Schachburg-Archiv: Benutzerthema „Gründe für das Schachspielen“

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Beitrag von Aimbot

Hey Leute,nennt mir mal Gründe, warum man Schach spielen sollte. Wenn ihr Studien oder Belege dazu habt wäre das auch echt klasse:top:.

Beitrag von Kiffing

Schach hat natürlich vielerlei Facetten. Es hat was von Sport an sich, von Kunst und von Wissenschaft und bedient damit viele Bedürfnisse der Menschen. In erster Linie ist es natürlich ein Sport mit Wettbewerbscharakter. Und es liegt offenbar in der Natur des Menschen, ihre Kräfte miteinander zu messen. Das kann man auch gut mit Schach tun. Der Reiz im Schach liegt darin, daß es quasi eine intellektuelle Herausforderung ist und so komplex, daß für den Schachspieler wirklich der Weg das Ziel ist. Denn auf jeder Etappe dieses Weges finden sich Möglichkeiten, sich zu verbessern, sei es durch praktisches Spiel, Trainer und Trainingsstunden, Literatur oder durch das Nachspielen von möglichst gut kommentierten GM-Partien. Die Wertungszahl bietet dem Spieler dabei eine objektive Möglichkeit, den eigenen Fortschritt mathematisch zu messen und ist ein zusätzlicher Antriebsfaktor. Für viele, die Spaß an intellektuellen Herausforderungen haben, am kreativen Schöpfertum, macht Schach einfach Spaß. Aber es ist mehr als rein kindliches Vergnügen, es ist eine Freude, die einen Schachspieler wirklich erfüllen kann. Vom Wesen her ein Brettspiel, ist es aber bereits so komplex und eine so tragende Säule in der Kulturgeschichte der Menschen, daß es sich vom reinen Brettspielbereich längst emanzipiert hat, so wie sich der Mensch vom Tierreich emanzipiert hat.Viele Wissenschaftler, Pädagogen und Psychologen sind sich einig, daß Schach grundlegende kognitive Fähigkeiten und Charaktereigenschaften schult. Aus: [url]http://www.schach-schorfheide.de/[/url][QUOTE] Schach ist das älteste, komplexeste, friedlichste und unerschöpflichste Spiel der Welt. Im Schach lassen sich künstlerische, wissenschaftliche und sportliche Anteile wiederfinden. Individuell-erzieherische Momente kommen in gleichem Maße zum Tragen wie gesellschaftlich-soziale. Das Schachspiel bildet die gesamte Persönlichkeit aus. Die Entwicklung von- Zielstrebigkeit und Entschlusskraft- Fähigkeit zur Kritik und Selbstkritik in einem klar sachbezogenen Rahmen- erhöhter geistiger Belastbarkeitsowie die Verbesserung von Selbstbewusstsein und realistischer Selbsteinschätzung sind einige der charakterbildenden und persönlichkeitsfördernden Faktoren. Kreativität, Fantasie und Spielfähigkeit werden entwickelt. Auch außerhalb des Schachspiels wird die Wahrnehmung ästhetischer und künstlerischer Phänomene gefördert. Eltern legen zunehmend Wert auf die bildende Eigenschaft des Schachspiels in Hinblick auf Konzentrationsfähigkeit, logisches Denken sowie geplantes Handeln und Kreativität unter Berücksichtigung der notwendigen spielerischen Komponenten. [/QUOTE]Aus diesem Grunde gibt es bereits einige Schulprojekte in Deutschland, in denen Schach reguläres Unterrichtsfach ist und in Armenien ist Schach sogar offiziell als verpflichtenden Schulfach für Grundschüler eingeführt worden: [url]http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-82244926.html[/url]Darüber hinaus wird dem Schachspieler ganz spielerisch wissenschaftliches Denken vermittelt, mehr darüber in [url]http://www.schachburg.de/threads/112-Starke-Schachspieler-denken-wie-Wissenschaftler[/url]Hier gehts direkt zur Quelle: [url]http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/243759.html[/url]

Beitrag von ToBeFree

"Gründe" dafür, ein Spiel zu spielen oder eine Sportart im Verein zu machen, finde ich unnötig; man sollte es einfach einmal ausprobieren. Wenn man Spaß daran hat, kann man sich freuen, dass man ein neues Hobby gefunden hat - wenn nicht, dann nicht. ;)Das ist genau so, als würde ich jetzt versuchen, Leute dazu zu bringen, Basketball zu spielen, und das dann mit "Argumenten für Basketball" zu verstärken.^^PS: @Kiffing: Die letzte Quelle ist nicht erreichbar, weil du die Punkte mitkopiert hast ;)

Beitrag von hako

Es gibt Leute, die Spaß am Essen, Spaß an der Schule, Spaß am Shoppen, am Fußball zugucken, am Handball, usw... haben.Daher gibt es auch Leute, die Spaß am Schachspielen haben.Mir persönlich macht Schach wegen der Vielfältigkeit der Spiels und des unerschöpflichen intellektuellen Anspruches Spaß. Vorallem gibt es bei diesem Strateginspiel keinen Glücksfaktor ;) :lol:

Beitrag von Aimbot

[QUOTE=ToBeFree;7679]"Gründe" dafür, ein Spiel zu spielen oder eine Sportart im Verein zu machen, finde ich unnötig; man sollte es einfach einmal ausprobieren. Wenn man Spaß daran hat, kann man sich freuen, dass man ein neues Hobby gefunden hat - wenn nicht, dann nicht. ;)Das ist genau so, als würde ich jetzt versuchen, Leute dazu zu bringen, Basketball zu spielen, und das dann mit "Argumenten für Basketball" zu verstärken.^^[/QUOTE]Es geht sich darum, dass ich für meinen Verein einen Text "Warum Schach?" schreibe. Da will ich Studien reinbringen, dass Schach das kreative, logische Denken etc fördert.Danke Kiffing:top:

Beitrag von Kiffing

Im Internet stoße ich immer wieder auf die Trierer Schachstudie: [url]http://www.chessbase.de/nachrichten.asp?newsid=6566[/url]Hier in dem Thread steht mehr zu dem, was Du suchst: [url]http://www.schachburg.de/threads/208-Pers%C3%B6nlichkeitsentwicklung-durch-Schach?highlight=Studie[/url]Da stehen auch andere Studien drin zum Thema des Werts der Förderung durch Schach.