Matthias Blübaum (2580) hat für die DSJ bei der U20-WM in Chanty-Mansijsk Bronze geholt. Blübaum kam auf 9/13 und einer Performanz von 2621. Jugendweltmeister wurde GM Michail Antopov (Rußland) vor Jan-Christoph Duda (Polen). Ich habe mir erlaubt, den zweiten Vornamen des Zweitplazierten der Verständlichkeit halber ein wenig einzudeutschen. :DBei den Mädchen siegte Natalja Buksa (Ukraine) vor Alina Bivol (Rußland) und Zhansaja Abdumalik (Kasachstan). Für die deutsche Vertreterin Filiz Osmanodja (2319) verlief das Turnier mit einem kastastrophalen Fehlstart von 0/3 enttäuschend. Die an Nummer 3 gesetzte Dresdnerin konnte danach zwar mit 6/6 Schadensbegrenzung betreiben, um den Titel konnte sie so aber schon früh nicht mehr mitspielen. Sie kam am Ende mit 7,5/13 auf Platz 16 und einer Performanz von 2213. In der Altersklasse U18w hatte Osmanodja 2014 den Vizeweltmeistertitel geholt.Tabelle: [url]http://www.schachbund.de/news/matthias-bluebaum-gewinnt-wm-bronze.html[/url]
Beitrag von Kiffing
Filiz Osmanodja hat dem Schachticker einen [URL="http://www.chess-international.de/Archive/44323#more-44323"]persönlichen Bericht[/URL] zu ihrer Tour nach Chanty-Mansijsk geliefert. Der Artikel ist sehr lebhaft geschrieben, die DSJ-Spitzenspielerin läßt den Leser ein wenig Turnieratmosphäre schnuppern. Was ihre Leistung angeht, so bewertet sie diese trotz des Zwischenhochs von 6/6 nach dreifachem "Schweizer Gambit" natürlich nicht gerade enthusiastisch. Vor allem der Fehlstart von 0/3 habe ihr alle Ambitionen genommen. Sie schreibt selbst, daß sie durchaus um den Weltmeistertitel habe mitspielen wollen, was ihr bei der U18w im letzten Jahr ja auch gelang, aber daß nach dem Fehlstart das Turnier für sie natürlich "gelaufen" war und es jetzt nur noch um das wenig dankbare Ziel der "Schadensbegrenzung" gegangen sei. Wer scharf drauf ist, wie eine Sportlerin mental mit so einer schwierigen Situation umgeht, erhält in dem Artikel einige Einblicke, ebenso über die Probleme mit ihrer vietnamesischen Zimmernachbarin. In wieweit das Pech mit ihrer Zimmernachbarin für ihr schwaches Abschneiden mitverantwortlich ist, möge jeder selbst beurteilen. Mir gefiel der Bericht als solches übrigens sehr gut.