Schachburg-Archiv: Benutzerthema „Wie alt wart ihr, als jemand euch die Regeln des Schachspiels erklärt hat?“

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Beitrag von Babylonia

Bei mir war es mein Vater, der mir die Regeln des Schachspiels erklärt hatte und er war auch der Einzige, der in meiner Kindheit mit mir Schach spielte. Meine Mutter und Geschwister spielten nur andere Spiele mit mir. Leider weiß ich gar nicht mehr, wie alt ich damals war, ich tappe völlig im Dunkeln. Daher habe ich ihn jetzt mal gefragt und warte auf Antwort...Babylonia

Beitrag von Zapp Brannigan

Mein grossvater hat mir das spiel mal in den ferien "beigebracht", da war ich wohl so 6. Aber alle schachregeln waren das nicht, sachen wie en passent kannte in meiner familie niemand, ob jetzt die ecke unten links schwarz oder weiss war war glückssache, aus schachgeboten wurde auch mal rochiert, etc. Die partien gingen dann immer ewigs, weil einfach keiner eine ahnung hatte wie man matt setzt.Die "richtigen regeln" habe ich dann erst mit 19 gelernt, als ich mir das buch "zug um zug" gekauft habe, und turniere spiele ich seit ich 21 bin.

Beitrag von Mattmonster

zu alt um gut zu werden !! ;)aber trotzdem liebe ich dieses spiel seit 28 jahren

Beitrag von Babylonia

Ich habe eine Antwort von meinem Vater, er schreibt, dass wir mehr Mühle und Dame gespielt haben als Schach, als ich Kind war. Wann er mir das Spiel beigebracht hatte, weiß er selbst auch nicht mehr. Ich meine, dass ich nicht in den USA Schach gelernt habe. Das muss also zu der Zeit gewesen sein, als wir in Freising bei München wohnten. Zu der Zeit war ich 9 - 11 Jahre alt. Die Erinnerung ist in meinem Fall so schwierig, weil ich als Kind unheimlich viele Spiele mit großer Begeisterung gespielt habe, da war Schach nur eins von vielen Spielen und gar nicht mein Lieblingsspiel.Babylonia

Beitrag von Qf3

Interessante Frage.Ich habe als Kind von meinen Eltern YPS-Hefte bekommen. In einem dieser YPS-Hefte war auch ein kleines Steck-Schachbrett und eine Spielanleitung. Damit habe ich das Schachspiel gelernt.Das genaue Alter wusste ich auch nicht. Ich habe aber mal nachgeforscht, wann das YPS-Heft mit Schachbrett rauskam. Problem ist, dass es mehrere Ausgaben mit Schachbrett gab. Aber einzig realistische Möglichkeit ist wohl die Ausgabe von 1982.Also war ich 9 Jahre, als ich Schach gelernt habe.Habe ich durch deine Frage wieder etwas über mich selbst gelernt :-)Mal gucken, vielleicht bekomme ich ja irgendwo noch eine alte YPS-Ausgabe zu erschwinglichem Preis.

Beitrag von Kiffing

Mir hat mein Vater das Schachspiel mit 5 Jahren beigebracht. Wie bei Babylonia war für mich Schach erst einmal nur ein Spiel von vielen, und die ganzen Brettspiele wie Wolf und Schafe, Dame und Mühle kannte ich auch. Aber ich merkte schon ziemlich schnell, daß Schach ein besonderes Spiel war. Mit 8 Jahren trat ich in einen Verein bei, und ungefähr in diesem Jahr schlug ich meinen Vater das erste Mal in einem Spiel und erhielt von ihm als Belohnung die ausgelobten 10 DM. ;)

Beitrag von Pantau

Ich war 5 und habe es von meinem Vater gelernt. Der war kein Vereinsspieler, aber hielt große Stücke auf sein Können. Wobei er andere Hobbyspieler tatsächlich in der Regel schlug. Mit Zehn bin ich dann in den Verein gekommen und war auch der Meinung, ganz doll Schach zu können, wobei mein Jugendtrainer damals ganz klipp und klar sagte, dass es ihm lieber wäre, wenn ich noch gar nichts wüste (heute weiß ich auch wieso, aber heute würde man das einem Kind nicht sagen). Meiner großen Tochter (im DWZ 900er-Bereich) ist es dann Ende letzten Jahres gelungen, meinen Vater das erste (und letzte) Mal zu schlagen, worauf beide sehr stolz waren. Da mein Vater noch nie in der Lage war, jemanden absichtlich gewinnen zu lassen, war das für eine Neunjährige eine große Sache, und für den alten Herren auch. Leider ist er im Januar gestorben.

