Der im Internet umtriebige Schachlehrer Yury Markushin hat auf seinem Schachblog eine Liste der 15 Schachmeister zusammengestellt, die seiner Ansicht nach am meisten das Schachspiel beeinflusst hätten. Neben zahlreichen Weltmeistern befinden sich auf seiner Liste auch Nicht-Weltmeister wie Nimzowitsch, Bronstein, Kortschnoi und Rubinstein. So habe Rubinstein nach Markushin das Schach unter anderem deshalb so stark beeinflusst, weil dieser als einer der ersten Spieler in der Lage dazu gewesen sei, bereits in der Eröffnung die möglichen Endspiele (und Endspielabwicklungen) antizipiert zu haben: [Hier befand sich ein Link auf die Seite "https://thechessworld.com/articles/general-information/top-15-most-influential-people-in-chess/". Der Link wurde vom Benutzer mit dem Titel "https://thechessworld.com/articles/gene ... -in-chess/" versehen. Aus urheberrechtlichen Gründen ist es möglicherweise erforderlich, diesen Hinweis beizubehalten, da manche Benutzer die Quelle ihrer Zitate von anderen Internetseiten so gekennzeichnet haben. Dieser Hinweis wurde automatisch an Stelle des früheren Links platziert. Falls der Link unangemessen oder ohnehin unerreichbar geworden ist, kann die im Impressum genannte Adresse mit einer Bitte um Entfernung kontaktiert werden.]
Beitrag von KlaRo
Hallo zusammen,es fällt mir nicht leicht, Kiffing hier zu verbessern, aber - antizipieren entspricht vorwegnehmen, vorhersehen. Er sollte bei der Eröffnung, sagen wir, die Baurenstruktur mindestens, des Endspiels erahnen. Das hatte ich mir so durch den Kopf gehen lassen und bemerkte hinter dem Wiegen in der Halswirbelsäule doch einen deutlichen Zweifelimpuls. :confused:Auf der verlinkten Seite heißt es dann: "He is one of the first players who took into account the endgame when playing the opening." Das würde ich mal frei übersetzten als: "Als einer der ersten Spieler dachte er schon während der Eröffnung an das Endspiel" (seine möglichen Stellungen und Chancen red.). Und schon kommt der Kopf zur Ruhe! Jo, das sollte man als Meister, wenn man eine Eröffnung spielt, die üblichen Abwicklungen zum Enspiel und die Chancen dort im Auge haben. Das ist heute Standard und vielleicht begann das etwa bei Akiba dem Großen. Aber Hellsehen konnte der auch nicht.Aber wir haben heute gut Reden mit unseren Engines und Databases! Was das früher bedeutete, wieviel Partien man gespielt und nachgespielt haben musste, um zu einer Eröffnung in etwa zu wissen, wohin sie führt - das ist schon toll. :manga_stunned:Andererseits - gibt es eigentlich schon "Ergebisse zu der Forschung", was denn so üblich ist an Bauernstruktur etwa nach Marshall Angriff, Nimzo-Indisch oder QGA (Nach Reti-Eröffnung braucht man ja da nicht zu fragen!)? Hat da jemand was irgendwo? Oder hat jemand eine Vorstellung, wie man mit den üblichen Sofware-Mitteln so etwas zusammenstellen könnte?
Beitrag von KlaRo
Ich hab da gerade noch mal was ausprobiert. Am Beispiel Marshall-Angriff habe ich einige schwarze Siege von Meistern betrachtet (hier über 1500 über 2200 ELO für beide). Ich hab etwa 50 Endstellungen gesehen und mir ist lediglich aufgefallen, dass relativ häufig die Damen noch auf dem Brett waren und die Bauernstruktur a2,b2,c3 war noch ziemlich oft erhalten, was dem Weißen aber nichts nutzte. Ich hab nur Schwarzsiege angesehen, da es ja nur logisch ist, dass man gewinnen will mit der selbstgewählten Eröffnung. Und wann soll man eine Endspiel"situation" besser vorhersehen können, als dann. Ich hab sonst nichts Gemeinsames, Auffälliges gesehen. Ich glaube also, dass es vielleicht verblüffende Legenden gab (wie die von den Goldstücken, die enem anderen Begnadeten plötzlich aufs Schachbrett fielen ...), die die Verehrung des Großmeisters befeuert haben und Schachlehrer Yury Markushin die weitertragen wollte. Aber dieser Blick auf die Dinge scheint mir allemal eine Reflexion wert. :denknach: