Ich nehme einmal an, jeder von uns kennt die Regel vom Quadrat. Doch wer weiß, daß es für Endspiele Turm gegen Bauer noch eine erweiterte Quadratregel gibt? Diese möchte ich im Folgenden erläutern, um dafür das Verständnis zu wecken:Definition: Das Quadrat des Freibauern wird um so viele Felder erweitert, die der eigene König braucht, um sein Umwandlungsfeld zu kontrollieren. Kann der gegnerische König das erweiterte Quadrat im nächsten Zug nicht betreten, so schafft die Partei mit dem Freibauern, gegen den gegnerischen Turm Remis zu halten, ansonsten geht die Partie verloren.Wir betrachten dazu das Diagramm unten:Das einfache Quadrat bilden die Eckpunkte f4, f1, c1, c4. Da der König der Bauernpartei genau ein Feld braucht, um das Umwandlungsfeld zu kontrollieren, erweitert sich das Quadrat um ein Feld. Die Fixpunkte sind nun f5, f1, b1, b5.Wenn Schwarz am Zug ist, dann kann er also Remis halten. Ist aber Weiß am Zug, so betritt der weiße König das erweiterte Quadrat und gewinnt.Wichtig: die Regel gilt nur, wenn der gegnerische König den eigenen König nicht beim Betreten des erweiterten Quadrats stören kann. Stünde z. B. der schwarze König auf e3, dann ist die Regel aufgehoben und Schwarz kann Remis halten.
Beitrag von hako
[QUOTE=Kiffing;733]Wichtig: die Regel gilt nur, wenn der gegnerische König den eigenen König nicht beim Betreten des erweiterten Quadrats stören kann. Stünde z. B. der schwarze König auf e3, dann ist die Regel aufgehoben und Schwarz kann Remis halten.[/QUOTE]Das Gleiche gilt auch fürs "einfache" Quadrat. Hier wird es jedoch das "hindernis" genannt, da es sich auch um Bauern halten kann.Sehr schöne Erläuerung von dir, Kiffing :top: