Schachburg-Archiv: Benutzerthema „Andere Spielweise in Mannschaft als in Open?“

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Beitrag von Kiffing

Ich habe schon oft gehört, daß Spieler, die rege an Turnieren teilnehmen, in der Mannschaft anders spielen als auf Open. Sie spielen etwa vorsichtiger, weil sie der Mannschaft keine Hypothek in Form eines frühen Rückstandes ins Nest legen wollen. Allerdings bin ich kein Anhänger dieses Konzepts. Denn ich meine, daß man ja nicht angreift, um zu verlieren, sondern um zu gewinnen. Was ich aber bei mir merke, ist daß ich in der Mannschaft konzentrierter spiele und mir mehr Zeit nehme. Denn in Open spiele ich nur für mich. In Mannschaftswettbewerben dagegen spiele ich für mich und die Mannschaft. Da lastet schon eine gewisse Verantwortung auf mich.

Beitrag von ToBeFree

Da ich nicht auf Open spiele, nehme ich die Vereinsmeisterschaft als Beispiel. Ich merke da sehr deutlich, dass die Mannschaft manchmal die nötige Motivation ist, die ich brauche, um lange (bis zu 5/6 Stunden, kam mehrfach vor) zu spielen. Außerdem nehme ich z.B. ein Remisangebot außerhalb eines Mannschaftskampfes viel schneller an, als wenn es um eventuell entscheidende Punkte geht. Da ich oft der letzte bin, der noch spielt, beeinflusst mein Spielegebnis (leider viel zu oft ;) ) das Mannschaftsergebnis direkt.

Beitrag von hako

In meiner Spielweise ist eigentlich kein Unterschied. Ich überleg genauso lang und spiele gleich. Ich biete in Mannschaftskämpfen nur häufiger Remis in unklaren und scharfen Stellungen bzw. nehme es an, um einen halben Punkt zu sichern. In anderen Partien würde ich sowas weiterspielen.

Beitrag von Dragon

Ich spüre eigentlich auch kein unterschied außer was mir aufgefallen ist das ich in den letzten runden stärker spiele als in den ersten aber ob das an einen Open liegt bezweifel ich einfach mal.