Vor kurzem ist der Schachfilm Bauernopfer - Spiel der Könige für die Kinos freigegeben worden. Es handelt sich dabei um das dramaturgisch dankbare Thema des Robert Fischers. Der Film heißt Bauernopfer - Spiel der Könige, Boris Spasski hat sich diesen Film bereits angesehen und fand Fischer und sich selbst nicht [Hier befand sich ein Link auf die Seite "https://chess24.com/de/lesen/news/boris-spassky-ich-fuehre-krieg". Der Link wurde vom Benutzer mit dem Titel "richtig wiedergegeben" versehen. Aus urheberrechtlichen Gründen ist es möglicherweise erforderlich, diesen Hinweis beizubehalten, da manche Benutzer die Quelle ihrer Zitate von anderen Internetseiten so gekennzeichnet haben. Dieser Hinweis wurde automatisch an Stelle des früheren Links platziert. Falls der Link unangemessen oder ohnehin unerreichbar geworden ist, kann die im Impressum genannte Adresse mit einer Bitte um Entfernung kontaktiert werden.]. Aber das ist natürlich Kritik auf hohem Niveau. Ich selbst hatte mir vor zwei Jahren bereits mit Zug um Zug in den Wahnsinn einen früheren Fischerfilm angesehen, was mir erst einmal reicht. Wird jemand von euch denn für den neuen Fischerfilm ins Kino gehen?Hier eine [URL="http://www.filmstarts.de/kritiken/178973.html"]Rezension[/URL] zum Film, schlagwortartig, aber damit durchaus zur Person Fischers passend: ;) [QUOTE]Im Amerika zur Zeit des Kalten Kriegs ist der junge Bobby Fischer (Tobey Maguire) das größte Schachtalent, das die Vereinigten Staaten je gesehen haben. 1972 soll es in Reykjavik zu einem epischen Duell kommen, denn die im Rahmen der Weltmeisterschaft angesetzte Partie zwischen Fischer und Boris Spasski (Liev Schreiber) ist in einem Klima der politischen Spannungen zwischen den Weltmächten viel mehr als ein gewöhnlicher Wettkampf. Bis dato hatten die Russen das königliche Spiel dominiert, doch nun haben die USA erstmals die reelle Chance, sich gegen die russischen Kontrahenten durchzusetzen. Als Wettkampf zwischen Ost und West erregt die Schach-WM bald schon auch in den Medien große Aufmerksamkeit. Das Problem an der Sache ist jedoch, dass Fischer ein krankhaft paranoider Exzentriker ist. Weil er glaubt, dass die Welt sich gegen ihn verschworen hat, steht er nur Momente davor, das ganze Spiel abzublasen. Doch sein Gegner will einen so mühelosen Sieg nicht hinnehmen... [/QUOTE]
Beitrag von Birliban
Auf “youtube“ kann man auch schon bissl was gucken, inklusive einiger Rezensionen:*[Hier befand sich ein Link auf die Seite "https://www.youtube.com/results?search_query=+Bauernopfer+-+Spiel+der+K%C3%B6nige". Der Link wurde vom Benutzer mit dem Titel "https://www.youtube.com/results?search_ ... %C3%B6nige" versehen. Aus urheberrechtlichen Gründen ist es möglicherweise erforderlich, diesen Hinweis beizubehalten, da manche Benutzer die Quelle ihrer Zitate von anderen Internetseiten so gekennzeichnet haben. Dieser Hinweis wurde automatisch an Stelle des früheren Links platziert. Falls der Link unangemessen oder ohnehin unerreichbar geworden ist, kann die im Impressum genannte Adresse mit einer Bitte um Entfernung kontaktiert werden.]Eine Rezension war auch im “Tagesspiegel“:[url]http://www.tagesspiegel.de/kultur/schachthriller-mit-tobey-maguire-welt-in-schwarz-und-weiss/13510744.html[/url] Der Film ist zwar für die Kinos freigegeben, aber ob er dort zu sehen sein wird? Vielleicht nur in einigen ausgewählten Kinos. Die anderen Kinos werden mehr auf Umsatz gucken und den Film gar nicht erst ins Angebot aufnehmen.Ich selbst gucke mir den Film nicht an. Spasskys “Rezension“ (siehe Link von Kiffing oben) scheint mir vielleicht doch die treffendste zu sein: „ Du hast erwähnt, dass du zur Premiere von*Bauernopfer - Spiel der Könige*geflogen bist.Ich bin nicht geflogen. Ich bin mit dem Zug nach Berlin gereist. Das ist besser für meine Gesundheit, aber der Film hat sich als schwach herausgestellt.Was hat dir nicht gefallen?Mein Gedächtnis hat noch alles gespeichert - ich lebe noch. Dagegen haben sie gespielt, geschauspielert. Als eine Art Stellvertreter!Du hast eine wunderbare Ausdrucksweise.Es war alles so künstlich…Der Schauspieler, der dich spielte - hat er irgendetwas richtig gemacht?Ich habe nichts bemerkt!Und Fischer?Auch ein Fehlschlag. Dieser Typ wendet seinen Blick, aber Fischer war anders! Seine Größe, seine Gesten, sein Verhalten… Es gibt keine Intrige in dem Film und die Hauptsache fehlt - warum ich zugestimmt habe, das Match fortzusetzen. Ich hätte schließlich alles beenden und als Sieger herausgehen können! “
