rechtshänder. Babylonia

Beitrag von Babylonia

Hi Zapp,die These, dass "alle" Linkshänder künstlerisch und gefühlsmäßig orientiert sein sollen, ist mir zu Klischeehaft und die würde ich selbst gerne widerlegt sehen. Vor allem in Linkshänderkreisen geistert diese These herum und wird dort nicht hinterfragt. Babylonia

Beitrag von ToBeFree

Damit das wirklich aussagekräftig ist, bräuchte man, wenn ich in Stochastik richtig aufgepasst habe, um die 1000 Abstimmende - und die müssen dann auch noch so gewählt sein, dass sie die Gesamtmasse repräsentieren (z.B. nicht 1900 Frauen und 100 Männer o.ä.). :DIch bin Rechtshänder und kann mir nicht vorstellen, dass die Händigkeit so einen großen Einfluss auf Fähigkeiten oder gar Interessen hat, wie das oft behauptet wird. Wahrscheinlich wird das in den Medien gerne übertrieben dargestellt.

Beitrag von Sanpelg

[QUOTE=ToBeFree;26673]Ich bin Rechtshänder und kann mir nicht vorstellen, dass die Händigkeit so einen großen Einfluss auf Fähigkeiten oder gar Interessen hat, wie das oft behauptet wird. Wahrscheinlich wird das in den Medien gerne übertrieben dargestellt.[/QUOTE]Das denke ich auch. Kann mir allerdings auch vorstellen, dass Linkshänder sich mehr mit dem Thema befassen als Rechtshänder, denn auch wenn es Rechtshändern nicht auffällt, die ganze Gesellschaft ist auf uns (Rechtshänder) zugeschnitten. Das fängt schon mit dem Schreiben an, geht mit Alltagsgegenständen wie z.B. Scheren weiter und hört auch bei der Position der Schachuhr noch lange nicht auf.

Beitrag von Babylonia

Ich würde mal kühn die Gegenthese aufstellen zu dem, was die Linkshänderberater vertreten, nämlich dass die Händigkeit mit Begabungen und Interessen nichts zu tun hat. Wenn meine These richtig ist, dann müssten bei den Schachspielern genauso viele Linkshänder und Rechtshänder vorhanden sein, wie in der Gesamtbevölkerung. Babylonia

Beitrag von Zapp Brannigan

[quote] Kann mir allerdings auch vorstellen, dass Linkshänder sich mehr mit dem Thema befassen als Rechtshänder, denn auch wenn es Rechtshändern nicht auffällt, die ganze Gesellschaft ist auf uns (Rechtshänder) zugeschnitten. Das fängt schon mit dem Schreiben an, geht mit Alltagsgegenständen wie z.B. Scheren weiter und hört auch bei der Position der Schachuhr noch lange nicht auf. [/quote]Im alltag merke ich eigentlich nichts. Höchstens beim brotschneiden, da muss ich immer zuerst das brot drehen :DIn der schule bekam ich schnell die erlaubnis, mit einem kugelschreiber anstatt einer füllfeder zu schreiben, weil ich immer alles verschmierte. wieso wird diese archaische ding eigentlich immer noch benutzt? Ich kenn nicht eine erwachsene person die mit einer füllfeder schreibt.Am mühsamsten war es in der armee (ja, das ist in der schweiz leider immer noch obligatorisch...) beim schiessen. Die heisse hülse fliegt beim schweizer sturmgewehrt rechts weg. Für rechtshänder kein problem, man hat das gewehr an der rechten schulter, die hülse fliegt weg vom soldat. Als linkshänder hat man das gewehr an der linken schulter, die hülse fliegt weg und landet ab und zu mal auf dem rechten arm. Da hatte ich mal eine schöne brandwunden.