Beitrag von Babylonia

Sehr interessante Beiträge von euch allen, macht Spaß darüber zu lesen!Vielleicht sollte ich ergänzen dass ich VERMUTLICH 9 - 11 Jahre alt war, als mein Vater mir das Schachspielen beibrachte, aber erst mit 33 Jahren bin ich zum ersten Mal einem Schachverein beigetreten. Das ist ein ziemlich großer Unterschied zu den Leuten, die schon als Kind oder Jugendliche(r) im Schachverein spielten! Babylonia

Beitrag von SchwarzerRitter

Ich war 10. Ich weiß das so genau, weil ich immer ganz interessiert war und meine Mutter es mir ständig verboten hat. Sie hat immer gesagt, dass man das Spiel nicht spielen darf bevor man 10 ist. Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, was ich davon rückblickend halten soll. Auf der einen Seite ärgere ich mich, aber auf der anderen Seite wurde es dadurch zu etwas Besonderen für mich und vielleicht würde es mich heute gar nicht mehr interessieren, wenn das nicht so gewesen wäre. Andererseits mein Vater kann kein Schach spielen und sie hat immer gegen einen Schachcomputer gespielt. Wäre es nicht schön gewesen, wenn sie jemand zum Spielen gehabt hätte?Ich weiß nicht mehr, wann ich die Rochade kennengelernt habe, aber ich weiß, dass das im Urlaub war, den wir mit meinem Onkel verbracht haben und darum könnte ich es herausfinden. Aber cih weiß noch wie ich die Regel nicht kannte, weil meine Mutter sie nicht kannte oder sie nicht wahrhaben wollte. Ich war sehr überrascht als er sie spielte und meine Mutter behauptete, dass der Zug erst ab 18 oder 21 als Zusatzregel vereinbart werden könnte, weil sie sonst zu kompliziert ist, aber es sei keinesfalls eine offizielle Regel. Nun ja ich bat meinen Onkel, dass wir auf den Zug verzichten und darauf hin wollte er nie wieder gegen mich spielen. Wenn mein Onkel nicht für seine Lügen bekannt gewesen wäre, hätte ich vielleicht in dem Moment die richtigen Schachregeln gelernt. Aber wie auch immer alles schien gegen ihn zu sprechen und es schien ls wollte er die Regeln wieder einmal zu seinen Gunsten umbiegen. Ich wollte auch nicht wissen, was er sich als nächstes ausdenkt, obwohl das wahrscheinlich en-passant gewesen wäre. ;-)So gesehen muss ich im Nachhinein zugeben, dass es auch fast egal gewesen wäre, wie lange ich ohne Rochade Schach gespielt hätte. Es war halt immer insgesamt sehr Bauern-lastig und unsere Lieblingstaktik war den Läufer auf die Diagonale zu bringen, um den Turm zu schlagen.oder ein gabelnder Springer auf c7 oder c2.

Beitrag von Kampfkeks

Mein Vater hat mir die Regeln beigebracht, als ich in die vierte Klasse ging. Er hatte ein sehr schönes, großes Brett mit handgeschnitzten Figuren. Ich weiß noch, dass die Bauern eine menschliche Gestalt hatten und es immer so aussah, als hätten sie die Hände lässig in den Hosentaschen vergraben. Für die Figuren gab es ein extra Holzkästchen und auf der Innenseite des Deckels hatte mein Vater einen Zettel mit den englischen Bezeichnungen der Figuren geklebt, was die Sache für mich damals noch viel geheimnisvoller machte. Er hat mich oft gewinnen lassen, wenn ich mich richtig erinnere.

Beitrag von Sanpelg

Ich war ca. 8 Jahre alt und habe es von meinem Opa gelernt. Aber, wie bei anderen auch, war es nur ein Spiel von vielen. Mit 14 bin ich dann einem Verein beigetreten, nachdem ich zufällig auf einer Veranstaltung an einem Infostand hängengeblieben bin. Dann 4-5 Jahre gespielt und dann 25 Jahre Pause...