Beitrag von Kiffing
Diese Lobeshymnen Spasskis gegenüber seinem Gegner, der 1972 sein morbides Spiel auch gegen ihn selbst betrieb, und der am Ende praktisch alles mit sich machen ließ, seinem furchteinflößenden Gegner sogar [Hier befand sich ein Link auf die Seite "https://www.schachburg.de/threads/430-Am-Ende-applaudierte-sogar-Spassky". Der Link wurde vom Benutzer mit dem Titel "applaudierte" versehen. Aus urheberrechtlichen Gründen ist es möglicherweise erforderlich, diesen Hinweis beizubehalten, da manche Benutzer die Quelle ihrer Zitate von anderen Internetseiten so gekennzeichnet haben. Dieser Hinweis wurde automatisch an Stelle des früheren Links platziert. Falls der Link unangemessen oder ohnehin unerreichbar geworden ist, kann die im Impressum genannte Adresse mit einer Bitte um Entfernung kontaktiert werden.] und nicht einmal Anstalten machte, seinen vom Wahn getriebenen Gegner aufzuhalten, obwohl es auch für ihn selbst um so viel ging, mag verwundern, und auch ich konnte mir diese so merkwürdige Zuneigung nie erklären. Bis ich in einen anderen Schachforum eine Erklärung dazu fand, so daß mir schlagartig ein Licht aufging. Es war das [URL="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/stockholm-syndrom-wenn-das-gute-zum-boesen-wird-a-433388.html"]Stockholm-Syndrom[/URL]!
Beitrag von Birliban
Wenn das alles in dem Film "Bauernopfer - Spiel der Könige" auch zum Ausdruck kommt, wäre es doch okay. Ich weiß aber nicht, ob das auch der Fall ist. Und da wäre auch noch Spasskys Einwand: "Es gibt keine Intrige in dem Film und die Hauptsache fehlt - warum ich zugestimmt habe, das Match fortzusetzen. Ich hätte schließlich alles beenden und als Sieger herausgehen können!" - Das legt die Vermutung nahe, das in dem Film Wesentliches glattgebügelt wurde. Warum sollte ich mir einen Film ansehen, wenn ich nur Halbwahrheiten erfahre? Für mich wäre es schon interessant zu sehen in dem Film, was da für Intrige abgelaufen ist und warum Spassky zugestimmt hat, das Match fortzusetzten. Da das aber nicht der Fall ist, ist es in etwa so, als drehe man einen huldvollen Film über Stalin und kehrt seine Verbrechen unter den Teppich.
Beitrag von Dern Algar
ich werde mir den Film angucken. Die Rezension werde ich gar nicht lesen, bevor ich mir eigene Meinung gebildet habe
Beitrag von Kiffing
Das ist völlig in Ordnung, wobei die Herangehensweise der meisten Schachfreunde an diesem Film eine andere ist. Schließlich kennen sie die Handlung bereits in groben Zügen und möchten erleben, wie dies dramaturgisch umgesetzt wird. Eine gute Rezension las ich dazu von Peter Münder auf Chessbase, der den Wahn Fischers noch einmal an besonders markanten Beispielen herausstreicht und auch, wie sehr ein Boris Spasski zwischen zwei Blöcken zerrieben wurde, was ihn schließlich überfordern sollte: [url]http://de.chessbase.com/post/verfolgen-sie-mich-ich-mach-sie-fix-und-fertig[/url]
Beitrag von Kampfkeks
Also ich habe den Film gestern gesehen und fand ihn ziemlich gut. Natürlich bin ich nicht mit den exakten historischen Details vertraut, aber ich denke im Groben und Ganzen ist die Handlung schon richtig. Im Mittelpunkt stehen Fischers Verfolgungswahn und die Ereignisse um den WM-Kampf zwischen Fischer und Spassky. Beides ist mE gut umgesetzt und auch eine gewisse Bewunderung Spasskys gegenüber Fischer kommt durch.Mein Fazit: Guter und vor allem sehr unterhaltsamer Film!