Beitrag von Babylonia

Ich habe mir die ganze Linkshändigkeit erst als 15 - Jährige selbst beigebracht. Dazu gehörte dann auch das Schreiben und alles Andere sonst. Ich habe immer gerne sowohl mit links als auch mit rechts mit dem Füller geschrieben. Vom Wehrdienst habe ich auch gehört, dass das ein Rechtshänderdrill sei. Wie sieht das aus in einer militärischen Einheit, wenn alle Soldaten das Gewehr mit rechts halten und ein Soldat mit links? Als Frau wurde ich nicht zum Wehrdienst eingezogen und damals gab es in Deutschland noch gar keine Frauen in der Armee. Babylonia

Beitrag von Babylonia

Hallo liebe Schachspieler, Zur Händigkeit haben wir bis jetzt noch eine sehr kleine Stichprobe, daher wünsche ich mit noch mehr Beteiligung. :cool:Bei der jetzigen Gesamtzahl hätten wir:70 % Rechtshänder20 % Linkshänder10 % Beidhänder 10 % Beidhänder wäre viel, 20 % Linkshänder wäre je nach Auffassung der Wissenschaftler noch in dem Bereich dessen, was der Durchschnittsbevölkerung entspricht. Wenn die Linkshänderberater recht hätten, dann dürften hier in diesem Forum überhaupt keine Linkshänder Schach spielen. Wie merkwürdig, dass ich in unserem Schachverein auch schon andere (außer mir) Linkshänder als Schachpartner hatte. Babylonia

Beitrag von Kiffing

[QUOTE=Babylonia;26690]Wenn die Linkshänderberater recht hätten, dann dürften hier in diesem Forum überhaupt keine Linkshänder Schach spielen. [/QUOTE]Selbst wenn es stimmen sollte, daß Linkshänder eher künstlerisch und gefühlsmäßig orientiert seien (ich kenne mich mit dem Thema leider nicht aus), dann spricht das nicht gegen einen Schachbezug. Denn bei den Schachspielern ist der intuitiv-künstlerische Zugang stark verbreitet. Das sind Spieler, für die Schach eine Form von Kunst ist, die sie ähnlich intuitiv beherrschen wie etwa Mozart die Musik erfühlt hat. Capablanca wäre solch ein typisches Wunderkind, dem die guten Züge auch ohne bewußtes Nachdenken einfach so zuflogen, und unter den Schachmeistern gab es eine Reihe von großen Musikern wie Philidor, Smyslow und Taimanov. Auch für diese Schachmeister war Schach eher eine Kunst als ein Spiel der Logik.

Beitrag von Babylonia

[QUOTE=Kiffing;26692]Selbst wenn es stimmen sollte, daß Linkshänder eher künstlerisch und gefühlsmäßig orientiert seien (ich kenne mich mit dem Thema leider nicht aus), dann spricht das nicht gegen einen Schachbezug. Denn bei den Schachspielern ist der intuitiv-künstlerische Zugang stark verbreitet. Das sind Spieler, für die Schach eine Form von Kunst ist, die sie ähnlich intuitiv beherrschen wie etwa Mozart die Musik erfühlt hat. Capablanca wäre solch ein typisches Wunderkind, dem die guten Züge auch ohne bewußtes Nachdenken einfach so zuflogen, und unter den Schachmeistern gab es eine Reihe von großen Musikern wie Philidor, Smyslow und Taimanov. Auch für diese Schachmeister war Schach eher eine Kunst als ein Spiel der Logik.[/QUOTE]Intressanter Beitrag, Kiffing! Das es auch Schachspieler gibt, die völlig intuitiv spielen, wusste ich gar nicht. Ich selbst bin völlig unkünstlerisch und stattdessen logisch - analytisch orientiert, was man Frauen ja auch nicht nachsagt. Mein Schachspiel ist durchdacht und auch durchgerechnet, wo es erforderlich ist. Also ich passe in dieses enge Schubladen-Bild von Linkshändigkeit überhaupt gar nicht. Warum sollten Linkshänder nicht das ganze Spektrum an Begabungen haben wie Rechtshänder auch? Ich sehe das nicht ein! Das hat mich auf die Idee zu dieser Umfrage gebracht. ;)Babylonia

