Schachburg-Archiv: Benutzerthema „Ist die Geschichte im Buch Schachnovelle wahr ?“

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Beitrag von Marsman

Buch Schachnovelle von Stefan Zweig Ist das Erzählte im Buch wahr oder erfunden ? Gibt es die Zwei Personen Czentovic und Dr.B die im Buch vorkommen wirklich ?

Beitrag von Kiffing

Hi und Willkommen in der Burg! :geist:Die Geschichte von Stefan Zweig und die darin vorkommenden Personen sind rein fiktiv, also nur ausgedacht. Ein derart beschränkter Geist wie Czentovic hätte auch nicht Schachweltmeister werden können, weil dieser Titel gewisse kognitive Fähigkeiten voraussetzt.

Beitrag von Babylonia

Zum Inhalt des Buches "Die Schachnovelle" von Stefan Zweig die Wikipedia:

[Hier befand sich ein Link auf die Seite "https://de.wikipedia.org/wiki/Schachnovelle". Der Link wurde vom Benutzer mit dem Titel "https://de.wikipedia.org/wiki/Schachnovelle" versehen. Aus urheberrechtlichen Gründen ist es möglicherweise erforderlich, diesen Hinweis beizubehalten, da manche Benutzer die Quelle ihrer Zitate von anderen Internetseiten so gekennzeichnet haben. Dieser Hinweis wurde automatisch an Stelle des früheren Links platziert. Falls der Link unangemessen oder ohnehin unerreichbar geworden ist, kann die im Impressum genannte Adresse mit einer Bitte um Entfernung kontaktiert werden.] (Anaconda - Verlag)

Ich habe dieses Buch in verschiedenen Jahren mehrmals gelesen. Ursprünglich hatte mein Vater dieses Buch und es mir zum Lesen ausgeliehen. Vor kurzem würde das ganze Buch im Radio WDR 5 vorgelesen, ich hatte mir das angehört.

Wer von euch hat das Buch auch gelesen?

Babylonia

Beitrag von ToBeFree

Die Schachnovelle ist eines der wenigen Bücher in meinem Regal, die ich noch nicht vollständig gelesen habe. Überflogen, irgendwann einmal.

Beitrag von Nefumanto

Vor 40 Jahren habe ich die Novelle als dtv-Taschenbuch gelesen.

Vor einigen Jahren ist eine preisgünstige Reclam-Ausgabe mit umfangreichem Anhang herausgekommen.

Außerdem gibt es eine Esperanto-Übersetzung als kostenlosen Download:

http://i-espero.info/files/elibroj/eo%20-%20zweig,%20stefan%20-%20sxaknovelo.pdf

http://bitoteko.esperanto.es:8080/jspui/bitstream/11013/4077/1/Eo%20-%20Zweig%2c%20Stefan%20-%20Sxaknovelo.pdf

Beitrag von Babylonia

Danke, Nefumanto, ich habe mir mal die Esperanto-Ausgabe abgespeichert. Erst vor kurzem hatte ich das Buch im Radio gehört, also ist mein Eindruck noch frisch. Erstmal das wieder sacken lassen, dann kann ich irgendwann das Buch nochmal auf Esperanto (an-) lesen.

Babylonia

Beitrag von blunder1

Das Buch habe ich auch gelesen. Es ist fiktiv, doch glaube ich, dass Kiffings Interpretation wahrscheinlich falsch ist.

In der Psychologie gibt es anscheinend - ohne Gewähr, ich bin kein Psychiater/Psychologe - den Begriff Fischer-Syndrom, der eine Art "Fachidiot" beschreibt. Bobby Fischer glänzte nur im Schach und war in allen anderen Bereichen des Lebens unfähig. Daher halte ich die Figur des Czentovic nicht für unrealistisch.

Beitrag von Babylonia

An diesen Vergleich von Centovic mit Fischer hätte ich auch gedacht, obwohl Fischer einen sehr hohen IQ gehabt haben soll und ich hatte auch irgendwo im Internet gelesen, dass er sich mehrere Fremdsprachen u.a. Russisch selbst beigebracht haben soll, um Schachliteratur in diesen Sprachen lesen und verstehen zu können. Leider finde ich die Quellen hierzu nicht mehr.

Das Buch "Schachnovelle" ist 1943 zum ersten Mal veröffentlicht worden, die Figur des Centovic kann Stefan Zweig daher nicht auf Fischer bezogen haben. (Bobby Fischer 1943 - 2008)

Babylonia

Beitrag von blunder1

Sicher, Stefan Zweig hat sich bei dem Schreiben des Buchs nicht auf Fischer bezogen, doch ist das Phänomen "Fachidiot" im Schach nicht neu.

Fischer hat alles dem Schach untergeordnet, auch das Lernen von Fremdsprachen, die er sich nur aneignete, um Schachliteratur im Original lesen zu können. Sein IQ lag bei über 180.