Schachburg-Archiv: Benutzerthema „Schwimmen mit Elefanten“

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Beitrag von Kiffing

Auf dem deutschen Büchermarkt ist endlich das belletristische Buch über das Schach herausgekommen, das bereits vor vier Jahren in Japan erschienen ist. "Schwimmen mit Elefanten" heißt es und ist von der preisgekrönten japanischen Schriftstellerin [URL="http://de.wikipedia.org/wiki/Y%C5%8Dko_Ogawa"]Yoko Ogawa[/URL]. Vielleicht fühlt man sich bei dem Titel an das bekannte indische Sprichwort erinnert: Schach ist ein Meer, in dem eine Mücke baden und ein Elefant ertrinken kann.Hinsichtlich der Rezension in der Frankfurter Rundschau fühle ich mich, der das Buch bisher noch nicht gelesen hat, noch nicht instande dazu, den Inhalt in eigenen Worten zusammenzufassen. Aber es scheint stark ins Surrealistische und Entgrenzte zu gehen, und um eine wunderschöne, tief emotionale Geschichte, und immer mit dem Schachspiel als Bezugspunkt, die eher mit dem Gefühl als mit dem Verstande erschlossen werden sollte. Aus der Rezension:[QUOTE]Die Bilder und Vorstellungen, die Ogawa evoziert, entrücken auch die Geschichte, die sie erzählt, ein Stück heraus aus dem Romankörper mit seinen narrativen Begrenzungen und hinein in die weite, sich selbst genügende Welt der Lyrik. In diesem Kosmos beharrlich nach Bedeutungs- und Interpretationsmustern zu suchen, schiene da fast aufdringlich. Nicht das Verstehen, sondern vor allem das Sehen der poetischen Analogien verschafft den großen ästhetischen Genuss bei der Lektüre von Yoko Ogawas Prosa (in der deutschen Übersetzung von Sabine Mangold). Aber trotz aller Schönheit ist diese von einer inhärenten Traurigkeit durchdrungen, die mit der nicht wegzudichtenden Tatsache zu tun hat, dass die Existenz des menschlichen Geistes eben doch an den Körper gebunden ist. [/QUOTE] Rezension in der FR: [url]http://www.fr-online.de/literatur/yoko-ogawa--schwimmen-mit-elefanten---das-leben-eine-partie-schach,1472266,26076010.html[/url]Wir werden mit Interesse verfolgen, wie sich dieser Neuling in den Bestsellerlisten schlagen wird und wie es von Schachspielerkreisen aufgenommen wird. Vielleicht will es auch einer von uns mal lesen.