Beitrag von ToBeFree

Ich dachte zuerst, "Linkshänderberater" sei eine ironische Wortneuschöpfung, ein Witz. Aber gut, das kann ich mir noch vorstellen - vielleicht stößt man in unserer Gesellschaft wirklich auf ernsthafte Probleme, wenn man als Linkshänder bei der Planung von verschiedensten Dingen gar nicht beachtet wurde. Dazu fällt mir das hier ein:[QUOTE]In Burgen sind Wendeltreppen meist rechtsherum gewendelt (von unten aus gesehen), damit der von unten kommende Angreifer mit dem rechten Arm beim Schlagen mit dem Schwert durch den Mittelpfosten der Treppe behindert war, während der von oben kommende Verteidiger als Rechtshänder mit dem Schwert über die Stufen hinweg gut ausholen konnte.[/QUOTE][SUP]([Hier befand sich ein Link auf die Seite "https://de.wikipedia.org/wiki/Wendeltreppe". Der Link wurde vom Benutzer mit dem Titel "https://de.wikipedia.org/wiki/Wendeltreppe" versehen. Aus urheberrechtlichen Gründen ist es möglicherweise erforderlich, diesen Hinweis beizubehalten, da manche Benutzer die Quelle ihrer Zitate von anderen Internetseiten so gekennzeichnet haben. Dieser Hinweis wurde automatisch an Stelle des früheren Links platziert. Falls der Link unangemessen oder ohnehin unerreichbar geworden ist, kann die im Impressum genannte Adresse mit einer Bitte um Entfernung kontaktiert werden.])[/SUP]...aber eine "Beratung", bei der man in eine Schublade gesteckt wird und "linkshändertypische" Hobbys empfohlen bekommt, ist doch hoffentlich die Ausnahme?[FONT=Courier New][SUP]Kunden, die "Linkshänder" kauften, kauften auch: Alles außer Schach.[/SUP][/FONT]

Beitrag von Babylonia

Danke, ToBeFree, du hast mich darauf aufmerksam gemacht, dass der Begriff "Linkshänderberater / in " unbekannt ist.Das ist eine Berufsbezeichnung von meistens Psychologinnen oder Ergotherapeutinnen "zertifiziert nach der Methodik von Frau Dr. Johanna Barbara Sattler", die Beratungen anbieten in Fällen von unklarer Händigkeit meistens von Kindern und oft von "umgeschulter" Händigkeit von Linkshändern. Diese Linkshänderberater begleiten auch Rückschulungen von Leuten, die auf rechts umerzogen worden sind. Also diese Beraterinnen sind fachlich ausgebildet und vertreten ihre Thesen auch mit einem fachlichen Anspruch. Diese Thesen über die durch die rechte Gehirnhälfte gesteuerten Linkshändern mit ihren künstlerischen Begabungen etc. habe ich im [Hier befand sich ein Link auf die Seite "www.Linksh%c3%a4nderforum.html". Der Link wurde vom Benutzer mit dem Titel "www.Linkshänderforum.org" versehen. Aus urheberrechtlichen Gründen ist es möglicherweise erforderlich, diesen Hinweis beizubehalten, da manche Benutzer die Quelle ihrer Zitate von anderen Internetseiten so gekennzeichnet haben. Dieser Hinweis wurde automatisch an Stelle des früheren Links platziert. Falls der Link unangemessen oder ohnehin unerreichbar geworden ist, kann die im Impressum genannte Adresse mit einer Bitte um Entfernung kontaktiert werden.] gelesen, dort werden sie mit einer gewissen Autorität vertreten und praktisch alle Forumuser dort scheinen dieser "herrschenden Meinung" zu folgen. Und ich bin mal wieder die Rebellin, die eigene Denkansätze entwickelt... :D:D:DBabylonia

