Warum Schach als Analysetool für Unternehmensprozesse taugt, erfahrt ihr in dem Bericht von Format-Chefredakteur Marko Locatin. Locatin, der selbst Schach spielt, geht ausführlich und systematisch an alle wesentlichen Elemente heran, in denen schachliches Denken für Unternehmen als vorbildlich herausgestellt werden kann. Ein Auszug:[QUOTE]Initiative & TempoDie Erkenntnis ist alt und platt – aber wahr: Angriff ist die beste Verteidigung. Gute Schachspieler und gute Manager wissen das gleicher*maßen. Es gibt aber viele Möglichkeiten, die Initiative wieder an sich zu reißen. Manchmal muss man unerwartete Züge spielen, aus gewohnten Denkmustern ausbrechen. Entscheidend dabei ist, möglichst schnell aus der Defensive zu kommen, denn Verteidigung kostet mehr Kraft als Angriff. Also: Bringen Sie überraschen*de Argumente; spielen Sie versteckte Trümpfe aus; ändern Sie (das gilt natürlich nur fürs Management und nicht für das jahrtausendealte Schachspiel) notfalls die Spielregeln – so wie *Apple mit iTunes das Musikgeschäft von Grund auf verändert hat.[/QUOTE]Hier gehts zum ganzen Artikel: [url]http://www.format.at/articles/1207/527/318965/strategien-grossmeister[/url]Was meint ihr dazu?
Beitrag von Kampfkeks
Ein interessanter Artikel, aber auch etwas oberflächlich, denn in dieser Allgemeinheit kann man die schachliche Denkweise quasi für jeden möglichen Lebensbereich empfehlen: Handle wohlüberlegt, Plane zielgerichtet voraus und reagiere geschickt auf überraschende Wendungen. Inwieweit sich das Schachspiel nun speziell als "Analysetool für Managementprozesse" eignen soll, läßt der Artikel offen. Aber vielleicht geht das Buch ja mehr in die Tiefe.Interessant finde ich die Aussage "Stärken auszubauen ist immer ökonomischer, als Schwächen zu beseitigen". Wie denkt ihr darüber?
Beitrag von Kiffing
Da bin ich nicht dieser Meinung. Was nützt einem die größte Stärke, wenn man durch seine Schwäche in den eigenen Partien immer wieder ein Bein gestellt bekommt? Im Schach ist der Weg das Ziel, weil es vom Menschen nie gelöst werden kann. Ich würde Schach von daher als ewige Baustelle betrachten, wo es immer was zu tun gibt. Und seine Schwächen auszumerzen bzw. es zumindest zu versuchen, gehört für mich dazu.
Beitrag von zugzwang
[QUOTE=Kampfkeks;20670]...Interessant finde ich die Aussage "Stärken auszubauen ist immer ökonomischer, als Schwächen zu beseitigen". Wie denkt ihr darüber?[/QUOTE]Kann ich so nicht nachvollziehen. Es kommt immer auf die tatsächlichen Stärken und Schwächen an - und auf den Aufwand hier oder da etwas zu verbessern.Für Schach halte ich diesen Ansatz sogar für sehr problematisch.Im Tennis oder so kannst Du (theoretisch) mit eigener Stärke, die Matchbälle des Gegners immer abwehren. Also kann es sinnvoll sein, hierdie Stärken besonders zu fördern und die Schwächen, die erst zum Matchball des Gegners führten, untrainiert zu lassen...Im Schach kannst Du die Matchbälle des gegnersnicght mehr aus eigener Kraft/Stärke abwehren, auch wenn Du es erschweren kannst.Fehlervermeidunbg und Schwächenanalysesowie Beseitigung sind imo die Basis für steigende Spielstärke.Auch beim Tischtennis habe ich die Erfahrung gemacht, daß eine Arbeit an den Defiziten (z. B. Rückhand) sinnvoller für die Spielstärke ist, als über den ganzen Tisch nur mit der Vorhand zu spielen.Erst wenn Schwächen/Fehler recht weit ausgelotet sind und der Fortschritt immer geringer ausfällt, dann macht imo wieder die Konzentration auf die Stärken Sinn.