Beitrag von Zapp Brannigan

Im Mittelalter wurde auch auf der linken Strassen-Seite geritten, damit man das Schwert in der rechten Hand halten konnte zum Kämpfen. Das wurde in Europa erst durch Napoleon geändert, welcher alles schön genormt haben wollte (Metrisches System, …) in seinem Rechtssystem (zweideutig ;)). Da die Engländer zu dieser Zeit keine guten Freunde von Napoleon waren, fahren die Briten heute noch links und benutzen immer noch nicht das metrische System.Die Meinung, Linkshänder seien künstlerisch begabt habe ich auch nur einmal von einer Linkshänderin gehört. Aber das klang eher als Ausrede, von wegen sie sei nicht sonderlich gut in Mathematik, aber dafür kann sie ja nichts weil sie Linkshänderin ist und deshalb Architektur studiert. Das ist wie die Schachspieler die sich als Positionsspieler bezeichnen aber in Wirklichkeit einfach taktisch schwach sind …

Beitrag von Babylonia

Ja, man sollte sowohl positionell als auch taktisch gut spielen. :top:Bei mir überwiegt aber auch das positionelle Spiel, weil ich im Spiel zu wenig Möglichkeiten sehe, eine Taktik anzubringen. Aber das finde ich weder rechts- noch linkshändig, sondern ich müsste in stringenterer Regelmäßigkeit Taktikaufgaben üben. Ich habe eine besondere Sprachbegabung, aber da würde ich gar keinen Zusammenhang zu meiner Händigkeit sehen. Babylonia

Beitrag von Sanpelg

Ist es nicht so, dass es zwei verschiedene Arten von Linkshändigkeit gibt? Einmal die "normale" Verteilung, d.h. Verbindung der analytischen linken Gehirnhälfte mit der rechten Hand, wobei Linkshändigkeit dann einen Sonderfall darstellt. Und einmal die spiegelbildliche Vertauschung der Gehirnhälften und Handverbindungen, so dass es für solche Linkshänder gar nicht außergewöhnlich ist analytisch begabt zu sein?

Beitrag von Kiffing

Hier werden einige typische Fragen zur Linkshändigkeit erklärt: [url]http://www.n-tv.de/wissen/Fakten_und_Mythen/Linkshaender-denken-anders-article11054671.html[/url]Interessant: [QUOTE]Linkshänder denken anders. Richtig!"Linkshänder denken anders, nämlich ganzheitlich, vernetzend und vielschichtig," sagt Steinkopf. Es ist aber nicht so, dass bei Linkshändern im Gehirn einfach alles seitenverkehrt angelegt ist. Durch die Dominanz der rechten Gehirnhälfte bei Linkshändern werden andere Hirnbereiche beim Denken aktiviert als bei Rechtshändern. So ist zum Beispiel die Wahrnehmung eine andere. Sinneseindrücke werden von Rechtshändern mit der linken Gehirnhälfte aufgenommen und verarbeitet. Dort sitzt die Zentrale für rationales Denken. Linkshänder dagegen erfassen ihre Umwelt mit Hilfe der rechten Gehirnhälfte, die für Kreativität und Vorstellungsvermögen zuständig ist. Beim Sprechen beispielsweise werden bei fast jedem dritten Linkshänder beide Gehirnhälften aktiviert. 98 Prozent der Rechtshänder dagegen nutzen dabei nur die linke Gehirnhälfte. Das könnte die überdurchschnittliche Sprachfähigkeit bei Linkshändern erklären. Englische Verhaltensforscher gehen davon aus, dass Linkshänder sich wesentlich öfter mit Sätzen wie "Ich mache mir Sorgen, Fehler zu machen" identifizieren als Rechtshänder. Der Grund dafür könnte in der Stressverarbeitung im Gehirn liegen, denn in solchen Situationen wird bei Linkshändern vor allem die rechte, emotionale Hirnhälfte aktiviert.[/QUOTE]